Bitcoin bei 157.000 Dollar? Was das Power-Law-Modell jetzt wirklich zeigt

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Bitcoin bei 157.000 Dollar? Was das Power-Law-Modell jetzt wirklich zeigt (Foto KI generiert)
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Bitcoin notiert am Sonntag weiter bei rund 84.800 Dollar und damit fast exakt auf dem Niveau vom 3. Oktober. Eine aktuelle CryptoQuant-Auswertung sorgt dennoch für Aufmerksamkeit: Nach den derzeitigen Parametern des sogenannten Power-Law-Modells würde Bitcoin erst bei ungefähr 157.800 Dollar eine Bewertungszone erreichen, die früher mit besonders starken “Übertreibungsphasen” verbunden war.

Das entspräche einem Anstieg von rund 86 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Entscheidend ist jedoch die Einordnung: Die 157.800 Dollar sind keine Bitcoin-Prognose und auch kein festes Kursziel. Es handelt sich um einen rechnerischen Referenzwert, der sich mit der langfristig steigenden Power-Law-Kurve weiter nach oben verschiebt.

Warum 157.800 Dollar nicht automatisch ein Bitcoin-Kursziel sind

Im Zentrum der Analyse steht ein Oszillator, der misst, wie weit sich der Bitcoin-Kurs von seiner langfristigen Power-Law-Trendlinie entfernt.

Am 3. Oktober lag dieser Wert laut CryptoQuant bei +34,5 Punkten, während Bitcoin bei rund 84.700 Dollar gehandelt wurde. Die Marke von +100 Punkten würde unter den zu diesem Zeitpunkt verwendeten Modellparametern erst bei einem BTC-Kurs von rund 157.800 Dollar erreicht.

Damit zeigt das Modell vor allem eines: Bitcoin befindet sich aktuell trotz des hohen absoluten Preisniveaus nicht in einer vergleichbaren “Übertreibungszone” wie während früherer Euphoriephasen.

Allerdings darf aus dieser Berechnung nicht abgeleitet werden, dass Bitcoin zwangsläufig auf 157.800 Dollar steigen muss. Die Regression verändert sich im Zeitverlauf. Steigt die zugrunde liegende Power-Law-Linie weiter, steigt auch der Dollarpreis, der künftig einem Oszillatorwert von +100 entsprechen würde.

Dieses Detail verändert den Blick auf frühere Bitcoin-Zyklen

Noch interessanter ist die langfristige Entwicklung des Oszillators selbst. Die Ausschläge rund um die Power-Law-Kurve haben laut der Analyse in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Ein früherer Spitzenwert von +169 Punkten im Jahr 2018 sank bis 2025 auf rund +102 Punkte.

Gleichzeitig verringerte sich die Standardabweichung der täglichen Veränderungen von 4,81 auf 2,47 Punkte. Das entspricht einem Rückgang um rund 49 Prozent. Die mögliche Interpretation: Mit zunehmender Größe und Reife des Bitcoin-Marktes werden extreme Abweichungen vom langfristigen Trend möglicherweise seltener oder weniger ausgeprägt.

Das würde auch bedeuten, dass Anleger historische Bitcoin-Zyklen nicht einfach eins zu eins auf die Zukunft übertragen sollten. Ein neuer Bullenmarkt müsste beispielsweise nicht zwangsläufig dieselben extremen Power-Law-Ausschläge erreichen wie frühere Marktphasen.

Was jetzt über Erholung oder neuen Druck entscheidet

Kurzfristig spielt die Power-Law-Marke von 157.800 Dollar für den Handel allerdings kaum eine Rolle. Bitcoin bewegt sich aktuell bei etwa 84.800 Dollar. Am 2. Oktober war BTC zwischenzeitlich bis auf rund 87.100 Dollar gestiegen, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten.

Für die unmittelbare Kursentwicklung liegen die deutlich wichtigeren Marken deshalb näher am aktuellen Preis. Marktanalysen sehen den Bereich um 82.000 Dollar als kurzfristige Unterstützung, während oberhalb von etwa 88.000 Dollar ein stärkeres technisches Ausbruchssignal entstehen könnte.

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