Schafft Bitcoin den Absprung oder steht ein Crash bevor?

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Schafft Bitcoin den Absprung oder steht ein Crash bevor? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin steht erneut vor einer heiklen Phase. Die Gesamtnachfrage ist wieder auf rund minus 120.000 BTC gefallen und bleibt damit klar unter der Nulllinie. Besonders kritisch: Die Erholung des Bitcoin Kurses zuvor kam vor allem aus dem Derivatemarkt, während echte Käufe am Spotmarkt weiterhin schwach blieben.

Damit fehlt dem Markt genau die Nachfrage, die eine nachhaltige Aufwärtsbewegung tragen müsste. Gelingt Bitcoin kein Ausbruch über den Widerstand bei 67.000 Dollar, könnte der Verkaufsdruck schnell zurückkehren.

Warum die Erholung schwächer war, als sie aussah

Im Juni war die Gesamtnachfrage zeitweise auf etwa minus 650.000 BTC eingebrochen. Danach folgte zwar eine deutliche Erholung, doch diese Verbesserung war nur teilweise ein Zeichen neuer Kaufbereitschaft.

Ein großer Teil der Nachfrage entstand über Derivate. Händler setzten also verstärkt über Futures und andere gehebelte Produkte auf steigende Kurse. Am Spotmarkt, an dem Bitcoin direkt gekauft wird, blieb die Nachfrage dagegen begrenzt.

Chart BTC Spot und Future
Quelle CryptoQuant

Das ist ein entscheidender Unterschied. Spot-Käufe gelten als stabilere Grundlage für Kursanstiege, weil sie nicht von Hebelpositionen und kurzfristigen Spekulationen abhängen. Fehlt diese Basis, kann eine Erholung schnell ins Wanken geraten.

Der Anstieg der Gesamtnachfrage bedeutete deshalb weniger, dass neue Käufer aggressiv in den Markt kamen. Vielmehr ließ lediglich die extreme Nachfrageschwäche und der vorherige Verkaufsdruck vorübergehend nach.

Diese Marke entscheidet über Erholung oder neuen Abverkauf

Mit dem erneuten Rückgang auf minus 120.000 BTC verschlechtert sich das Bild wieder. Die Nachfrage hat es nicht geschafft, die Nulllinie zurückzuerobern. Damit bleibt das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern angespannt.

Historisch gingen fallende Werte bei der Gesamtnachfrage häufig größeren Kurskorrekturen voraus. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Abverkauf unmittelbar bevorsteht. Es zeigt jedoch, dass Bitcoin derzeit nur wenig Spielraum für Enttäuschungen hat.

Der Widerstand bei 67.000 Dollar rückt deshalb in den Mittelpunkt. Ein klarer Ausbruch über diese Zone könnte neues Vertrauen schaffen und Käufer zurück in den Markt bringen. Scheitert Bitcoin jedoch erneut, dürfte die schwache Spot-Nachfrage stärker ins Gewicht fallen.

Warum Long-Liquidationen den Druck verschärfen könnten

Das größte Risiko entsteht durch die Kombination aus schwacher realer Nachfrage und gehebelten Long-Positionen. Fällt der Kurs nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch, können erste Liquidationen weitere Verkäufe auslösen.

Dadurch entsteht ein Ketteneffekt: Sinkende Kurse zwingen gehebelte Käufer aus dem Markt, ihre Positionen werden geschlossen und der zusätzliche Verkaufsdruck beschleunigt den Rückgang.

Für Anleger zählt deshalb nicht nur, ob Bitcoin kurzfristig ansteigt. Entscheidend ist, ob der Ausbruch von echter Spot-Nachfrage getragen wird. Ohne diese Unterstützung bleibt jede Erholung anfällig.

Die Lage ist damit klar: Über 67.000 Dollar lebt die Chance auf eine stabilere Erholung. Unterhalb dieser Marke und bei weiter sinkender Nachfrage wächst dagegen die Gefahr, dass der nächste Rücksetzer deutlich härter ausfällt.

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