XRP vor 2030 dreistellig? CEO setzt auf „Supply Shock“

XRP vor 2030 dreistellig? CEO setzt auf „Supply Shock“
Beitragsbild: KI-generiert

Der CEO der Digital Ascension Group, Jake Claver, hält an einer gewagten Prognose fest, XRP könne noch vor 2030 in den drei- oder sogar vierstelligen Preisbereich steigen. In aktuellen Aussagen auf YouTube betont er, dass diese Entwicklung aus seiner Sicht nicht nur von Spekulation oder einem klassischen Marktzyklus abhängt, sondern vor allem von Nutzung, Liquidität und einer möglichen Angebotsverknappung durch institutionelle Nachfrage.

Clavers Kernthese: Hoher XRP Preis als Voraussetzung für Nutzung

Clavers zentrales Argument klingt ungewöhnlich, er dreht die übliche Logik um. Normalerweise heißt es, erst kommt die reale Nutzung, dann steigt der Preis. Er sagt hingegen, XRP müsse zuerst deutlich teurer werden, damit eine Nutzung im großen Stil überhaupt möglich ist.

Seiner Ansicht nach kann XRP erst dann als Instrument für Abwicklungen im Hintergrund dienen, wenn der Token mindestens im dreistelligen Bereich notiert. Nur so könne das Netzwerk genügend „Bandbreite“ bieten, um große Zahlungsströme zu bewegen, etwa bei tokenisierten Märkten wie Aktien, Devisen, Rohstoffen oder tokenisierten Real World Assets.

In diesem Zusammenhang spricht Claver auch über die US Gesetzesinitiative, die häufig als Digital Asset Market Clarity Act diskutiert wird. Er hält es für möglich, dass XRP bereits vor einem solchen Gesetz dreistellig wird. Vierstellige Kurse sieht er eher als Szenario, das nach einem klaren regulatorischen Rahmen realistischer werden könnte.

Clarity Act, Banken und die Idee eines Supply Shock

Claver argumentiert außerdem, dass XRP aus seiner Sicht regulatorisch und infrastrukturell in einer guten Ausgangslage sei. Er verweist darauf, dass Banken in den USA seiner Darstellung nach bereits die Möglichkeit hätten, Krypto für Abwicklungen zu halten, und dass XRP in den USA in seinem Verständnis eher wie ein Rohstoff behandelt werde. Als Beispiel nennt er unter anderem die Listung von XRP gegen US Dollar bei Bitnomial, wo XRP seiner Argumentation nach in einem Umfeld gehandelt wird, das auch Bitcoin und Ether umfasst.

Besonders aggressiv wird seine These dort, wo er über eine mögliche Krisensituation spricht. In einem solchen Moment könne es zu einem Supply Shock kommen, also zu einer Phase, in der die verfügbare Menge am Markt plötzlich nicht mehr ausreicht, während die Nachfrage stark steigt. Das könne den Kurs laut Claver schnell in hohe Regionen treiben, mindestens in den dreistelligen Bereich. Vierstellige Preise hält er ebenfalls für möglich, allerdings ohne Garantie, und eher abhängig davon, ob und wann ein klarer Rechtsrahmen wie der Clarity Act kommt.

Warum vierstellige Kurse laut Claver nicht automatisch kommen

In einem weiteren Video relativiert Claver zumindest teilweise. Sollte seine größere „Domino Theorie“ zur Adoption nicht aufgehen, also wenn nicht viele Akteure gleichzeitig einsteigen, dann werde ein wirklich explosionsartiger Anstieg schwer. Er meint damit Nachfrage aus mehreren Richtungen, von Börsen, Institutionen, Märkten und möglicherweise auch Privatanlegern. Selbst wenn ETFs zusätzlich Angebot binden, etwa über OTC Handel oder Dark Pools, reiche das allein seiner Meinung nach nicht zwingend für den ganz großen Sprung.

Wichtig ist ihm auch, dass XRP nicht auf einen festen Wert „gepeggt“ werden dürfe. Er sagt, der Preis müsse dynamisch bleiben und mit wachsendem Netzwerkvolumen weiter steigen können. Nur ein flexibler Kurs könne langfristig die nötige Liquidität liefern. Er verbindet das mit einer sehr großen Prognose, nach der bis Ende 2030 rund 80 Prozent des globalen Wertes tokenisiert sein könnten, und XRP dann als Abwicklungsschicht im Hintergrund dienen würde.

Zur Veranschaulichung nutzt Claver einen Vergleich mit ETFs. Ein ETF müsse oft erst eine gewisse Größe erreichen, zum Beispiel 100 Millionen US Dollar, bevor manche Institutionen überhaupt sinnvoll investieren können, etwa wegen Mindestgrößen und Limits. Genauso sei es seiner Meinung nach bei XRP, erst genug Liquidität, dann echte Großnutzung. Fehlt dieser Schritt, bleibe auch das vierstellige Ziel in weiter Ferne.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der XRP Kurs bei etwa 1,4067 US Dollar.

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