Zuletzt geprüft: 16.09.2026 Anbieter, Gebühren, Staking-Sätze und Netzwerkdaten wurden an diesem Tag einzeln bei den Anbietern und in der offiziellen Hyperliquid-Dokumentation überprüft.
Hyperliquid (HYPE) lässt sich in Deutschland bei fünf MiCA-regulierten Anbietern kaufen: eToro, Bitvavo, Bitpanda, Kraken und Coinbase. Bei allen fünf bekommst du echte Coins, die sich auf eine eigene Wallet übertragen lassen. Die Einzahlung ist je nach Anbieter per SEPA, Kreditkarte oder PayPal möglich.
Hyperliquid ist keine gewöhnliche Kryptowährung, sondern eine eigene Blockchain mit einer vollständig on-chain laufenden Terminbörse. HYPE ist der Token dieses Netzwerks – mit einer Besonderheit, die selten ist: Es gab keine Zuteilung an Risikokapitalgeber, keine an Börsen und keine an Market Maker. 31 Prozent gingen beim Start im November 2024 direkt an die Nutzer.
Was du vor dem Kauf wissen solltest: HYPE ist erst seit Ende 2024 am Markt und damit deutlich jünger als Bitcoin oder Ethereum. eToro führt den Token ausdrücklich als „experimentell". Und im März 2025 gab es einen Vorfall, der ernsthafte Fragen zur Dezentralisierung aufgeworfen hat – den behandeln wir weiter unten ausführlich.
Die meisten Kryptowährungen sind entweder eine Blockchain oder eine Anwendung darauf. Hyperliquid ist beides zugleich: eine eigene Layer-1-Blockchain, deren Hauptanwendung eine Terminbörse ist – und zwar eine, die vollständig in der Blockchain läuft statt auf den Servern eines Unternehmens.
Technisch besteht das Netzwerk aus zwei Teilen, die sich denselben Konsens teilen:
Enthält die Orderbücher für Perpetual Futures und Spot-Handel, vollständig on-chain und mit Finalität innerhalb eines Blocks. Die Dokumentation nennt eine Kapazität von 200.000 Orders pro Sekunde.
Kompatibel mit den gängigen Ethereum-Werkzeugen. Laut Dokumentation ausdrücklich keine separate Kette, sondern durch denselben HyperBFT-Konsens abgesichert wie HyperCore.
Der praktische Unterschied zu einer klassischen Kryptobörse: Bei Binance oder Coinbase liegt das Orderbuch in der Datenbank des Unternehmens. Bei Hyperliquid steht jede Order in der Blockchain und ist für jeden einsehbar. Das ist der Anspruch, mit dem das Projekt angetreten ist – und genau an diesem Anspruch wird es im Risikoabschnitt weiter unten gemessen.
Perpetual Futures sind Hebelprodukte für erfahrene Trader. Wenn dich das nicht interessiert, ist das kein Hinderungsgrund: Du kaufst HYPE genauso wie jede andere Kryptowährung bei einer regulierten europäischen Börse und hältst sie. Dieser Ratgeber beschreibt genau diesen Weg – nicht den Handel auf der Hyperliquid-Plattform selbst.
HYPE startete am 29. November 2024 mit einer Gesamtmenge von einer Milliarde Token. Die Verteilung ist der Punkt, der das Projekt von den meisten Neuemissionen der letzten Jahre unterscheidet.
| Empfänger | Anteil | Menge |
|---|---|---|
| Community-Airdrop | 31,0 % | 310 Mio. HYPE, sofort frei verfügbar |
| Künftige Emissionen | 38,8 % | 388 Mio. HYPE für Belohnungen |
| Kernentwickler | 23,8 % | 238 Mio. HYPE, ein Jahr gesperrt |
| Hyper Foundation | 6,0 % | 60 Mio. HYPE |
| Risikokapitalgeber | 0 % | keine Zuteilung |
Das Projekt hat ausdrücklich erklärt, dass es keine Zuteilungen an private Investoren, zentralisierte Börsen oder Market Maker gab. Bei vielen Token-Starts der Jahre 2021 bis 2024 war das Gegenteil der Fall: Frühinvestoren kauften zu Vorzugskursen, und wenn ihre Sperrfristen abliefen, geriet der Kurs unter Druck. Diesen Mechanismus gibt es bei HYPE nicht.
