Ripple investiert in Squid: XRPL soll leichter nutzbar werden

Ripple investiert in Squid: XRPL soll leichter nutzbar werden
Ripple investiert in Squid: XRPL soll leichter nutzbar werden (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ripple setzt offenbar nicht auf Zufall, sondern auf gezielte Schritte, um XRP und den XRP Ledger (XRPL) stärker im Krypto-Alltag zu verankern. Im Fokus steht jetzt eine Investition in Infrastruktur, die verschiedene Blockchains miteinander verbindet. Beobachter sehen darin einen klaren Plan: XRPL soll leichter erreichbar werden, nicht nur für Ripple-Nutzer, sondern für das gesamte Web3-Ökosystem.

Ripple investiert in Squid: Warum das für XRP wichtig ist

Der Krypto-Kommentator BankXRP hat auf X darauf hingewiesen, dass Ripples Unterstützung für den Cross-Chain-Router Squid ein strategischer Schritt sei. Squid bindet den XRP Ledger als integrierte Chain ein, neben Netzwerken wie Ethereum, Solana, Bitcoin, Stellar und Cosmos.

Der praktische Effekt: Über Squid sollen native-to-native Swaps möglich sein, also Tauschvorgänge direkt von Chain zu Chain, ohne Umwege. Laut den genannten Angaben unterstützt die Plattform dabei mehr als 1.000 Apps und DeFi-Dienste. Für XRPL bedeutet das vor allem eins: Der Zugang wird einfacher, weil Nutzer und Anwendungen aus anderen Ökosystemen XRPL leichter „mitbenutzen“ können.

Auf die Finanzierung hatte zuvor der Kommentator Xaif aufmerksam gemacht. Demnach beteiligte sich Ripple an einer 6-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für Squid. Squid soll bereits in über 100 Netzwerken live sein und rund 6 Milliarden US-Dollar an weitergeleitetem Volumen verarbeitet haben.

Xaifs Kernthese: Ripple baut nicht nur auf dem XRPL, sondern finanziert gezielt die Verbindungsstücke zwischen den großen Chains. Das passt auch zu Aussagen von Ripple-CEO Brad Garlinghouse, der auf der Consensus-Konferenz betonte, dass der Kryptomarkt langfristig aus mehreren Netzwerken bestehen werde. Ripples Ziel sei offenbar, eigene Produkte und Dienste über verschiedene Ökosysteme hinweg nutzbar zu machen, nicht nur auf dem XRPL.

Mehr als XRPL: Stablecoin, Bridges und Verwahrung über mehrere Netzwerke

In den letzten Monaten hat Ripple seine Aktivitäten ohnehin breiter aufgestellt. Der Stablecoin RLUSD wird nicht nur auf dem XRP Ledger, sondern auch nativ auf Ethereum ausgegeben. Zusätzlich arbeitet Ripple mit Wormhole zusammen, um RLUSD auf weitere Ethereum-Layer-2-Netzwerke zu bringen, darunter Base, Optimism und Unichain.

Auch bei Verwahrung und Staking geht Ripple über den XRPL hinaus: Die Custody-Angebote umfassen laut den Angaben inzwischen ebenso Assets auf Ethereum und Solana. Unterm Strich ergibt sich ein Bild, das zu der Squid-Investition passt: Ripple versucht, an mehreren Stellen im Krypto-Finanzsystem präsent zu sein und Brücken zwischen den Netzwerken zu stärken.

XRPL und „Privacy“: ZK-Technik, schnelle Zahlungen und ODL als Argumente

In einem weiteren Beitrag auf X argumentierte Xaif, der XRPL sei so weiterentwickelt worden, dass er besser in eine „Privacy-Ära“ passt und damit auch für Institutionen attraktiver wird. Er verweist dabei auf eine Integration von Zero-Knowledge-(ZK)-Technologie. Die Idee: Bestimmte Details wie Transaktionsgröße, Gegenparteien oder Kontostände sollen auf dem öffentlichen Ledger verborgen bleiben können.

Gleichzeitig soll das Modell laut Xaif compliance-freundlich bleiben, weil Regulierer und Prüfer Informationen über selektive Offenlegung prüfen könnten. Er behauptet außerdem, dass viele Partner aus dem Bank- und Finanzbereich auf mehr Datenschutz gewartet hätten, bevor sie intensiver einsteigen.

Neben dem Privacy-Thema verweist Xaif auf klassische XRPL-Stärken: schnelle Finalität (rund 3 bis 5 Sekunden) und sehr niedrige Gebühren. Für den Einsatz als Zahlungsnetzwerk wird außerdem On-Demand Liquidity (ODL) genannt, also eine Abwicklung ohne vorfinanzierte Konten. Das soll grenzüberschreitende Transfers effizienter machen und den Druck auf traditionelle Systeme wie SWIFT erhöhen.

Laut CoinMarketCap notierte XRP zum Zeitpunkt der Berichterstellung bei rund 1,34 US-Dollar und lag damit im Tagesvergleich im Minus.

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