CryptoinsightUK sieht die aktuellen Rücksetzer als Vorbote einer Trendwende. Seiner Analyse zufolge ist die Liquiditätslage, das Sentiment und die Chartstruktur so angeordnet, dass XRP im kommenden Schub sogar ETH outperformen könnte.
„Ich bleibe bullisch“ – gegen den Markttrend
Der bekannte Krypto-Kommentator CryptoinsightUK hat sich in seiner neuesten Weekly Insight (Woche 161, 27. September 2025) klar positioniert: Er bleibt bullish, auch wenn viele Marktteilnehmer das Gegenteil behaupten.
Er räumt ein, dass die nervöse Seitwärtsbewegung und die teils harsche Kritik an seiner optimistischen Haltung psychologisch belastend seien – fügt aber hinzu: „Ich bekomme von allen Seiten Gegenwind, aber es ist mir ehrlich gesagt egal.“ Für ihn sei genau dieses Umfeld von Angst und Skepsis typisch für Marktphasen, die einer nachhaltigen Erholung vorausgehen.
Liquiditätssignale deuten auf Aufwärtsschub
Ein Kern seiner Argumentation ist die Liquiditätsanalyse:
- Für Bitcoin sieht er einen hartnäckigen Liquiditätspool bei rund 106.000 US-Dollar, der seit Juli unberührt geblieben ist. Ein kurzer Stich in diese Zone – möglicherweise bis 104.000 – wäre aus seiner Sicht kein Bruch der bullischen Struktur.
- Noch wichtiger: Über dem aktuellen Kurs liege die größte Menge an Liquidität aller Zeiten. Wäre der Bullenmarkt wirklich vorbei, so seine These, hätten Market Maker diese Marken längst abgeräumt.
- Auf der Unterseite hingegen trocknen die Liquiditätspools (etwa um 70.000 US-Dollar) zunehmend aus – ein Zeichen, dass der Abwärtsdruck abnimmt.
Ähnliches Muster bei den Altcoins: Auf den Tagescharts von ETH, Cardano, XRP und SUI habe sich über dem Spot-Preis „signifikante Liquidität“ aufgebaut, während unten nur noch kleinere Taschen existierten. Das mache exakte Einstiegslevel schwer vorherzusagen, die Tendenz bleibe jedoch klar nach oben.
Timing-Signale: ETH überverkauft, BTC-Dominanz überkauft
CryptoinsightUK verweist zusätzlich auf zwei technische Indikatoren, die seiner Ansicht nach eine Rotation einleiten könnten:
- Ethereum ist auf dem 4-Stunden-Chart so überverkauft wie zuletzt am Zyklus-Tief bei 1.400 US-Dollar – eine Konstellation, die während des Anstiegs bis 5.000 nie wieder auftrat.
- Die Bitcoin-Dominanz (BTC.D) ist gleichzeitig stark überkauft. Die letzten drei Male habe das jeweils ein lokales Hoch oder sogar das zyklische Top in der Dominanz markiert.
Auf Wochenbasis erwartet er, dass die BTC-Dominanz im weiteren Verlauf des Zyklus deutlich zurückgeht. Ob dieser Prozess schon jetzt startet, lässt er offen. Doch die Kombination aus überverkauftem ETH, überkaufter BTC-Dominanz und Liquidität über den Altcoins spreche klar für eine anstehende Altcoin-Show.
XRP vs. ETH: Das größte Potenzial?
Besonders optimistisch zeigt sich der Analyst für das Paar XRP/ETH:
- Auf dem 4-Stunden-Chart sei eine Bodenbildung sichtbar – mit höheren Tiefs und höheren Hochs.
- Das entscheidende Trigger-Level sieht er bei 0,00071 ETH pro XRP. Ein Schlusskurs darüber, vor allem auf längeren Zeitebenen, erhöhe die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Trendumkehr.
Auf dem Wochenchart entwirft er zwei Szenarien:
- Einen konservativen 5-Wellen-Aufstieg zurück zu den früheren Hochs.
- Ein aggressiveres Elliott-Wave-Modell, das bereits vom jüngsten Strukturwechsel ausgeht und „exponentielles Wachstum“ von XRP gegenüber ETH nahelegt.
Sein Fazit ist entsprechend deutlich:
„ETH sieht stark aus – aber XRP sieht bereit aus, ETH noch zu übertreffen. Wenn beides gleichzeitig passiert, kann man sich ausmalen, was das bedeutet.“
CryptoinsightUKs Analyse ist ein Gegenpol zum aktuellen Marktkonsens, der stark auf Bitcoin-Dominanz und Risikoaversion setzt. Seine These: Die Angst im Markt ist ein bullisches Signal. Sollte sich seine Einschätzung bestätigen, könnte der Herbst 2025 die Phase markieren, in der XRP erstmals seit Jahren sichtbar gegen Ethereum aufholt – oder es sogar outperformt.