ADA bricht aus dem Abwärtskanal aus, Grayscale beantragt einen Spot-ETF und Leios verspricht 500 TPS. Was bei Cardano gerade wirklich passiert.
ADA steigt wieder. Und diesmal gibt es echte Gründe dafür.
Wer Cardano kennt, kennt das Muster. Der Kurs steigt kurz, dann fällt er wieder. Außerdem bleibt die Kritik dieselbe: zu langsam, zu wenig DeFi, zu akademisch. Doch diese Woche ist etwas anders. Denn es passieren gleich mehrere Dinge auf einmal — im Chart, in der Technik und bei den Behörden.
Die wichtigsten News der Woche
Der Kurs bricht aus
ADA kostet aktuell rund 0,2775 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Wochen. Seit Februar hat der Kurs immer wieder an einer Widerstandslinie gekratzt — und ist jedes Mal daran gescheitert. Diese Woche jedoch hat er sie geknackt.
Zusätzlich kommt ein weiteres positives Signal. Große Wallets kaufen. Am 8. Mai erreichte die Zahl der Adressen mit mehr als 10 Millionen ADA ein Vier-Monats-Hoch. Wenn große Investoren kaufen, ist das in der Regel kein schlechtes Zeichen.
Grayscale will einen Cardano-ETF
Das ist die größte News der Woche. Grayscale hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag für einen Spot-ETF gestellt. Die Frist für eine Entscheidung ist dabei der 23. Oktober 2026.
Wie läuft das konkret ab? Die CME hat im Februar Cardano-Futures gestartet. Deshalb kann Grayscale nach sechs Monaten — also ab dem 9. August — den offiziellen Antrag einreichen. Danach hat die SEC 75 Tage Zeit zur Prüfung.
Wer sich außerdem erinnert, was der Bitcoin-ETF Anfang 2024 ausgelöst hat, weiß: Das kann sehr viel bewegen.
Technik-Upgrade kommt
Am 8. Mai startete ein wichtiges Test-Update. Es heißt Van-Rossem-Hard-Fork und bringt das Protokoll auf Version 11. Dadurch verbessern sich die Smart Contracts deutlich.
Noch wichtiger ist jedoch das Leios-Testnetz, das im Juni startet. Aktuell schafft Cardano rund 10 Transaktionen pro Sekunde. Mit Leios sollen es hingegen bis zu 500 werden. Das wäre das 50-fache. Genau das hat Kritiker bisher gestört — Cardano ist zu langsam. Dieses Upgrade soll das endlich ändern.
Zudem sind seit dem 7. Mai alle Cardano-Daten auf der Plattform Dune verfügbar. Transaktionen, Staking, Smart Contracts — alles öffentlich einsehbar. Das macht Cardano dadurch transparenter für Analysten und Investoren.
Was das für Cardano bedeutet
Trotzdem gibt es weiterhin Gegenwind. Flare-CEO Hugo Philion hat diese Woche provoziert. Er sagte, sein Netzwerk — gestartet erst 2023 — habe Cardano beim DeFi-Volumen bereits überholt. Dabei hat Cardano sechs Jahre Vorsprung.
Charles Hoskinson hat daraufhin öffentlich geantwortet. Er wies den Vorwurf zurück, Cardano habe die Skalierung vernachlässigt. Stattdessen verwies er auf jahrelange parallele Forschung — an Leios, an Zero-Knowledge-Technologie und an neuen Protokollen.
Die Debatte zeigt dennoch das grundlegende Problem. Cardano ist gründlich. Aber gründlich bedeutet oft auch langsam. Und der Markt wartet bekanntlich nicht gerne.
Was als nächstes kommt
Insgesamt sind jetzt drei Dinge entscheidend:
Juni 2026 — Das Leios-Testnetz startet. Hält das Versprechen von 500 TPS?
9. August 2026 — Grayscale kann dann den ETF-Antrag einreichen. Die regulatorische Uhr läuft ab diesem Moment.
0,30 US-Dollar — Diese Marke hat ADA in diesem Jahr viermal nicht geknackt. Schafft er es diesmal? Analysten sehen bis Ende Mai jedenfalls ein Ziel von 0,312 US-Dollar — ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber heute.
Cardano ist daher nichts für ungeduldige Anleger. Wer jedoch langfristig denkt, hat gerade konkrete Gründe, genauer hinzuschauen.