Bitcoin steht möglicherweise vor den entscheidenden Handelstagen des Oktobers. Während sich der Kurs um 82.000 Dollar stabilisiert, wird die Handelsspanne immer enger. Gleichzeitig zeigen neue CryptoQuant-Daten Schwächen bei Angebot und Nachfrage. Doch ausgerechnet ein erneuter Rücksetzer unter 80.000 Dollar könnte laut Krypto-Analyst Michael van de Poppe die Grundlage für eine kräftige Erholung schaffen.
Das Wichtigste in Kürze
- Bitcoin vor einer Richtungsentscheidung: Die Handelsspanne verengt sich, während BTC um 82.000 Dollar kämpft.
- 10.000 BTC mehr auf Börsen: Laut CryptoQuant sind die Reserven von 2,67 auf 2,68 Millionen Bitcoin gestiegen.
- Schwache Nachfrage: Spot-Käufe verlieren erneut an Dynamik. Auch große Bitcoin-Wale zeigen ein uneinheitliches Verhalten.
- Mögliche Bärenfalle: Analyst Michael van de Poppe hält einen kurzen Rücksetzer unter 80.000 Dollar für möglich, bevor eine Erholung beginnt.
- 90.000 Dollar im Visier: Ein überzeugender Ausbruch über 82.000 Dollar könnte laut dem Analysten eine Rally auslösen.
Die Ausgangslage ist ungewöhnlich: On-Chain-Daten warnen vor nachlassender Kaufkraft, während die Charttechnik eine größere Kursbewegung vorbereitet.
820 Millionen Dollar zusätzlich auf Börsen: Warum die Erholung gefährdet ist
Das erste Warnsignal kommt von CryptoQuant. Seit Anfang Oktober sind die Bitcoin-Reserven zentralisierter Handelsplattformen von rund 2,67 auf 2,68 Millionen BTC gestiegen. Die zusätzlichen 10.000 Bitcoin entsprechen bei einem Kurs von 82.000 Dollar rechnerisch etwa 820 Millionen Dollar.
Steigende Börsenbestände können zusätzlichen Verkaufsdruck vorbereiten. Allerdings bedeuten Transfers auf Handelsplattformen nicht automatisch, dass die Coins tatsächlich verkauft werden. Entscheidender ist deshalb die Nachfrage.
Laut CryptoQuant ist die geschätzte Spot-Nachfrage nach einer zwischenzeitlichen Verbesserung erneut negativ geworden. Gleichzeitig zeigen Bitcoin-Wale ein uneinheitliches Verhalten. Adressen mit 100 bis 1.000 BTC akkumulieren weiterhin, während die größten „Wal-Gruppen“ Bestandsrückgänge verzeichnen.
Damit fehlt bislang die breite Kaufbereitschaft, die eine nachhaltige Rallye unterstützen würde.
Bitcoin unter 80.000 Dollar? Warum ein Rücksetzer zur Bärenfalle werden könnte
Trotz dieser Schwäche sieht Analyst Michael van de Poppe Chancen auf einen deutlichen Kursanstieg. Seiner Einschätzung zufolge verengt sich Bitcoins Handelsspanne zunehmend. Die Volatilität nimmt ab, während Käufer und Verkäufer innerhalb eines kleineren Preisbereichs gegeneinander kämpfen.
The price action of #Bitcoin is getting more narrow.
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) October 18, 2026
That means; volatility goes down, range gets tight.
Big move is on the horizon, but in order to get that, we might see a fake move first.
That fake move could be towards my 'blue box' which is at <$80,000.
Touched it… pic.twitter.com/m1vYk5qCxN
Solche Konsolidierungen können größeren Kursbewegungen vorausgehen. Sie verraten jedoch nicht zuverlässig, in welche Richtung der Ausbruch erfolgt. Besonders interessant ist deshalb sein Szenario einer möglichen Bärenfalle.
Bitcoin könnte zunächst unter 80.000 Dollar fallen und eine von ihm markierte Unterstützungszone erneut testen. Dabei könnten Stop-Loss-Orders ausgelöst werden, bevor Käufer den Kurs wieder nach oben treiben.
Ein solcher Fehlausbruch wäre erkennbar, wenn Bitcoin die verlorene Unterstützung zügig zurückerobert, statt dauerhaft darunter zu handeln.
Bitcoin auf 90.000 Dollar: Diese Marke könnte die Rallye auslösen
Auf der Oberseite beobachtet van de Poppe besonders die Marke von 82.000 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte seiner Einschätzung zufolge eine Beschleunigung in Richtung 90.000 Dollar ermöglichen.
Vom Bereich um 82.000 Dollar entspräche das einem möglichen Anstieg von knapp zehn Prozent. Doch dafür müsste die Nachfrage zurückkehren.
Steigende Spot-Käufe, erneute ETF-Zuflüsse und eine breitere Wal-Akkumulation wären wichtige Bestätigungssignale. Umgekehrt könnte ein nachhaltiger Bruch unter 80.000 Dollar ohne schnelle Rückeroberung den Verkaufsdruck verschärfen.
Die kommenden Handelstage könnten deshalb entscheidend werden: Ein kurzer Rücksetzer unter 80.000 Dollar mit anschließender Erholung wäre eine mögliche Bärenfalle. Gelingt danach ein überzeugender Ausbruch über 82.000 Dollar, rücken 90.000 Dollar in den Fokus.
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