Dazu kommt ein zweiter Baustein. Ein Teil der Handelsgebühren fließt automatisch in den sogenannten Assistance Fund. Dieser wandelt die Gebühren in HYPE um – und laut Dokumentation wird das dort liegende HYPE verbrannt, also dauerhaft aus dem Umlauf genommen. Solange auf der Plattform gehandelt wird, verringert sich die Menge also fortlaufend.
Die Tokenomics sind ein Argument dafür, dass der Verkaufsdruck aus dem Umfeld des Projekts geringer ausfällt als bei vielen Konkurrenten. Sie sagen nichts darüber, wie sich der Kurs entwickelt. 38,8 Prozent der Gesamtmenge sind noch nicht ausgeschüttet und kommen über künftige Belohnungen nach und nach in den Umlauf – dem stehen die Verbrennungen aus dem Assistance Fund gegenüber. Wie diese beiden Kräfte sich langfristig ausgleichen, weiß heute niemand.
Bei diesen fünf Anbietern haben wir HYPE am 16.09.2026 jeweils auf der Anbieterseite selbst geprüft. Alle fünf verfügen über eine MiCA-Zulassung und liefern echte Coins.
| Anbieter | Handelsgebühr | PayPal möglich | HYPE-Staking | MiCA-Lizenz | |
|---|---|---|---|---|---|
| eToro TOP-EMPFEHLUNG |
1 % + Spread | ja, kostenlos | nein | Zypern · 6 Dienstleistungen | Weiter zum Anbieter » Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. |
| Bitvavo | ab 0,15 % | ja, 2,00 % | 0,40 % flexibel | Niederlande (AFM) | Weiter zum Anbieter » |
| Bitpanda | im Spread | ja, kostenlos | im Konto prüfen | BaFin / FMA | Weiter zum Anbieter » |
| Kraken | max. 0,40 / 0,80 % (Pro) | in der Vorschau | im Konto prüfen | Irland (CBI) | Weiter zum Anbieter » |
| Coinbase | 1,49 % · Direktkauf bis 3,99 % | ja, kostenlos | nein | Luxemburg (CSSF) | Weiter zum Anbieter » |
Die Angaben zum Staking bei Bitpanda und Kraken haben wir bewusst offengelassen: Beide Anbieter erweitern ihre Staking-Listen regelmäßig, und wir schreiben nur hin, was wir am Prüftag auf der Anbieterseite bestätigt gefunden haben. Für eToro und Coinbase liegt es dagegen fest – beide führen HYPE nicht in ihrer Staking-Übersicht.
Bei allen fünf Anbietern führt der Weg über eine Einzahlung in Euro. Welche Methode du wählst, beeinflusst sowohl die Kosten als auch die Geschwindigkeit.
| Methode | Dauer | Typische Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| SEPA-Überweisung | 1–3 Werktage | meist kostenlos | Günstigster Weg bei praktisch jedem Anbieter |
| PayPal | meist Minuten | 0 % bis 2 % | Kostenlos bei eToro, Bitpanda und Coinbase; 2 % bei Bitvavo |
| Kreditkarte | sofort | 1,5 % bis 4 % | Bequem, aber meist die teuerste Variante |
Direkt bei PayPal lässt sich HYPE nicht kaufen. PayPal betreibt zwar einen eigenen Krypto-Handel, der umfasst aber nur Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Solana, Chainlink und den hauseigenen Stablecoin PYUSD – und ist ohnehin auf Konten in den USA und US-Territorien beschränkt. In Deutschland ist PayPal ausschließlich die Zahlungsmethode, mit der du dein Guthaben bei einer Börse auflädst.
