Cardano steht kurz vor dem nächsten wichtigen Netzwerk-Upgrade. Die Governance-Aktion für den van-Rossem-Hard-Fork wurde auf dem Mainnet eingereicht und bringt Protocol Version 11 in die entscheidende Prüfphase. Für ADA-Anleger zählt jetzt vor allem die Frist: Wird die Aktion rechtzeitig ratifiziert, könnte der Hard Fork bereits Ende Juni aktiviert werden.
Der Schritt ist kein kompletter Epochenwechsel, aber er ist deutlich mehr als ein Routine-Update. Der van-Rossem-Hard-Fork soll neue Funktionen einführen und gleichzeitig die Grundlage für Cardanos nächste große Entwicklungsphase legen: die Dijkstra-Ära. Dort soll später Leios vorbereitet werden, ein Skalierungsansatz, der Cardano deutlich mehr Durchsatz ermöglichen soll.
Warum dieses Upgrade für Cardano jetzt so wichtig wird
Intersect bestätigte, dass die Hard-Fork-Initiierungsaktion auf dem Cardano-Mainnet eingereicht wurde. Zuvor liefen Tests und Vorbereitungen auf den Preview- und Preprod-Netzwerken. Dort wurde geprüft, ob die Infrastruktur bereit ist und ob die Änderungen sauber durch das Ökosystem getragen werden können.
Bei dem Vorschlag handelt es sich um eine Hard-Fork-Aktion für Protocol Version 11. Der Name des Upgrades lautet „van Rossem“. Eingereicht wurde die Aktion am 16. Juni während Epoch 637.
Wichtig ist dabei: Cardano wechselt mit diesem Schritt nicht in eine neue Ära. Es handelt sich um einen sogenannten intra-era Hard Fork. Das bedeutet, dass Verbesserungen eingebaut werden können, während das Netzwerk formal in der aktuellen Ära bleibt. Für Wallets, Börsen, Stake-Pool-Betreiber und dezentrale Anwendungen reduziert das den operativen Druck.
Genau hier liegt der eigentliche Punkt für den Markt. Je reibungsloser dieser Prozess läuft, desto stärker kann Cardano zeigen, dass seine On-Chain-Governance nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch bei echten Netzwerkentscheidungen belastbar ist.
Dijkstra und Leios: Cardano bereitet den nächsten Skalierungsschritt vor
Der van-Rossem-Hard-Fork ist vor allem ein vorbereitender Schritt. Er soll Cardano näher an die Dijkstra-Ära bringen. Diese Phase gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg zu Leios, einem Skalierungsdesign, das langfristig höhere Transaktionskapazität ermöglichen soll.
Vor dem Mainnet-Schritt lag der Fokus unter anderem auf dem Plutus Cost Model und der allgemeinen Hard-Fork-Bereitschaft. Das Preview-Netzwerk wechselte bereits im Mai auf Protocol Version 11, später folgte Preprod nach eigenen Governance-Schritten.
Auch auf dem Mainnet wurde zuvor ein Update des Plutus Cost Model eingereicht und ratifiziert. Die Umsetzung war für den 18. Juni um 21:45 Uhr UTC vorgesehen. Damit wurde ein wichtiger Teil der Vorbereitung vor dem eigentlichen Hard Fork bereits in Bewegung gesetzt.
Für Entwickler und Anwendungen ist das relevant, weil Plutus eine zentrale Rolle für Smart Contracts auf Cardano spielt. Verbesserungen bei Performance, Ledger-Konsistenz und Node-Sicherheit können die Grundlage dafür schaffen, dass spätere Skalierungsphasen stabiler umgesetzt werden.
Diese Frist entscheidet jetzt über den nächsten Schritt
Die nächste entscheidende Hürde ist die Ratifizierung der Hard-Fork-Initiierungsaktion. Mögliche Ratifizierungstermine liegen am 23. und 28. Juni sowie am 3./8./13. und 18. Juli. Druck kommt allein durch das Ablaufdatum der Governance-Aktion.
Sie verfällt am 18. Juli. Damit bleibt den Delegated Representatives, Stake-Pool-Betreibern und dem Constitutional Committee nur ein begrenztes Zeitfenster, um den Prozess abzuschließen.
Der Name des Hard Forks erinnert an Max van Rossem, ein Mitglied der Cardano-Community, das im Oktober 2025 verstorben ist. Van Rossem war Entwickler, Stake-Pool-Betreiber, DRep, Delegierter beim Constitutional Convention und aktiver Builder im Ökosystem. Die Benennung erhielt laut Intersect breite Unterstützung: 83,62 Prozent der DReps stimmten dafür, unterstützt von 4,44 Milliarden ADA.
Damit wird Protocol Version 11 nicht nur ein technisches Upgrade, sondern auch ein Governance-Signal. Cardano muss jetzt zeigen, dass sein dezentrales Entscheidungsmodell unter Zeitdruck funktioniert.
Hält der Prozess, rückt Dijkstra näher. Scheitert die Frist, wäre das ein neues Warnsignal für ein Ökosystem, das gerade beweisen will, dass seine Governance reif für die nächsten großen Skalierungsschritte ist.
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