Bitcoin könnte bis 2030 auf 400.000 Dollar steigen – zumindest hält Coinbase-Chef Brian Armstrong dieses Szenario weiterhin für möglich. Trotz der heftigen Schwankungen der vergangenen Monate nimmt der CEO der größten US-Kryptobörse seine langfristige Einschätzung nicht zurück. Entscheidend ist für ihn vor allem die Frage, ob Bitcoin seinem historischen Zyklus erneut folgt.
Der aktuelle Kurs zeigt allerdings, wie ambitioniert diese Marke bleibt. Bitcoin handelt am 27. September bei rund 84.000 bis 85.000 Dollar. Für einen Anstieg auf 400.000 Dollar müsste sich der Kurs von diesem Niveau aus fast verfünffachen.
Warum Armstrong trotz des Rückschlags an 400.000 Dollar festhält
Im Gespräch mit „Money Rehab“ wurde Armstrong direkt gefragt, ob er weiterhin zu seiner früher genannten Marke von 400.000 Dollar bis 2030 stehe. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Ja. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es sich um ein hypothetisches Szenario und keineswegs um eine Garantie handelt.
Seine Argumentation basiert vor allem auf den historischen Bitcoin-Zyklen. Durch das Halving wird die Menge neu erzeugter Bitcoin ungefähr alle vier Jahre halbiert. In der Vergangenheit folgten auf diese Ereignisse wiederholt starke Aufwärtsphasen, auf die wiederum längere Korrekturen folgten.
Sollte sich dieses Muster erneut wiederholen, sieht Armstrong einen möglichen Weg zu ungefähr dem Dreifachen des bisherigen Bitcoin-Rekords bis 2030. Das bisherige Allzeithoch liegt bei mehr als 126.000 Dollar und wurde im Oktober 2025 erreicht. Eine Verdreifachung würde Bitcoin bereits in die Nähe der von Armstrong genannten Größenordnung bringen.
Coinbase CEO Stands by His $400K Bitcoin Prediction for 2030
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) September 27, 2026
Coinbase CEO Brian Armstrong @brian_armstrong
said in a September 19 interview with MoneyRehabPodcast that he still stands by his previous prediction that Bitcoin could reach $400,000 by 2030.Armstrong said Bitcoin… pic.twitter.com/qIZnHsDtV9
Armstrong warnt jedoch selbst davor, die Vergangenheit einfach fortzuschreiben. Niemand könne die Entwicklung von Bitcoin zuverlässig vorhersagen. Seine 400.000 Dollar sind deshalb weniger als konkretes Kursziel zu verstehen als ein bullisches Szenario für den Fall, dass sich die langfristigen Zyklen fortsetzen.
Bitcoin müsste vom aktuellen Niveau noch rund 375 Prozent steigen
Die Dimension der Prognose wird beim Blick auf den aktuellen Kurs deutlich. Bei rund 84.500 Dollar fehlen Bitcoin noch etwa 315.500 Dollar bis zur Marke von 400.000 Dollar. Das entspricht einem weiteren Anstieg von ungefähr 375 Prozent beziehungsweise einem Kurs von rund dem 4,7-Fachen des heutigen Niveaus.
Kurzfristig hat sich die Lage zuletzt allerdings deutlich verbessert. Bitcoin erreichte in der vergangenen Woche zeitweise mehr als 87.000 Dollar und damit den höchsten Stand seit rund acht Monaten. Allein im dritten Quartal liegt BTC aktuell mehr als 40 Prozent im Plus.
Unterstützung kommt zudem von institutioneller Seite. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt laut aktuellen Marktdaten Zuflüsse von rund 2,4 Milliarden Dollar innerhalb einer Woche – der stärkste Wochenwert des bisherigen Jahres 2026.
Das reicht allerdings noch lange nicht, um Armstrongs langfristiges Szenario zu bestätigen. Auf dem Weg zu 400.000 Dollar müsste Bitcoin nicht nur sein bisheriges Allzeithoch zurückerobern, sondern dieses anschließend noch deutlich übertreffen.
Diese Marken entscheiden zunächst über die Bitcoin-Erholung
Für Anleger ist deshalb zunächst die kurzfristige Kursstruktur wichtiger als die spektakuläre 400.000-Dollar-Marke. Bitcoin konsolidiert aktuell um 84.000 Dollar, nachdem der Kurs zuvor bis auf rund 87.360 Dollar gestiegen war.
Die Zone zwischen etwa 83.800 und 84.000 Dollar fungiert derzeit als kurzfristige Unterstützung. Hält dieser Bereich, bleiben zunächst 85.000 bis 85.800 Dollar und anschließend das jüngste Hoch zwischen 87.200 und 87.400 Dollar die entscheidenden Widerstände. Ein Ausbruch darüber könnte den Bereich um 90.000 Dollar wieder in den Fokus rücken.
Fällt Bitcoin dagegen nachhaltig unter die aktuelle Unterstützungszone, würde das Risiko eines Rücksetzers in Richtung 81.000 Dollar zunehmen. Armstrongs langfristiges Szenario wäre dadurch zwar nicht automatisch widerlegt, kurzfristig würde sich die Erholung jedoch abschwächen.
Die 400.000 Dollar bleiben damit ein äußerst ambitioniertes Langfrist-Szenario. Bevor diese Marke überhaupt relevant wird, muss Bitcoin zunächst die Zone um 87.000 Dollar überwinden und später sein Rekordhoch oberhalb von 126.000 Dollar zurückerobern. Genau dort würde sich zeigen, ob aus Armstrongs Zyklus-These tatsächlich mehr als eine optimistische Rechnung werden kann.
Jetzt einsteigen?
Bitcoin kaufen | Bitcoin mit PayPal kaufen | Bitcoin Sparplan einrichten