XRP steigt, aber Käufer fehlen: Warnsignal macht $1,50-Zone brisant

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XRP steigt, aber Käufer fehlen: Warnsignal macht $1,50-Zone brisant (BitcoinBasis.de | Image GPT)

XRP wirkt auf den ersten Blick wieder deutlich stärker. Der Kurs konnte sich von den Tiefs aus dem Februar lösen und zeitweise über 1,46 Dollar steigen. Doch genau an diesem Punkt wird die Lage heikel: Während der Preis zulegt, zeigen wichtige Marktdaten, dass die Erholung nicht sauber von echter Nachfrage getragen wird.

Laut Daten von CryptoQuant baut sich auf den großen Derivatebörsen wieder deutlich mehr Hebel auf. Auf Binance stieg das Open Interest bei XRP seit dem 30. April von rund 207 Millionen Dollar auf fast 232 Millionen Dollar. Das bedeutet: Mehr Trader gehen wieder gehebelte Positionen ein. In einer stabilen Aufwärtsbewegung kann das ein positives Zeichen sein. Bei XRP entsteht aber ein anderes Bild, weil Spotmarkt und Futures-Markt nicht in dieselbe Richtung zeigen.

Warum der Anstieg gefährlicher wirkt als gedacht

Der entscheidende Bruch liegt unter der Oberfläche. Der Binance Perpetual CVD ist auf rund minus 434 Millionen Dollar gefallen. Diese Kennzahl zeigt, ob am Perpetual-Futures-Markt eher aggressive Käufer oder Verkäufer dominieren. Ein so negativer Wert bedeutet: Futures-Trader verkaufen in die Erholung hinein oder positionieren sich zumindest defensiv gegen den laufenden Anstieg.

Genau das macht die Lage für XRP so sensibel. Der Preis steigt, das Open Interest steigt ebenfalls, aber die Futures-Ströme bestätigen die Bewegung nicht. Statt einer klaren bullischen Struktur entsteht ein Markt, in dem immer mehr Hebel aufgebaut wird, während ein Teil der Trader gegen die Erholung hält.

Auch der Spotmarkt liefert kein starkes Gegensignal. Der geschätzte Spot-CVD über zentrale Börsen ist auf rund 575 Millionen Dollar gefallen, obwohl XRP über 1,46 Dollar gedrückt wurde. Würde der Anstieg vor allem durch echte Käufe am Spotmarkt getragen, müsste diese Kennzahl eigentlich mitziehen. Genau das passiert nicht.

Damit entsteht ein klares Spannungsfeld: Der Kurs läuft nach oben, doch die Nachfragebasis bleibt fragil. Für Anleger ist das wichtig, weil solche Bewegungen kippen können, sobald gehebelte Positionen unter Druck geraten oder der Spotmarkt nicht nachzieht.

Diese Zone entscheidet jetzt über Erholung oder neuen Druck

Der Hebelaufbau beschränkt sich nicht nur auf Binance. Allein am 11. Mai legte das Open Interest laut den genannten Daten um rund 18 Millionen Dollar auf Binance, 10,4 Millionen Dollar auf OKX und 8,5 Millionen Dollar auf Bybit zu. Zusammen wurden damit fast 36,9 Millionen Dollar an neuen Derivatepositionen auf drei großen Handelsplätzen aufgebaut.

Das zeigt: XRP steht nicht einfach vor einer normalen Erholung. Der Markt testet gerade, ob die Bewegung stark genug ist, um trotz schwacher Spot-Nachfrage Bestand zu haben. Hält der Kurs die aktuelle Struktur, könnte der Druck auf skeptische Futures-Trader zunehmen. Bricht die Bewegung jedoch zurück, kann der hohe Hebel die Abwärtsbewegung verstärken.

Charttechnisch bleibt vor allem die Zone zwischen 1,40 und 1,50 Dollar entscheidend. XRP konnte sich zwar deutlich von den Februar-Tiefs nahe 1,10 Dollar erholen und die 50-Tage-Linie zurückerobern. Doch der Bereich um 1,50 Dollar hat seit März mehrfach als Widerstand funktioniert. Dort kommen immer wieder Verkäufer in den Markt.

Ein nachhaltiger Ausbruch über 1,50 Dollar würde das Bild deutlich verbessern. Dann könnte XRP den nächsten Bereich um 1,65 bis 1,70 Dollar ansteuern. Scheitert der Kurs jedoch erneut an dieser Zone, droht die Erholung wie ein Fehlausbruch zu wirken.

XRP bleibt stabil, aber noch nicht befreit

Positiv ist: Verkäufer konnten XRP trotz mehrerer Rücksetzer bisher nicht deutlich nach unten drücken. Der Kurs bildet seit dem April-Tief höhere Tiefs, während sich die kurzfristigen Durchschnittslinien unter dem Preis stabilisieren. Das spricht dafür, dass der Verkaufsdruck nicht mehr so stark ist wie während des Einbruchs im Februar.

Auch das Handelsvolumen zeigt keine Panik mehr. Die extremen Ausschläge aus der Kapitulationsphase sind abgeklungen. Der Markt wirkt ruhiger, aber genau diese Ruhe kann trügerisch sein, wenn der nächste Impuls nicht durch echte Spotkäufe bestätigt wird.

Solange XRP unter den wichtigen 100- und 200-Tage-Durchschnitten bleibt, ist die Erholung technisch noch nicht abgeschlossen. Die entscheidende Linie liegt jetzt bei 1,50 Dollar. Erst wenn XRP diese Zone klar zurückerobert und dort Käufer nachlegen, wird aus der aktuellen Erholung ein belastbares bullisches Signal. Bis dahin bleibt der Anstieg ein Stresstest, bei dem ein Bruch unter 1,40 Dollar sofort wieder neuen Druck auslösen könnte.

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