Das funktioniert bei vier der fünf Anbieter. Kostenlos ist die PayPal-Einzahlung bei eToro, Bitpanda und Coinbase; bei Bitvavo kostet sie 2,00 Prozent, während SEPA dort kostenlos ist. Auf PayPal zurück auszahlen können eToro, Bitpanda und Coinbase. Wie dieser Weg im Detail funktioniert, steht im Ratgeber Bitcoin mit PayPal kaufen – die Mechanik ist bei jedem Coin dieselbe.
Bei einem Token, der erst seit Ende 2024 existiert, zählt die Verlässlichkeit der Plattform mehr als bei Bitcoin. eToro ist seit 2007 am Markt und hat mehrere vollständige Zyklen samt der Insolvenzwelle von 2022 überstanden. Die eToro (Europe) Ltd ist über Zypern für sechs Krypto-Dienstleistungen zugelassen – die breiteste Zulassung im hier verglichenen Feld –, die Bestände deutscher Kunden liegen bei der BaFin-regulierten Tangany GmbH.
Dazu kommt der praktische Vorteil: Die Einzahlung per PayPal ist kostenlos, der Rückweg über PayPal funktioniert ebenfalls, und dasselbe Konto trägt Aktien und ETFs. Wer HYPE als kleine, spekulative Beimischung in einem breiteren Depot halten will, braucht dafür keine zweite Plattform.
Ehrlich eingeordnet: eToro kennzeichnet HYPE selbst als experimentelles Krypto-Asset und schreibt dazu, solche Werte seien „möglicherweise riskanter als andere Krypto-Assets und erfordern sorgfältige Abwägung". Das ist kein Grund, den Anbieter zu meiden – es ist ein Hinweis, den man bei der Positionsgröße ernst nehmen sollte. Achte außerdem darauf, dass der Hebel beim Kauf auf 1x steht, sonst erwirbst du ein Derivat statt echter Coins.
Bitvavo hat mit 0,15 % Maker und 0,25 % Taker die niedrigsten Handelsgebühren im Feld und ist der einzige der fünf Anbieter, bei dem wir eine HYPE-Verzinsung bestätigt gefunden haben – allerdings mit 0,40 Prozent auf sehr niedrigem Niveau, dazu mehr im Staking-Abschnitt. Die PayPal-Einzahlung kostet 2,00 Prozent, SEPA ist kostenlos.
Bitpanda erhebt seit Februar 2024 keine Ein- und Auszahlungsgebühren mehr, PayPal eingeschlossen, und zahlt auch wieder auf PayPal aus. Verdient wird über den Spread. Gerade bei einem jungen Token lohnt der Blick in die Kaufvorschau: Wie viel HYPE du für deinen Euro-Betrag bekommst, ist die einzige Zahl, die den Spread sichtbar macht.
Kraken listet HYPE mit einem direkten EUR-Paar, was den Umweg über einen Stablecoin erspart. Beaufsichtigt wird der Anbieter über die Payward Europe Solutions Limited von der irischen Zentralbank, zugelassen seit dem 25. Juni 2025. Bei einem jungen Token ist die Liquidität ein Argument: Je tiefer das Orderbuch, desto geringer der Preisabstand zwischen Kauf und Verkauf.
Tipp: Nutze die Pro-Oberfläche. Der Schnellkauf über die einfache Ansicht ist spürbar teurer, das Ergebnis ist dasselbe.
Coinbase bestätigt auf der eigenen Produktseite, dass Hyperliquid über die zentrale Handelsplattform verfügbar ist. PayPal funktioniert in beide Richtungen. Beim Kauf entscheidet allerdings der Klickweg über den Preis – und der Unterschied ist erheblich.
