Bitcoin vor der 87.000-Dollar-Hürde: Was macht das Spot-Volumen?

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Bitcoin vor der 87.000-Dollar-Hürde: Was macht das Spot-Volumen? (Foto KI generiert)
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Bitcoin hat sich seit seinem Sommertief deutlich zurückgemeldet und notiert aktuell bei rund 86.400 US-Dollar. Doch ausgerechnet kurz vor der wichtigen Widerstandszone zwischen 87.000 und 87.400 Dollar zeigt sich eine Schwäche: Das Spot-Handelsvolumen steigt zwar wieder, bleibt im Vergleich zur Kursrally aber auffällig zurückhaltend.

Neue Daten von CryptoQuant zeigen, dass das Bitcoin-Spotvolumen im Juli auf eines der niedrigsten Niveaus seit dem vorherigen Bärenmarkt gefallen war. Seitdem hat sich die Aktivität auf großen Kryptobörsen zwar verbessert. Für einen nachhaltigen Angriff auf höhere Kursregionen müsste die Nachfrage nach Einschätzung des CryptoQuant-Autors Darkfost jedoch deutlich stärker zulegen.

Die Kurse steigen schneller als das Handelsvolumen

Besonders deutlich wird die vorsichtige Erholung auf Binance. Dort stieg das von CryptoQuant ausgewiesene Bitcoin-Spotvolumen von rund 42 Milliarden US-Dollar im Juli auf mehr als 50 Milliarden Dollar im September.

Auch andere große Handelsplätze verzeichneten Zuwächse. Auf Bybit legte das Volumen im gleichen Zeitraum von etwa 14 auf 19 Milliarden Dollar zu. Bei Kraken verdoppelte es sich sogar von rund vier auf acht Milliarden Dollar.

Das klingt zunächst positiv. Entscheidend ist jedoch das Tempo der Erholung. Bitcoin selbst hat seit Juli wesentlich stärker zugelegt. Allein im dritten Quartal stieg der Kurs um mehr als 40 Prozent und verbuchte damit das stärkste Quartal seit Ende 2024. Gleichzeitig blieb die Aktivität am Spotmarkt vergleichsweise verhalten.

Damit entsteht eine wichtige Diskrepanz: Der Preis zieht kräftig an, während der direkte Kauf und Verkauf von Bitcoin an den Spotbörsen nur langsam zurückkehrt.

Das ist nicht automatisch bearish. Ein Kurs kann auch bei geringerem Handelsvolumen steigen, wenn gleichzeitig nur wenige Anleger verkaufen wollen. Für einen nachhaltigen Ausbruch auf neue Hochs wäre eine breitere Nachfragebasis allerdings deutlich überzeugender.

Warum 87.000 Dollar jetzt zur entscheidenden Hürde werden

Der unmittelbare Test wartet bereits. Bitcoin bewegte sich am Montagmorgen um rund 86.400 Dollar und ist damit nur noch wenige Prozentpunkte von der Widerstandszone um 87.000 bis 87.400 Dollar entfernt. Ein vorheriger Anlauf in diesen Bereich wurde bereits abgewiesen. Aktuelle technische Daten verorten einen wichtigen Widerstand bei etwa 87.363 Dollar.

Damit treffen derzeit zwei unterschiedliche Signale aufeinander.

Auf der einen Seite hat sich das Marktumfeld seit Juli deutlich verbessert. Bitcoin hat kräftig zugelegt, und auch die Spotvolumina bewegen sich wieder nach oben. Zusätzlich ist institutionelle Nachfrage zurückgekehrt: US-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt eine Serie starker Zuflüsse, bevor diese zum Monatsende wieder nachließen. Eine neuntägige Zuflussserie brachte mehr als drei Milliarden Dollar in die Produkte.

Auf der anderen Seite fehlt bislang der deutliche Volumenschub, der einen größeren Ausbruch zusätzlich bestätigen würde.

Genau deshalb bekommt die Zone um 87.000 Dollar besonderes Gewicht. Gelingt Bitcoin ein nachhaltiger Ausbruch darüber und zieht gleichzeitig das Spotvolumen an, würde das für eine breitere Beteiligung der Käufer sprechen.

Scheitert BTC dagegen erneut an diesem Bereich, dürfte sich der Blick zunächst wieder auf die Unterstützungszone um etwa 84.000 bis 85.000 Dollar richten. Darunter gewinnt der Bereich um 82.000 bis 83.000 Dollar an Bedeutung.

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