XRP-Wale ziehen 1,38 Milliarden Coins von Binance ab

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XRP-Wale ziehen 1,38 Milliarden Coins von Binance ab (Foto KI generiert)
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XRP zeigt derzeit ein ungewöhnliches Spannungsfeld: Große Marktteilnehmer ziehen massiv Coins von Binance ab, während der Kurs gleichzeitig wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar gefallen ist. Die 30-Tage-Summe der Wal-Abflüsse von Binance liegt laut CryptoQuant bei rund 1,38 Milliarden XRP und damit auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten.

Auf den ersten Blick spricht das für nachlassenden unmittelbaren Verkaufsdruck auf der Börse. Der Kurs liefert bislang jedoch keine klare Bestätigung: XRP notiert am Mittwoch bei rund 1,47 Dollar und verliert innerhalb von 24 Stunden etwa 1,6 Prozent.

Damit wird die entscheidende Frage für Anleger nicht nur sein, wie viele XRP die Börsen verlassen, sondern ob sich die geringere verfügbare Angebotsmenge schließlich auch im Kurs bemerkbar macht.

Warum die Milliarden-Abflüsse für XRP wichtig sind

Wenn große Wallets XRP von Binance abziehen, sinkt grundsätzlich die Menge an Coins, die dort unmittelbar für Verkäufe zur Verfügung steht. Hält dieser Trend länger an, kann das den Verkaufsdruck reduzieren, insbesondere wenn gleichzeitig neue Nachfrage in den Markt kommt.

Die aktuelle Entwicklung ist dabei kein isoliertes Signal. CryptoQuant-Daten zeigen, dass die XRP-Reserven auf Binance zwischen dem 26. September und 4. Oktober von rund 2,704 Milliarden auf 2,631 Milliarden XRP gefallen sind. Das entspricht einem Rückgang von etwa 73 Millionen XRP beziehungsweise 2,7 Prozent.

Auch auf Upbit gingen die Reserven zurück. Zusammengenommen verschwanden laut CryptoQuant zuletzt rund 104,7 Millionen XRP aus den Reserven von Binance und Upbit. Gleichzeitig wurden Ende September rund 84,2 Prozent der Binance-Abflüsse großen Wallets zugerechnet.

Das stärkt die These, dass derzeit vor allem größere Marktteilnehmer hinter den Bewegungen stehen.

Trotzdem wäre es zu früh, daraus automatisch eine bevorstehende XRP-Rallye abzuleiten. Ein Transfer von einer Börse kann zwar auf Cold Storage und eine längere Haltedauer hindeuten. Ebenso sind aber interne Wallet-Umschichtungen, Transfers zu anderen Handelsplätzen oder institutionelle Verwahrungsstrukturen möglich.

Abflüsse allein sind deshalb kein Kaufsignal.

XRP fällt unter 1,50 Dollar – diese Zone entscheidet jetzt

Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen den On-Chain-Daten und dem kurzfristigen Kursverlauf.

XRP schloss den 4. Oktober noch bei rund 1,52 Dollar, am 5. Oktober bei 1,51 Dollar und am 6. Oktober bei 1,50 Dollar. Inzwischen liegt der Kurs bei etwa 1,47 Dollar. Damit ist die Zone zwischen 1,50 und 1,52 Dollar zunächst wieder zum Widerstandsbereich geworden.

Für die bullische Seite wäre deshalb eine Rückeroberung dieses Bereichs entscheidend. Gelingt XRP ein stabiler Anstieg über 1,50 bis 1,52 Dollar, würden die hohen Wal-Abflüsse deutlich mehr Gewicht bekommen: Sinkendes Börsenangebot und ein gleichzeitig steigender Kurs wären eine wesentlich stärkere Kombination.

Bleibt XRP dagegen unter 1,50 Dollar, rückt zunächst die Region um 1,40 Dollar stärker in den Fokus. Dort notierte XRP noch Mitte September, bevor sich der Kurs deutlich erholte.

Ein Rückfall in diesen Bereich würde zeigen, dass die derzeitigen Abflüsse allein noch nicht ausreichen, um den Verkaufsdruck am Markt zu absorbieren.

Weniger XRP auf Börsen reicht noch nicht für den Ausbruch

Die Wal-Daten liefern damit ein konstruktives Signal, aber noch keine Bestätigung für einen neuen Aufwärtstrend. Entscheidend ist, ob die Abflüsse anhalten und gleichzeitig Nachfrage entsteht, die XRP wieder dauerhaft über 1,50 Dollar trägt.

Immerhin bewegt sich der Kurs trotz des aktuellen Rücksetzers auf Monatssicht noch im Plus. CoinMarketCap weist für XRP zuletzt einen Zuwachs von rund 5 Prozent innerhalb von 30 Tagen aus.

Für Anleger entsteht damit ein klarer Konflikt: Auf der einen Seite verschwinden ungewöhnlich große XRP-Mengen von Binance und die Börsenreserven sinken. Auf der anderen Seite schafft es der Kurs bislang nicht, daraus einen überzeugenden Ausbruch zu machen.

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