Spartipp: Lade das Euro-Guthaben auf und kaufe erst danach, statt im Kaufdialog direkt PayPal zu wählen. Derselbe HYPE-Bestand kostet so rund 1,5 statt bis zu 4 Prozent – bei 1.000 Euro etwa 25 Euro Unterschied.
Bei einem Token, der noch keine zwei Jahre alt ist, gehört die Frage nach der Positionsgröße an den Anfang, nicht ans Ende. Entscheide, welchen Anteil deines Portfolios du bereit bist vollständig zu verlieren – und kaufe nicht mehr. Erst danach ist die Anbieterfrage interessant.
Registrierung mit E-Mail und Passwort, anschließend die Identitätsprüfung per Video-Ident oder Ausweis-Upload. Rechne mit einer Viertelstunde. Ohne abgeschlossene Prüfung nimmt der Anbieter keine Einzahlung an.
SEPA ist überall kostenlos, braucht aber ein bis drei Werktage. PayPal ist bei eToro, Bitpanda und Coinbase ebenfalls kostenlos und in Minuten da. Achte darauf, dass der Name im Zahlungskonto mit dem im Börsenkonto übereinstimmt – abweichende Namen sind der häufigste Ablehnungsgrund.
Betrag eingeben, Vorschau prüfen, kaufen. Prüfe, dass kein Hebel eingestellt ist. Bruchteile sind überall möglich, ein ganzes HYPE musst du nicht kaufen. Bei jungen Token lohnt eine Limit-Order statt einer Market-Order, wenn der Anbieter sie anbietet – bei dünnen Orderbüchern schützt das vor einem schlechten Ausführungskurs.
Bei der Börse liegen lassen ist der bequeme Weg. Eine eigene Wallet gibt dir die volle Kontrolle, verlangt aber, dass du die Wiederherstellungswörter sicher verwahrst. Was dabei bei Hyperliquid zu beachten ist, steht weiter unten.
| Weg (Kauf über 1.000 €) | Einzahlung | Handel | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| Bitvavo, SEPA | 0 € | 0,25 % | 2,50 € |
| Kraken Pro, SEPA | 0 € | bis 0,80 % | bis 8 € |
| eToro, PayPal | 0 € | 1 % + Spread | 10 € + Spread |
| Coinbase, Guthaben | 0 € | 1,49 % | 14,90 € |
| Bitvavo, PayPal | 20,00 € | 0,25 % | 22,45 € |
| Coinbase, Direktkauf | – | bis 3,99 % | bis 39,90 € |
Bei einem jungen Token kommt zu diesen Gebühren ein Posten, der in keiner Tabelle steht: der Spread. Je dünner das Orderbuch, desto weiter liegen Kauf- und Verkaufskurs auseinander, und dieser Abstand kann die Ordergebühr übersteigen. Vergleiche deshalb nicht die Prozentsätze, sondern die Kaufvorschau – also wie viel HYPE du bei zwei Anbietern für denselben Euro-Betrag tatsächlich bekommst.
HYPE lässt sich staken – das Netzwerk arbeitet mit delegiertem Proof of Stake, du übergibst deine Token also einem Validator und bekommst einen Anteil der Belohnungen. Interessant ist der Vergleich zwischen dem, was das Netzwerk ausschüttet, und dem, was bei dir ankommt, wenn du über eine Börse stakst.
| Weg | Rendite p. a. | Verfügbarkeit | Aufwand |
|---|---|---|---|
| On-chain, eigene Wallet | rund 2,23 % | 1 Tag Sperre + 7 Tage Warteschlange | Wallet und Validatorwahl nötig |
| Bitvavo | 0,40 % | flexibel | ein Klick im Konto |
| eToro / Coinbase | nicht angeboten | – | – |
Der Abstand ist bemerkenswert: Das Netzwerk schüttet rund 2,23 Prozent aus, bei Bitvavo kommen davon 0,40 Prozent an. Der Rest bleibt beim Anbieter. Bei 5.000 Euro gestaktem Bestand sind das etwa 112 Euro im Jahr on-chain gegenüber 20 Euro über die Börse.
