Schweiz genehmigt erstmals Bitcoin-Spot-ETF – Handelsstart bereits im November geplant

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Schweiz genehmigt erstmals Bitcoin-Spot-ETF – Handelsstart bereits im November geplant (Foto KI generiert)
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Die Schweiz öffnet ein neues Kapitel für Bitcoin-Investments. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat erstmals einen Bitcoin-Spot-ETF nach Schweizer Recht zugelassen, der auch Privatanlegern offenstehen soll. Noch im November könnte das Produkt an der Schweizer Börse SIX handelbar werden. Damit schafft ein weiterer bedeutender europäischer Finanzplatz einen regulierten Zugang zu Bitcoin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Historische Zulassung: Die Schweizer Finanzaufsicht FINMA genehmigt erstmals einen direkt in Bitcoin investierenden ETF nach Schweizer Recht.
  • Handelsstart geplant: Der Bitcoin Fund ETF von BIT Asset Management trägt das Kürzel BBIT und soll im November an der SIX Swiss Exchange starten.
  • Auch für Privatanleger: Anders als frühere Schweizer Kryptofonds richtet sich das neue Produkt nicht ausschließlich an qualifizierte Investoren.

FINMA genehmigt Bitcoin-ETF: Was jetzt anders ist

Die Zulassung wurde am 20. Oktober offiziell bekannt gegeben. Hinter dem Fonds steht die Zürcher BIT Asset Management AG. Ihr Bitcoin Fund ETF mit dem Börsenkürzel BBIT soll Bitcoin direkt halten und dessen Kursentwicklung abbilden.

Der entscheidende Unterschied zu vielen bereits verfügbaren europäischen Bitcoin-Produkten liegt in der rechtlichen Struktur. Während zahlreiche börsengehandelte Kryptoprodukte als Schuldverschreibungen ausgestaltet sind, handelt es sich bei BBIT um einen Schweizer Anlagefonds.

Das Fondsvermögen wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt. Damit unterscheidet sich das Produkt insbesondere hinsichtlich des Emittentenrisikos von klassischen Krypto-ETPs.

Bereits 2021 hatte die FINMA einen Kryptofonds für qualifizierte Anleger zugelassen. Ein direkt in Bitcoin investierender Schweizer Publikums-ETF ist jedoch neu.

Warum die Schweiz damit ein wichtiges Signal sendet

Die FINMA bestätigt, dass weitere Anbieter bereits Anträge für Bitcoin-ETFs eingereicht oder angekündigt haben. Damit könnte die aktuelle Zulassung den Wettbewerb um regulierte Bitcoin-Anlageprodukte verstärken.

Für Anleger wird der Zugang einfacher: Statt selbst Bitcoin-Wallets und private Schlüssel verwalten zu müssen, können sie über ein gewöhnliches Wertpapierdepot investieren. Besondere Bedeutung hat zudem die Regulierung. Die FINMA verlangt Maßnahmen gegen Verwahrungs- und Betriebsrisiken sowie klare Informationen über mögliche Verluste.

Wegen der Konzentration auf Bitcoin genehmigte die Aufsicht außerdem eine Ausnahme von den üblichen Risikoverteilungsvorschriften.

Was der neue Bitcoin-ETF für den Kurs bedeuten könnte

Für Bitcoin ist die Entscheidung langfristig ein positives Signal. Ein weiterer regulierter Vertriebskanal könnte zusätzliche Anleger erreichen und die institutionelle Akzeptanz stärken.

Kurzfristig garantiert die Zulassung jedoch keine steigenden Kurse. Entscheidend wird, wie viel Kapital nach dem geplanten Handelsstart tatsächlich in BBIT fließt. Auch der Starttermin im November ist bislang eine Ankündigung des Anbieters, kein bereits erfolgter Börsenstart.

Die Schweiz hat mit der ersten Zulassung eine wichtige regulatorische Hürde beseitigt. Ob daraus auch neue Bitcoin-Nachfrage entsteht, werden die Zuflüsse nach dem Handelsbeginn zeigen.

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