Bitcoin-Treasury-Deal mit Adam Back wackelt – 30.021 BTC unsicher

Bitcoin-Treasury-Deal mit Adam Back wackelt - 30.021 BTC unsicher
Bitcoin-Treasury-Deal mit Adam Back wackelt – 30.021 BTC unsicher (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Der geplante große Bitcoin-Treasury-Deal rund um Adam Back ist vorerst ins Stocken geraten. Cantor Equity Partners I und BSTR haben mitgeteilt, dass sie die Transaktion nicht zu den ursprünglich im Juli 2025 vereinbarten Bedingungen abschließen werden. Damit fällt genau die Finanzierungsstruktur weg, auf der der geplante Start mit 30.021 BTC beruhte.

Der ursprüngliche Plan ist vorerst gescheitert

Laut einer am 8. Juli veröffentlichten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC verhandeln Cantor Equity Partners I und BSTR derzeit über eine neue Struktur und geänderte Konditionen für den geplanten Unternehmenszusammenschluss. Klar ist bereits: Der Deal wird nicht in seiner bisherigen Form umgesetzt.

Besonders wichtig ist dabei, dass auch die mit der Transaktion verbundenen privaten Finanzierungszusagen unter den alten Bedingungen nicht mehr abgeschlossen werden müssen. Genau diese Bausteine waren jedoch entscheidend, um das Projekt in der ursprünglich angekündigten Größenordnung zu starten.

Zusätzlich wurde die für den 10. Juli geplante Aktionärsabstimmung auf unbestimmte Zeit verschoben. Aktien, die bereits zur Rückgabe im Rahmen möglicher Rücknahmen eingereicht wurden, sollen an die Anleger zurückgehen und vorerst nicht eingelöst werden.

Offiziell heißt es, die neue Struktur solle die aktuellen Marktbedingungen besser widerspiegeln. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Investoren heute andere Anforderungen stellen als noch bei der ursprünglichen Planung.

Warum dieser Rückschlag für BSTR so wichtig ist

Der Reiz von BSTR lag bisher vor allem in seiner Größe. Nach den früheren Angaben sollte das Unternehmen mit 30.021 Bitcoin an den Start gehen. Diese Summe setzte sich aus mehreren Teilen zusammen: 25.000 BTC von den Gründungsaktionären, 4.156,11 BTC aus einem Bitcoin-Equity-PIPE und weitere 865 BTC aus einem zusätzlichen Equity-PIPE.

Dazu kamen laut den eingereichten Unterlagen noch umfangreiche Fiat-Finanzierungen, darunter bis zu 1,5 Milliarden Dollar an PIPE-Kapital sowie bis zu rund 200 Millionen Dollar aus Cantor Equity Partners I, abhängig von möglichen Rücknahmen durch SPAC-Aktionäre.

Das war mehr als nur eine Holding mit Bitcoin-Bestand. Das Modell sollte zeigen, dass sich Börsenzugang, institutionelle Finanzierung, Bitcoin-Einlagen und öffentliche Aktionäre in einer einzigen Treasury-Struktur kombinieren lassen.

Genau deshalb ist der jetzige Neustart so bedeutend: Es geht nicht nur darum, ob BSTR irgendwann an die Börse kommt. Entscheidend ist, ob Investoren bereit sind, ein solches Bitcoin-Treasury-Vehikel unter heute realistischen Bedingungen überhaupt noch zu finanzieren.

Damit verschiebt sich der Fokus. Vorher stand die Frage im Raum, wie sich die Aktie nach dem Listing entwickeln würde. Jetzt geht es zunächst darum, ob genug Kapital zu tragfähigen Konditionen zusammenkommt, damit der Start überhaupt möglich ist.

Die nächsten Unterlagen werden zum Stimmungstest für den Markt

BSTR und Cantor verhandeln weiter, doch die ursprünglichen Bedingungen sind vom Tisch. Sollten sich beide Seiten auf eine neue Vereinbarung einigen, werden voraussichtlich weitere SEC-Unterlagen folgen. Diese dürften zeigen, wie viel vom alten Deal noch übrig ist und zu welchem Preis Investoren nun bereit sind einzusteigen.

Besonders genau wird der Markt darauf achten, ob die neue Struktur die geplante Bitcoin-Größe halten kann, wie hoch die Kapitalkosten ausfallen und ob neue Aktionäre stärkere Verwässerung in Kauf nehmen müssen. Selbst wenn der Deal am Ende zustande kommt, können niedrigere Bewertungen, höhere Renditeforderungen oder geringere Bitcoin-Zusagen die gesamte Wirtschaftlichkeit verändern.

Der Fall BSTR ist damit längst mehr als ein Einzelereignis. Er wird zu einer Art Preistest für das gesamte Bitcoin-Treasury-Modell. In den vergangenen Monaten wurde bereits deutlich, dass Anleger bei solchen Konstruktionen kritischer werden – vor allem dann, wenn zu viel Verwässerung droht oder der Wert pro Aktie unter Druck gerät.

Sollte die überarbeitete Vereinbarung die Startgröße von 30.021 BTC weitgehend retten und gleichzeitig ausreichend Investoren an Bord halten, wäre das ein starkes Signal dafür, dass große Bitcoin-Treasury-Deals auch in einem schwierigeren Marktumfeld noch funktionieren können.

Fällt die neue Lösung dagegen kleiner aus, wird teurer oder verlagert mehr Risiken auf neue Aktionäre, dürfte das als Warnsignal verstanden werden. Dann wäre klar: Die nächste Welle von Bitcoin-Treasury-Firmen kann sich nicht mehr auf die Bewertungsprämien früherer Marktphasen verlassen.

Am Ende hängt nun vieles an den nächsten Unterlagen. Sie werden zeigen, ob Investoren weiterhin bereit sind, das Wachstum solcher Bitcoin-Vehikel zu finanzieren – oder ob am Ende vor allem die Aktionäre die Kosten des Umbaus tragen müssen.

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