Bitcoin: Milliarden von Dollar verlassen Binance

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Bitcoin: Milliarden von Dollar verlassen Binance (Foto KI generiert)
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Bitcoin hält sich trotz neuer Unsicherheit am Markt weiter im Bereich von rund 85.000 bis 86.000 Dollar. Gleichzeitig zeigt sich auf Binance eine auffällige Entwicklung: Innerhalb von gut zwei Wochen sind laut CryptoQuant Zehntausende BTC von der weltgrößten Kryptobörse abgeflossen. Das reduziert grundsätzlich das unmittelbar handelbare Angebot und könnte Bitcoin helfen, einen Boden auszubilden.

Ganz eindeutig bullisch ist die Situation allerdings nicht. Während Coins von Binance abgezogen werden, geriet zuletzt auch die Nachfrage über die US-Spot-Bitcoin-ETFs ins Stocken. Am 5. Oktober verzeichneten die Fonds zusammen Nettoabflüsse von rund 159,7 Millionen Dollar. Damit entscheidet sich nun vor allem an der Zone um 87.000 Dollar, ob aus der starken On-Chain-Akkumulation tatsächlich ein neuer Ausbruch entsteht.

Fast 42.000 Bitcoin verlassen Binance

Nach Daten aus einer aktuellen CryptoQuant-Analyse sind die Bitcoin-Bestände auf Binance seit dem 20. September von rund 704.800 BTC auf etwa 663.100 BTC gefallen. Das entspricht einem Rückgang um rund 41.700 Bitcoin beziehungsweise knapp sechs Prozent innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs entspricht diese Menge einem Gegenwert von deutlich mehr als drei Milliarden Dollar.

Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit der Abflüsse. CryptoQuant meldet für die vergangene Woche Nettoabflüsse von rund 23.100 BTC. Damit wäre es die stärkste Woche seit Juni 2023. Für den laufenden Tag zeigte die Analyse zudem zeitweise einen Nettoabfluss von fast 14.300 BTC, wobei die Tagesdaten zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig waren.

Solche Bewegungen werden häufig als Zeichen für Akkumulation interpretiert. Werden Bitcoin von einer Börse abgezogen und in externe Wallets übertragen, stehen sie zunächst nicht mehr unmittelbar zum Verkauf zur Verfügung. Das kann den potenziellen Verkaufsdruck reduzieren.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Exchange-Abflüsse sind nicht automatisch mit langfristigem Kaufen gleichzusetzen. Auch interne Wallet-Umschichtungen, institutionelle Verwahrung oder andere Transfers können die Daten beeinflussen. Entscheidend ist deshalb, ob der sinkende Börsenbestand gleichzeitig von stabiler Nachfrage und steigenden Kursen begleitet wird.

87.000 Dollar werden für Bitcoin zur entscheidenden Hürde

Bitcoin konnte zuletzt mehrfach in Richtung 87.000 Dollar steigen, schaffte bislang aber keinen nachhaltigen Ausbruch über diesen Bereich. Analysten sehen einen nachhaltigen Anstieg über etwa 87.000 bis 87.500 Dollar als Voraussetzung dafür, dass sich die Erholung in Richtung 90.000 Dollar fortsetzen kann.

Auf der Unterseite gewinnt dagegen der Bereich zwischen rund 84.000 und 85.000 Dollar an Bedeutung. Zuletzt konnte Bitcoin diese Zone trotz mehrerer Rücksetzer verteidigen.

ETF-Abflüsse bremsen das bullische Signal

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor kommt derzeit von den US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. Nach einer starken Phase mit hohen Zuflüssen drehte der Kapitalstrom zuletzt. Farside Investors weist für den 5. Oktober Nettoabflüsse von 159,7 Millionen Dollar aus. Allein aus Fidelitys FBTC flossen 74,5 Millionen Dollar ab, während ARKB Abflüsse von 85,2 Millionen Dollar verzeichnete.

Das steht zunächst im Gegensatz zu den fallenden Binance-Beständen. Während On-Chain-Daten auf weniger verfügbare Coins auf einer der größten Börsen hinweisen, zeigt der ETF-Markt kurzfristig eine schwächere institutionelle Nachfrage. Genau dieser Gegensatz dürfte darüber entscheiden, wie nachhaltig die aktuelle Konsolidierung ist.

Für Anleger zählen jetzt vor allem zwei Marken: Solange Bitcoin den Bereich um 84.000 bis 85.000 Dollar verteidigt, bleibt die Chance auf einen erneuten Angriff auf 87.000 Dollar bestehen. Erst oberhalb von etwa 87.000 bis 87.500 Dollar würde sich das technische Bild deutlich aufhellen.

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