Cardano steht weiter unter Druck. ADA notiert nahe 0,265 US-Dollar und verliert erneut an Boden, während das Handelsvolumen steigt. Genau das macht die Lage jetzt heikel: Der Markt zeigt mehr Aktivität, aber bislang nutzen vor allem Verkäufer diese Bewegung. Die Zone um 0,26 US-Dollar wird damit zur entscheidenden Linie für Cardano.
Während viele kleinere Anleger offenbar weiter verkaufen, passiert bei großen Wallets das Gegenteil. On-Chain-Daten von Santiment zeigen, dass Wallets mit mindestens einer Million ADA ihre Bestände massiv ausgebaut haben. Erstmals halten diese großen Adressen zusammen mehr als 25 Milliarden ADA.
🤑 Cardano’s key stakeholders have slowly but surely accumulated, consistently adding more and more of the existing supply to their bags, dating back to December, 2023.
— Santiment Intelligence (@SantimentData) May 13, 2026
🐳 Wallets with at least 1M tokens now hold 25.09B $ADA, which translates to 67.47% of the current existing… pic.twitter.com/knuSbfYtaE
Das ist ein auffälliger Gegensatz: Der Kurs wirkt schwach, doch große Halter sammeln weiter ein. Für Anleger entsteht damit ein klarer Konflikt. Ist der aktuelle Druck nur eine späte Bereinigung vor einer Erholung, oder unterschätzen die Wale die kurzfristige Schwäche im Markt?
Warum die Whale-Käufe jetzt auffallen
Die großen Cardano-Wallets kontrollieren laut den genannten Daten inzwischen rund 67,47 Prozent des umlaufenden ADA-Angebots. Das wäre die höchste Konzentration seit Juli 2020. Besonders brisant ist der Zeitpunkt: Diese Akkumulation findet nicht in einer starken Aufwärtsphase statt, sondern während ADA nahe mehrjähriger Tiefbereiche handelt.
Solches Verhalten wird am Markt oft als langfristiges Vertrauenssignal gelesen. Große Halter kaufen in schwachen Phasen häufig dann, wenn sie den aktuellen Preis für attraktiv halten oder mit einer späteren Erholung rechnen. Entscheidend ist aber: Whale-Käufe allein drehen keinen Kurs, solange der kurzfristige Verkaufsdruck stärker bleibt.
Genau hier liegt das Risiko. Wenn Privatanleger weiter aussteigen und der Gesamtmarkt schwach bleibt, kann selbst starke Akkumulation den Kurs zunächst nicht stabilisieren. Für ADA zählt deshalb weniger, was große Wallets langfristig tun, sondern ob Käufer jetzt die wichtige Unterstützung verteidigen können.
Die 0,26-Dollar-Zone wird zur kritischen Linie
Technisch bleibt Cardano angeschlagen. Der Kurs konnte die jüngste Erholung in Richtung 0,29 US-Dollar nicht halten und wurde dort wieder abgewiesen. Das zeigt: Verkäufer nutzen Erholungen weiterhin, um Druck aufzubauen.
Die Momentum-Signale wirken ebenfalls fragil. Der MACD hat ins Bearishe gedreht, während der RSI nachgegeben hat. Zwar gibt es erste Hinweise auf eine mögliche Gegenbewegung, doch dafür muss ADA über der Zone um 0,26 US-Dollar bleiben.
Fällt diese Marke, droht der nächste Test tieferer Bereiche. Dann rücken zunächst 0,24 US-Dollar und anschließend etwa 0,234 US-Dollar in den Fokus. Ein Bruch der 0,26-Dollar-Zone wäre deshalb mehr als nur ein kleiner Rücksetzer. Er würde zeigen, dass die Verkäufer trotz Whale-Akkumulation kurzfristig weiter die Kontrolle behalten.
Erholung bleibt möglich, aber nur unter einer Bedingung
Die bullische Hoffnung ist nicht komplett vom Tisch. Solange Cardano die Unterstützung bei 0,26 US-Dollar verteidigt, bleibt eine technische Erholung möglich. In diesem Fall könnte ADA erneut versuchen, die Zone um 0,29 US-Dollar zurückzuerobern.
Doch genau dort wartet die nächste Prüfung. Erst wenn Käufer diese Hürde nachhaltig überwinden, würde sich das Bild deutlich verbessern. Bis dahin bleibt die Lage angespannt: Große Wallets kaufen, der Kurs fällt, und der Markt muss erst beweisen, dass diese Akkumulation mehr ist als nur ein langfristiges Signal ohne kurzfristige Wirkung.
Für Anleger zählt jetzt eine klare Linie. Hält ADA 0,26 US-Dollar, lebt die Chance auf eine Erholung. Bricht diese Zone, droht aus der Schwäche ein echter Abverkauf zu werden.
>> In ADA investieren? So gehts: Cardano kaufen <<