Die Erholung bei amerikanischen Bitcoin-ETFs geht in die zweite Runde. Nach dem überraschenden Kapitalzufluss von 526,7 Millionen Dollar am Montag flossen auch am Dienstag weitere 23,2 Millionen Dollar in die Fonds. Damit summieren sich die Nettozuflüsse innerhalb von nur zwei Handelstagen auf 549,9 Millionen Dollar. Besonders erfreulich: Neben BlackRock verzeichnet nun auch Fidelity wieder positive Kapitalströme.
Das Wichtigste in Kürze
- ETF-Erholung setzt sich fort: Amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnen am 20. Oktober weitere 23,2 Millionen Dollar Nettozuflüsse.
- BlackRock bleibt vorne: IBIT gewinnt 29,9 Millionen Dollar, Fidelitys FBTC weitere 3,6 Millionen Dollar. Bitwise verliert dagegen 10,3 Millionen Dollar.
- Fast 550 Millionen Dollar in zwei Tagen: Nach den hohen Abflüssen der Vorwochen zeigt sich wieder Kaufinteresse, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik.
Doch die Zahlen zeigen zugleich, dass die institutionelle Nachfrage noch längst nicht auf breiter Basis zurückgekehrt ist.
Bitcoin-ETFs drehen ins Plus: BlackRock bleibt wichtigster Käufermagnet
Laut Farside Investors verzeichnete BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) am 20. Oktober Nettozuflüsse von 29,9 Millionen Dollar. Fidelitys FBTC gewann weitere 3,6 Millionen Dollar hinzu.
Dem standen Abflüsse von 10,3 Millionen Dollar beim Bitwise Bitcoin ETF (BITB) gegenüber. Die übrigen erfassten Fonds meldeten keine Nettoveränderung.
Damit ergibt sich der positive Tageswert von 23,2 Millionen Dollar. Im Vergleich zum Montag fällt das Plus allerdings deutlich kleiner aus: Damals hatte BlackRock allein 665,2 Millionen Dollar eingesammelt.
Dass die ETFs dennoch zum zweiten Mal hintereinander Kapital anziehen, ist nach den jüngsten Abflusswochen ein konstruktives Zeichen.
550 Millionen Dollar in 48 Stunden: Ist die Trendwende geschafft?
Der Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, warum die Erholung wichtig ist. In den zwei vorherigen Handelswochen verloren Bitcoin-Spot-ETFs zusammen rund 909 Millionen Dollar.
Die jüngsten Nettozuflüsse von 549,9 Millionen Dollar gleichen davon rechnerisch bereits etwa 60 Prozent aus.
Das ist eine deutliche Verbesserung, aber noch keine vollständige Aufholung. Auch die Zusammensetzung der Kapitalströme verdient Aufmerksamkeit. Während BlackRock an beiden Tagen Geld anzog, kam die Nachfrage am Dienstag zusätzlich von Fidelity. Gleichzeitig gab es weiterhin Abflüsse bei Bitwise.
Für eine nachhaltige Trendwende wäre es günstiger, wenn mehrere große Anbieter regelmäßig Nettozuflüsse melden und die positiven Tage nicht von einzelnen außergewöhnlichen Transaktionen abhängen.
Was die ETF-Zuflüsse jetzt für Bitcoin bedeuten
Für Bitcoin liefern die aktuellen Zahlen wieder Rückenwind. Der Kurs bewegt sich nach den jüngsten Schwankungen weiterhin im Bereich von rund 82.000 bis 83.000 Dollar.
Allerdings lassen sich die ETF-Zuflüsse nicht unmittelbar in gleich hohe zusätzliche Käufe am gesamten Spotmarkt übersetzen. Entscheidend bleibt, wie die Kapitalströme über mehrere Handelstage wirken.
Technisch wäre eine Rückeroberung von 84.000 bis 85.000 Dollar ein Hinweis darauf, dass auch der Kurs von der verbesserten Nachfrage profitiert.
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