Das ist keine Empfehlung für den Weg über die eigene Wallet – der verlangt, dass du Wiederherstellungswörter sicher verwahrst und einen Validator auswählst, und dieses Risiko ist real. Es ist eine Information, damit du weißt, was der bequeme Weg kostet. Und es relativiert das Staking als Kaufargument insgesamt: Bei rund 2 Prozent entscheidet der Kurs über dein Ergebnis, nicht die Verzinsung.
Wer on-chain stakt, kommt nicht kurzfristig an die Token: Laut Dokumentation gilt zunächst eine Sperre von einem Tag, danach folgt eine Warteschlange von sieben Tagen, bis das Guthaben wieder im Spot-Konto erscheint. Das ist deutlich länger als die rund zwei Tage bei Solana. Bei einem volatilen Token kann eine Woche Wartezeit teuer werden – plane entsprechend, welchen Anteil du bindest.
Steuerlich gilt: Staking-Erträge sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG mit einer Freigrenze von 256 Euro im Jahr, der Verkauf der HYPE selbst fällt unter § 23 EStG und ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Die Mechanik im Detail steht im Ratgeber Ethereum mit PayPal kaufen.
Steuerliche Angaben sind allgemeine Information und ersetzen keine Steuerberatung.
Hyperliquid ist eines der wenigen Krypto-Projekte der letzten Jahre, das ohne Risikokapital und ohne Werbebudget relevant geworden ist. Das macht es interessant – und es ändert nichts daran, dass die Risiken größer sind als bei Bitcoin oder Ethereum.
Das ist der Punkt, an dem sich die Geister scheiden, und er gehört in jeden ehrlichen Ratgeber zu diesem Token.
Am 26. März 2025 nutzte ein Händler eine Schwäche in der Konstruktion aus. Er eröffnete auf Hyperliquid eine große Short-Position auf den wenig gehandelten Token JELLY und kaufte den Token gleichzeitig am Spotmarkt massiv auf. Weil die Liquidität dort gering war, schoss der Kurs nach oben. Die Short-Position wurde liquidiert und landete automatisch im HLP-Vault, dem gemeinschaftlichen Liquiditätstopf der Plattform. Dessen unrealisierter Verlust erreichte zwischenzeitlich 13,5 Millionen US-Dollar, der HYPE-Kurs fiel um rund 20 Prozent.
Dann geschah das, was die Debatte ausgelöst hat: Die Validatoren stimmten ab und nahmen JELLY vom Handel. Alle Positionen wurden zwangsweise geschlossen – nicht zum Marktkurs von etwa 0,50 US-Dollar, sondern zu einem festgesetzten Kurs von 0,0095 US-Dollar. Der Vault machte dadurch keinen Verlust. Betroffene Nutzer sollten von der Hyper Foundation entschädigt werden, ausgenommen markierte Adressen.
Eine kleine Gruppe von Validatoren konnte binnen Stunden entscheiden, einen Markt zu schließen und einen Abrechnungskurs festzusetzen, der weit vom Marktpreis entfernt lag. Kritiker – darunter der Chef einer Research-Firma – stellten öffentlich die Frage, mit welchem Recht das geschieht. Vergleiche zum Mango-Markets-Fall von 2022 wurden gezogen.
Für dich als Käufer von HYPE heißt das: Das Projekt wirbt mit Dezentralisierung, hat aber gezeigt, dass eine zentrale Eingriffsmöglichkeit besteht – und sie im Ernstfall nutzt. Man kann das pragmatisch finden, weil ein Angriff abgewehrt wurde. Man kann es auch als Widerspruch zum Versprechen des Projekts sehen. Beide Lesarten sind vertretbar; wichtig ist, dass du die Tatsache kennst, bevor du kaufst.
Nichts davon ist ein Argument gegen den Kauf – es sind Argumente für eine Positionsgröße, die einen Totalverlust verkraftet.
