Paul Tudor Jones kauft IBIT nach, Calls stürzen ab

Paul Tudor Jones kauft IBIT nach, Calls stürzen ab
Paul Tudor Jones kauft IBIT nach, Calls stürzen ab (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Der Hedgefonds von Paul Tudor Jones hat seine Direktposition im iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock im zweiten Quartal weiter ausgebaut. Aus den jüngsten SEC-Unterlagen geht hervor, dass Tudor Investment zum Stichtag 30. Juni 688.529 IBIT-Anteile hielt. Das sind 109.446 Aktien mehr als Ende März.

Gleichzeitig fiel die gemeldete Zahl der Call-Optionen auf den ETF jedoch deutlich um 85,2 %. Dadurch entsteht ein gemischtes Bild: Zwar wurden mehr ETF-Anteile direkt gehalten, die gesamte Ausrichtung auf Bitcoin lässt sich aus der Meldung aber nicht eindeutig ableiten.

Direkte IBIT-Beteiligung steigt, Calls brechen ein

Laut der aktuellen 13F-Meldung hielt Tudor Investment Ende des zweiten Quartals 688.529 direkte IBIT-Anteile, nach 579.083 drei Monate zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 18,9 %.

Deutlich stärker war die Veränderung bei den Optionspositionen. Die gemeldeten Call-Äquivalente fielen von 998.000 auf nur noch 148.000. Das ist ein Rückgang um 85,2 %. Die Put-Äquivalente blieben dagegen fast unverändert und sanken nur leicht von 725.000 auf 715.000.

Zum Stichtag 30. Juni wurde die direkte IBIT-Position mit rund 22,9 Millionen US-Dollar bewertet. Die Call-Position entsprach einem ausgewiesenen Wert von etwa 4,93 Millionen US-Dollar, während die Put-Position mit rund 23,8 Millionen US-Dollar in der Meldung auftauchte.

Was die 13F-Daten wirklich zeigen

Wichtig ist, dass eine Form-13F-Meldung Optionen nicht als gezahlte Prämien oder Marktwerte der Kontrakte ausweist. Stattdessen verlangt die SEC, dass diese Positionen in Bezug auf den zugrunde liegenden Basiswert gemeldet werden. In diesem Fall sind das IBIT-Aktien und deren Marktwert zum Quartalsende.

Das bedeutet: Die ausgewiesenen Calls und Puts zeigen zwar, wie groß die Positionen bezogen auf den ETF waren, sie sagen aber nicht direkt, wie hoch das tatsächliche Risiko oder die Netto-Wette auf Bitcoin ausfiel. Angaben zu Strike-Preisen, Laufzeiten, gezahlten Prämien oder dem genauen Zweck der Positionen enthält die Meldung nicht.

Auch deshalb wäre es zu einfach, die drei Zeilen aus der Tabelle einfach zusammenzurechnen oder gegeneinander aufzurechnen. Die SEC weist zudem darauf hin, dass geschriebene Optionen und Short-Positionen in Aktien in dieser Form nicht vollständig abgebildet werden. Eine genaue Einschätzung der tatsächlichen Marktrichtung bleibt damit offen.

Vorsichtigeres Bild, aber keine eindeutige Aussage

Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals wirkt die Positionierung von Tudor Investment zum 30. Juni weniger call-lastig. Während die direkten ETF-Bestände gestiegen sind, wurden die Call-Äquivalente massiv reduziert und die Put-Äquivalente blieben nahezu stabil. Das kann auf eine vorsichtigere Haltung hindeuten.

Trotzdem lässt sich aus der Meldung nicht sicher schließen, dass Paul Tudor Jones seine Bitcoin-Wette insgesamt klar erhöht oder gesenkt hat. Sicher ist nur: Tudor Investment hielt mehr direkte IBIT-Anteile, deutlich weniger Calls und fast unveränderte Puts. Welche konkrete Strategie dahintersteht, bleibt aus den veröffentlichten Daten nicht ersichtlich.

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