Eine Bitcoinbasis-Umfrage zeigt: Beim Kauf von Kryptowährungen dominieren zwei Zahlungsmethoden klar. SEPA und PayPal liegen mit jeweils 57 Stimmen gleichauf. Kreditkarte, Paysafecard und sonstige Methoden spielen in der Community-Stichprobe eine deutlich kleinere Rolle.
Kurzüberblick
In der Praxis entscheidet häufig eine viel einfache Frage über den Einstieg: Wie bezahle ich meinen ersten Bitcoin, Ethereum oder Stablecoin?
Eine aktuelle Bitcoinbasis-Umfrage unter 101 Teilnehmern zeigt ein klares Bild: SEPA und PayPal sind die beliebtesten Zahlungsmethoden beim Kauf von Kryptowährungen. Beide Optionen erhielten jeweils 57 Stimmen. Da Mehrfachantworten erlaubt waren, zeigt das Ergebnis nicht nur eine einzelne Präferenz, sondern auch, welche Zahlungsmethoden Krypto-Käufer grundsätzlich nutzen oder akzeptieren.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
| Zahlungsmethode | Stimmen | Anteil an allen Stimmen | Anteil bezogen auf 101 Teilnehmer* |
|---|---|---|---|
| SEPA | 57 | 43,5 % | 56,4 % |
| PayPal | 57 | 43,5 % | 56,4 % |
| Kreditkarte | 11 | 8,4 % | 10,9 % |
| Paysafecard | 4 | 3,1 % | 4,0 % |
| Sonstiges | 2 | 1,5 % | 2,0 % |
| Gesamt | 131 | 100 % |
*Da Mehrfachantworten erlaubt waren, addieren sich die Werte bezogen auf die Teilnehmer auf mehr als 100 Prozent.
Methodik: Die Umfrage erlaubte mehrere Antworten. Insgesamt wurden 131 Stimmen von 101 Teilnehmern abgegeben. Im Schnitt wählte jeder Teilnehmer rund 1,30 Zahlungsmethoden aus.
56,4 Prozent der Teilnehmer nannten SEPA als Zahlungsmethode beim Kryptokauf. Genauso viele nannten PayPal. Kreditkarte kam nur auf 10,9 Prozent.
Zu den Guides: Krypto & Bitcoin mit Paysafe kaufen | Bitcoin kaufen mit Kreditkarte, PayPal, SEPA | Bitcoin als Firma kaufen
Kernaussage der Umfrage
Krypto-Käufer wollen entweder den Bankweg über SEPA oder den Komfortweg über PayPal. Andere Zahlungsmethoden spielen in dieser Community-Stichprobe nur eine Nebenrolle.
Das Ergebnis ist deshalb interessant, weil SEPA und PayPal zwei sehr unterschiedliche Bedürfnisse bedienen:
| Niedrige Kosten, Banknähe, größere Beträge | SEPA | Vertraut, oft günstig, besonders bei Börsen etabliert |
| Geschwindigkeit, Komfort, Käuferschutz-Gefühl | PayPal | Niedrige Einstiegshürde, viele Nutzer kennen es bereits |
| Schneller Kauf, internationale Plattformen | Kreditkarte | Sofort verfügbar, aber häufig gebührenintensiver |
| Anonymitäts- oder Prepaid-Nähe | Paysafecard | Nische, weniger breit verfügbar |
| Spezialfälle | Sonstiges | Anbieterabhängig, z. B. Sofort, Apple Pay, Google Pay |
Warum SEPA so stark ist
SEPA ist für viele Krypto-Käufer die nüchterne, aber praktische Wahl. Wer bereits ein Bankkonto nutzt, kann per Überweisung Geld auf eine Krypto-Börse einzahlen. Gerade bei höheren Beträgen wirkt SEPA oft seriöser und kosteneffizienter als Karten- oder Wallet-Zahlungen.
Das passt zur Zahlungsrealität in Europa: Die Europäische Zentralbank beobachtet seit Jahren, dass sich digitale Zahlungen weiter ausbreiten, Verbraucher aber weiterhin Wert auf Auswahlmöglichkeiten legen. In der SPACE-Studie 2024 heißt es, dass Online-Zahlungen im Alltag zunehmen und Verbraucher zunehmend digitale Zahlungsinstrumente nutzen. Gleichzeitig bleibt die Wahlfreiheit bei Zahlungsarten ein wichtiges Thema.
Für Krypto-Börsen ist SEPA außerdem gut integrierbar: Es ist ein regulierter Bankstandard, funktioniert im Euroraum und ist für viele Anbieter operativ planbar.