Seit 2025 gibt es börsengehandelte HYPE-Produkte, die sich über ein normales Wertpapierdepot kaufen lassen. Beide staken die hinterlegten Token.
| Produkt | WKN | Laufende Kosten | Fondsvolumen |
|---|---|---|---|
| Bitwise Hyperliquid Staking ETP | A4ARTJ | 0,85 % | rund 3 Mio. € |
| 21Shares Hyperliquid Staking ETP | A4APPH | 2,50 % | rund 37 Mio. € |
Direkt gekaufte HYPE sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei – privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG, unabhängig von der Höhe des Gewinns.
HYPE-ETPs unterliegen ab dem ersten Tag der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, ohne Haltefrist. Dazu kommen 0,85 beziehungsweise 2,50 Prozent laufende Kosten. Bei einem Token, bei dem die Kursentwicklung alles und die Staking-Rendite von rund 2 Prozent wenig ausmacht, wiegt die Steuerersparnis des Direktkaufs besonders schwer.
Für langfristig orientierte Anleger in Deutschland ist der Direktkauf über eine Börse damit in aller Regel die günstigere Variante. Ein ETP bleibt sinnvoll, wenn du bewusst im Depot bleiben willst und keine Wallet oder kein Börsenkonto verwalten möchtest.
HYPE existiert auf der Hyperliquid-Blockchain. Für die Selbstverwahrung brauchst du deshalb eine Wallet, die dieses Netzwerk unterstützt – gängige Ethereum-Wallets funktionieren über die HyperEVM-Ebene, weil sie mit Ethereum-Werkzeugen kompatibel ist.
Drei Punkte sind dabei wichtig:
Selbstverwahrung lohnt sich vor allem, wenn du on-chain staken willst oder größere Beträge hältst. Bei einer kleinen, spekulativen Position ist das Risiko, die Wiederherstellungswörter zu verlieren, realistisch betrachtet größer als das Risiko, dass eine MiCA-regulierte Börse ausfällt. Die MiCA-Lizenz ist dabei allerdings keine Einlagensicherung – sie regelt, wie ein Anbieter arbeiten muss, sie garantiert dein Guthaben nicht.
Stand September 2026 bei eToro, Bitvavo, Bitpanda, Kraken und Coinbase. Alle fünf sind MiCA-reguliert und liefern echte Coins, die sich auf eine eigene Wallet übertragen lassen. Kraken bietet ein direktes HYPE/EUR-Paar, bei den übrigen läuft der Kauf über die normale Kaufmaske.
Nicht direkt bei PayPal – dessen eigener Krypto-Handel umfasst nur Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Solana, Chainlink und PYUSD und gilt ausschließlich für US-Konten. Als Einzahlungsmethode bei einer Börse funktioniert PayPal aber: kostenlos bei eToro, Bitpanda und Coinbase, mit 2,00 Prozent bei Bitvavo. Auf PayPal zurück auszahlen können eToro, Bitpanda und Coinbase.
Eine eigene Layer-1-Blockchain, deren Hauptanwendung eine vollständig on-chain laufende Terminbörse ist. Sie besteht aus HyperCore mit den Orderbüchern für Perpetual Futures und Spot-Handel und aus HyperEVM für Smart Contracts. Beide werden laut Dokumentation vom selben HyperBFT-Konsens abgesichert, HyperEVM ist ausdrücklich keine separate Kette.
Nein. Beim Start am 29. November 2024 gingen 31 Prozent der Gesamtmenge von einer Milliarde Token als Airdrop an die Nutzer, 38,8 Prozent sind für künftige Emissionen reserviert, 23,8 Prozent entfielen auf Kernentwickler mit einjähriger Sperrfrist und 6 Prozent auf die Hyper Foundation. Das Projekt erklärte ausdrücklich, es gebe keine Zuteilungen an private Investoren, zentralisierte Börsen oder Market Maker.
