Das Interoperabilitätsprojekt Charms meldet einen wichtigen Schritt, es hat nach eigenen Angaben die Cardano Integration abgeschlossen und damit neben Bitcoin nun auch die UTXO Blockchain Cardano an sein Protokoll angebunden. In einem Thread zeigt das Team mehrere Demo Transaktionen, bei denen Vermögenswerte in beide Richtungen zwischen den Netzwerken bewegt wurden. Im Zentrum steht dabei das sogenannte Beaming, also das Übertragen oder Abbilden von Assets über verschiedene Blockchains hinweg.
Demo Transaktionen: Assets wandern zwischen Bitcoin und Cardano
Charms beschreibt erste Tests, die den Zwei Wege Ansatz belegen sollen. Demnach wurde am 30. Januar 2026 ein BRO Token von Bitcoin zu Cardano übertragen, wo er als Cardano Native Token angekommen sein soll.
In die andere Richtung habe das Team am 28. Februar 2026 unter anderem 4 ADA, 1000 SNEK und 10 USDM von Cardano auf Bitcoin gebeamt. Wichtig dabei, diese Werte erscheinen auf Bitcoin laut Charms nicht als echte Original Assets, sondern als Repräsentationen beziehungsweise Wrapper, also im Prinzip wie bei klassischen Bridges.
Warum BTC Richtung Cardano der entscheidende Test ist
Besonders spannend ist für Charms die Frage, wie sich Bitcoin in Richtung Cardano bewegen lässt. Natives BTC sei laut Projekt kein Charm und müsse deshalb zunächst in eine passende Form gebracht werden. Dafür habe das Team einen einfachen Charms Contract auf Bitcoin gebaut, um anschließend eBTC nach Cardano zu senden. Genau dieser Schritt gilt im Thread als Härtetest, weil hier die neu aktivierte Zwei Wege Kommunikation praktisch zeigen soll, dass sie nicht nur in der Theorie funktioniert.
Technik dahinter: Scrolls statt klassischer Smart Contracts
Charms begründet den technischen Ansatz damit, dass Cardano Smart Contracts für aktuelle zkVM Protokolle wie Charms nicht direkt ausreichen und Bitcoin ohnehin keine klassischen Smart Contracts im bekannten Sinn bietet. Als Lösung nennt das Team Scrolls. Darüber sollen Charms Dapps auf beiden Netzwerken möglich werden, obwohl Bitcoin und Cardano unterschiedliche technische Grenzen haben. Ein Dokument mit den Demo Transaktionen ist laut Charms verlinkt.
Unterm Strich klingt der Vorstoß interessant, weil Interoperabilität zwischen UTXO basierten Chains als besonders knifflig gilt. Gleichzeitig befindet sich das Projekt noch in einer frühen Phase, viele Angaben stammen bisher direkt vom Team. Entscheidend dürften unabhängige Prüfungen, mehr Entwickler, die das System tatsächlich nutzen, und nachvollziehbare Sicherheitsnachweise sein, bevor aus den Demos ein produktiv relevantes Modell wird.
Zusätzliche Diskussionen gab es auf X zur Frage, ob der Ansatz ohne zentrale Indexer auskommt. Charms meint, einzelne Nutzer könnten auf Bitcoin veröffentlichte Proofs lokal verifizieren, sodass Token Bewegungen nicht zwingend von zentralen Diensten abhängen müssten. Ob das in der Praxis trägt, wird sich erst mit mehr technischer Offenlegung zeigen.