Strategy ist zurück am Bitcoin-Markt. Das Unternehmen um Michael Saylor hat weitere 950 Bitcoin für rund 75,7 Millionen US-Dollar gekauft und seinen Bestand damit auf 846.000 BTC erhöht. Der Zeitpunkt des Bitcoin-Kaufs könnte kaum auffälliger sein. Strategy zahlte zwischen dem 14. und 20. September durchschnittlich 79.670 US-Dollar je BTC. Heute durchbricht Bitcoin die 85.000 US-Dollar-Marke und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar.

Strategy kauft 950 Bitcoin
Laut dem aktuellen Tweet setzte Strategy 75,7 Millionen US-Dollar aus seinen frei verfügbaren Dollarbeständen für den Kauf der 950 BTC ein. Insgesamt hält das Unternehmen zum Stand vom 20. September nun 846.000 Bitcoin, die zu einem Gesamtpreis von rund 63,80 Milliarden US-Dollar erworben wurden.
846.000 BTC entsprechen zudem etwas mehr als vier Prozent der maximal möglichen Bitcoin-Menge von 21 Millionen Coins. Strategy bleibt damit mit großem Abstand einer der bedeutendsten institutionellen Bitcoin-Halter.
Bitcoin über 85.000 Dollar: Jetzt werden die Shorts zum Treibstoff
Der Sprung von Bitcoin über 85.000 Dollar ist nicht nur ein gewöhnlicher technischer Ausbruch. Ein entscheidender Treiber kommt aktuell vom Derivatemarkt: Genau in der Zone zwischen rund 82.000 und 86.000 Dollar hatte sich eine massive Konzentration an Short-Liquidationen aufgebaut. Glassnode hatte diesen Bereich bereits im Vorfeld als entscheidende Hürde für die Bitcoin-Erholung identifiziert.
Nun beginnt sich dieses Szenario auszuspielen. Bitcoin durchbrach die Liquidationszone und wird zum Zeitpunkt des Artikels über 85.000 Dollar, den höchsten Stand seit Januar, gehandelt. Gleichzeitig wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 750 Millionen Dollar an Krypto-Positionen liquidiert.
Das ist für die weitere Kursentwicklung deshalb relevant, weil Short-Liquidationen eine Rallye zusätzlich beschleunigen können. Trader, die auf fallende Kurse gesetzt haben, müssen ihre Positionen bei steigenden Preisen schließen oder werden automatisch liquidiert. Dadurch entsteht zusätzlicher Kaufdruck. Steigt Bitcoin weiter, können wiederum weitere Shorts ausgelöst werden – ein klassischer Short Squeeze.
Genau das wird bei den Short-Tradern nun zum Problem. Was zuvor wie eine Widerstandsmauer über dem Bitcoin-Kurs lag, verwandelt sich beim Durchbruch in zusätzlichen Treibstoff. Allein als Bitcoin am Montag in Richtung 84.000 Dollar stieg, wurden innerhalb einer Stunde bereits mehr als 262 Millionen Dollar an Short-Positionen im Kryptomarkt liquidiert.
Gelingt es Bitcoin, sich nachhaltig oberhalb der $86.000-Marke festzusetzen, wäre ein großer Teil der zuvor über dem Markt liegenden Short-Barriere durchbrochen. Dann könnte sich zeigen, ob nach dem liquidationsgetriebenen Schub genügend echte Nachfrage vorhanden ist, um die Rallye weiterzutragen.
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