Ja, über delegiertes Proof of Stake. On-chain liegt die Rendite bei rund 2,23 Prozent im Jahr, etwa 46 Prozent der Gesamtmenge sind gestaked. Über eine Börse kommt deutlich weniger an: Bitvavo zahlt 0,40 Prozent flexibel, eToro und Coinbase bieten HYPE-Staking nicht an. Beim On-chain-Staking gilt eine Sperre von einem Tag plus eine Warteschlange von sieben Tagen, bis die Token wieder verfügbar sind.
Am 26. März 2025 manipulierte ein Händler den wenig liquiden Token JELLY, wodurch eine liquidierte Short-Position im gemeinschaftlichen HLP-Vault landete und dessen unrealisierter Verlust auf 13,5 Millionen US-Dollar stieg. Die Validatoren stimmten ab, nahmen JELLY vom Handel und schlossen alle Positionen zu einem festgesetzten Kurs von 0,0095 statt rund 0,50 US-Dollar. Der Vault vermied dadurch den Verlust, es folgte aber eine breite Debatte darüber, wie dezentral die Plattform tatsächlich ist.
Ein Teil der Handelsgebühren fließt automatisch in den Assistance Fund, der sie in HYPE umwandelt. Laut Dokumentation wird das dort liegende HYPE verbrannt und damit dauerhaft aus dem Umlauf genommen. Dem stehen die noch ausstehenden 38,8 Prozent aus der Emissionsreserve gegenüber, die nach und nach in den Umlauf kommen.
Steuerlich ist der Direktkauf für langfristige Anleger meist günstiger: Direkt gehaltene HYPE sind nach einem Jahr steuerfrei, die beiden in Deutschland handelbaren ETPs unterliegen ab dem ersten Tag der Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Dazu kommen laufende Kosten von 0,85 Prozent beim Bitwise-Produkt und 2,50 Prozent beim 21Shares-Produkt. Ein ETP nimmt dafür Verwahrung und Staking-Verwaltung ab.
Deutlich riskanter. Der Token existiert erst seit November 2024 und hat keinen vollständigen Marktzyklus hinter sich, sein Wert hängt stark am Handelsvolumen einer einzelnen Plattform, die regulatorische Behandlung vollständig on-chain betriebener Terminbörsen ist offen, und der JELLY-Vorfall hat gezeigt, dass zentrale Eingriffe möglich sind. eToro führt HYPE deshalb als experimentelles Krypto-Asset. Das spricht für eine Positionsgröße, die einen Totalverlust verkraftet.
Wie der Kauf per PayPal bei anderen Kryptowährungen funktioniert, zeigen die Ratgeber Bitcoin mit PayPal kaufen, Ethereum mit PayPal kaufen, Solana mit PayPal kaufen, XRP mit PayPal kaufen und Litecoin mit PayPal kaufen. Anbieter breiter vergleichen kannst du im Krypto-Börsen-Vergleich, und welche Anbieter MiCA-reguliert sind, steht in unserer Übersicht zur MiCA-Regulierung.
Welche Anlageklassen neben Krypto zur Verfügung stehen, welche Konditionen im Detail gelten und welche Lernmaterialien es gibt, dokumentiert der Anbieter selbst – die Angaben finden sich auf der offiziellen Website von eToro.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Werbe- bzw. Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Konto eröffnest, erhalten wir eine Provision – für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Auf unsere Bewertung hat das keinen Einfluss. Alle Angaben wurden am 16.09.2026 geprüft; Anbieter ändern ihre Konditionen und Staking-Sätze regelmäßig, prüfe die Kosten daher vor jedem Kauf in der Kaufvorschau. Dieser Artikel ist eine Information und keine Anlage- oder Steuerberatung. Der Kauf von Kryptowährungen ist mit dem Risiko eines Totalverlusts verbunden; bei jungen Token wie HYPE ist dieses Risiko besonders ausgeprägt.