SEPA ist beim Kryptokauf nicht sexy, aber effizient. Genau deshalb bleibt es für viele Käufer die bevorzugte Methode.
Warum PayPal mit SEPA gleichzieht
Dass PayPal in der Umfrage exakt gleich viele Stimmen wie SEPA erhalten hat, ist wahrscheinlich der spannendste Befund.
PayPal steht nicht für den klassischen Bankweg, sondern für Komfort. Nutzer müssen keine IBAN kopieren, keine manuelle Überweisung starten und kennen den Ablauf bereits aus dem Online-Shopping. Für Einsteiger kann das psychologisch entscheidend sein.
Gerade im Krypto-Bereich sind Vertrauen und Einfachheit zentrale Faktoren. Laut Bitkom Research sagen 27 Prozent derjenigen, die sich keinen Krypto-Kauf vorstellen können, sie hätten Angst vor Betrug. 26 Prozent wissen schlicht nicht, wie man Kryptowährungen kauft. Die Daten stammen aus einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Zeitraum KW 7 bis KW 10 2025.
Das erklärt, warum eine bekannte Bezahlmarke wie PayPal so stark abschneiden kann: Sie reduziert nicht zwingend die technischen Risiken von Kryptowährungen, aber sie senkt die wahrgenommene Einstiegshürde.
PayPal gewinnt beim Kryptokauf nicht wegen Blockchain-Technologie, sondern wegen Gewohnheit. Nutzer vertrauen dem Zahlungsweg, bevor sie dem Asset vertrauen.
Kreditkarte: bekannt, aber nicht dominant
Nur 11 Stimmen entfielen auf die Kreditkarte. Das entspricht 8,4 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
Das wirkt auf den ersten Blick überraschend, weil Kreditkarten im internationalen Online-Handel sehr verbreitet sind. Für Krypto-Käufe können sie aber mehrere Nachteile haben:
| Vorteil der Kreditkarte | Nachteil beim Kryptokauf |
|---|---|
| Sofortige Zahlung | Häufig höhere Gebühren |
| Weltweit akzeptiert | Nicht bei jedem Anbieter verfügbar |
| Einfacher Ablauf | Teilweise Limits oder Ablehnungen |
| Kein Banktransfer nötig | Für größere Beträge oft unattraktiv |
Dass Kreditkarten in der Bitcoinbasis-Umfrage trotzdem deutlich hinter SEPA und PayPal liegen, deutet darauf hin: Krypto-Käufer unterscheiden zwischen allgemeinem Online-Shopping und Krypto-Käufen. Beim Kryptokauf scheinen Gebühren, Anbieterakzeptanz und Vertrauen stärker zu wiegen.
Paysafecard und Sonstiges bleiben Nischen
Paysafecard kam auf 4 Stimmen, sonstige Methoden auf 2 Stimmen. Zusammen machen diese Optionen nur 4,6 Prozent aller Stimmen aus.
Das ist ein klares Signal: Prepaid- oder Speziallösungen sind für die Mehrheit der befragten Krypto-Nutzer nicht entscheidend. Sie können für einzelne Zielgruppen interessant sein, etwa für Nutzer ohne Kreditkarte oder für kleinere Beträge. Für den Massenmarkt scheinen sie aber derzeit keine zentrale Rolle zu spielen.
Die Krypto-Community ist offen für neue Technologien, aber beim Bezahlen bevorzugt sie etablierte Wege.
Was die Ergebnisse über den Krypto-Einstieg verraten
Die Umfrage zeigt nicht nur, welche Zahlungsmethoden beliebt sind. Sie zeigt auch, welche Hürden beim Einstieg wichtig sind.
| Beobachtung | Interpretation |
|---|---|
| SEPA und PayPal liegen gleichauf | Nutzer wollen entweder günstig bezahlen oder maximalen Komfort haben |
| Kreditkarte liegt deutlich zurück | Sofortigkeit allein reicht nicht, wenn Gebühren oder Limits stören |
| Paysafecard ist eine Nische | Prepaid-Lösungen sind kein Mainstream beim Kryptokauf |
| Mehrfachantworten wurden genutzt | Viele Nutzer haben nicht nur eine einzige Methode, sondern mehrere Optionen |
Besonders wichtig: Die durchschnittlich 1,30 Antworten pro Teilnehmer zeigen, dass viele Käufer flexibel denken. Sie sind nicht zwingend auf eine Methode festgelegt, sondern wählen je nach Anbieter, Betrag, Geschwindigkeit oder Gebühren.