Während Bitcoin weiterhin um die Marke von 80.000 Dollar kämpft, sorgt eine überraschend bullische Einschätzung aus dem Hause Fidelity für Aufmerksamkeit. Jurrien Timmer, Direktor für globale Makroökonomie beim US-Vermögensverwalter, hält einen neuen vierjährigen Bitcoin-Bullenmarkt für möglich. Grundlage ist eine langfristige Chartanalyse, die ein auffälliges Muster früherer Marktzyklen zeigt.
Das Wichtigste in Kürze
- Bullische Einschätzung: Fidelity-Makrostratege Jurrien Timmer hält den Beginn eines neuen vierjährigen Bitcoin-Bullenmarktes für möglich.
- Auffälliges Chartsignal: Seine Power-Law-Analyse zeigt, dass Bitcoin nach der jüngsten Korrektur weiterhin oberhalb einer langfristigen Unterstützung verläuft.
- Historisches Muster: Der Bitcoin-Gold-Indikator hat sich nach einer ausgeprägten Schwächephase wieder erholt. Ähnliche Phasen begleiteten früher wichtige Markttiefs.
- Bitcoin bleibt angeschlagen: BTC notiert aktuell bei rund 81.500 Dollar und kämpft weiterhin mit der Marke von 80.000 Dollar.
- Entscheidende Frage: Bestätigt sich ein neuer langfristiger Aufwärtstrend oder scheitert Bitcoin erneut an kurzfristigen Widerständen?
Timmer sieht diese Chance, obwohl dem Kryptomarkt derzeit ein überzeugender Auslöser für eine größere Rally fehlt.
„Es scheint kein Narrativ zu geben, aber andererseits beginnen Bullenmärkte selten mit einem“, erklärte der Stratege.
Fidelity-Grafik zeigt: Bitcoin könnte die entscheidende Wende bereits geschafft haben
Im Mittelpunkt steht Timmers sogenannte Power-Law-Analyse. Dieses mathematische Modell untersucht die langfristige Kursentwicklung von Bitcoin und bildet daraus eine steigende Unterstützung, eine mittlere Trendlinie und einen oberen Bewertungsbereich.
Die Grafik zeigt, dass frühere große Bitcoin-Korrekturen häufig in der Nähe der langfristigen unteren Begrenzung endeten.
And Bitcoin? A new 4-year cycle bull market could be underway, based on its power law patterns. There doesn’t seem to be a narrative, but then again, bull markets rarely start with one. pic.twitter.com/trJJ2giWdh
— Jurrien Timmer (@TimmerFidelity) October 16, 2026
Auch während der jüngsten Schwächephase hielt Bitcoin laut Timmers Modell diese strukturelle Unterstützung. Besonders auffällig ist ein zweiter Indikator: der 52-Wochen-Z-Score des Bitcoin-Gold-Verhältnisses.
Er misst, wie stark Bitcoin gegenüber Gold von seinem historischen Durchschnitt abweicht. Nach einer ausgeprägten Schwächephase von etwa minus 100 Prozent auf der dargestellten Skala hat sich der Indikator inzwischen deutlich erholt und liegt leicht im positiven Bereich.
Ähnliche Erholungen begleiteten in der Vergangenheit mehrfach den Übergang von größeren Korrekturen zu neuen Aufwärtsphasen.
Neuer Bitcoin-Bullenmarkt? Warum 80.000 Dollar jetzt entscheidend sind
Die langfristige Einschätzung steht im deutlichen Gegensatz zur kurzfristigen Kursentwicklung. Bitcoin notiert am Samstag bei rund 81.500 Dollar. Erst am Donnerstag fiel BTC zeitweise unter 80.000 Dollar.
Genau diese Marke bleibt entscheidend. Hält Bitcoin die Unterstützung, könnte sich die Stabilisierung fortsetzen und Timmers langfristige These an Glaubwürdigkeit gewinnen.
Ein nachhaltiger Rückfall unter 80.000 Dollar würde dagegen erneute Zweifel an der Erholung auslösen. Wichtig ist außerdem: Das Power-Law-Modell garantiert weder einen vierjährigen Kursanstieg noch ein bestimmtes Preisziel.
Timmers Analyse liefert damit ein bullisches Langfristsignal, aber noch keinen bestätigten Ausbruch. Ob daraus tatsächlich ein neuer Bitcoin-Bullenmarkt entsteht, müssen die kommenden Monate zeigen. Entscheidend ist zunächst, dass die Käufer die Unterstützung bei 80.000 Dollar verteidigen.
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