Mark Cuban sorgt erneut für Gesprächsstoff in der Krypto-Szene. Der Milliardär und Investor hat in einem aktuellen Podcast erzählt, dass er den Großteil seiner Bitcoin-Bestände verkauft hat. Sein Grund klingt für viele Anleger vertraut: Bitcoin habe sich in einer kritischen Phase nicht so verhalten, wie er es als “Absicherung” erwartet hatte.
Mark Cuban: Bitcoin habe „den Faden verloren“
In der Sendung Portfolio Players von Front Office Sports (veröffentlicht am 21. Mai 2026) sagte Cuban, Bitcoin habe aus seiner Sicht „den Faden verloren“. Er rechnete damit, dass BTC gerade dann Stärke zeigt, wenn traditionelle Währungen unter Druck geraten. Genau das sei aber ausgeblieben.
Seine ursprüngliche Idee hinter dem Bitcoin-Kauf: BTC als Schutz gegen die Entwertung von Fiatgeld, quasi als „besseres Gold als Gold“. Doch in einer Phase, die er als geopolitisch sehr angespannt beschreibt und mit dem „Iran-Krieg“ in Verbindung bringt, sei dieses Narrativ für ihn nicht aufgegangen.
Cuban formulierte es sinngemäß so: Wenn der Dollar fällt, sollte Bitcoin eigentlich steigen, weil BTC in Dollar bewertet wird und damit für Käufer außerhalb der USA günstiger wird. Passiert sei aber das Gegenteil, oder zumindest nicht das, was er erwartet hatte.
Gold stark, Bitcoin schwächer: Das enttäuschte ihn
Besonders deutlich wurde Cuban beim Vergleich mit Gold. Während Gold in seinem Beispiel stark gestiegen sei und laut ihm sogar in Richtung 5.000 US-Dollar gelaufen sei, habe Bitcoin nachgegeben. Für ihn ist nicht entscheidend, dass Bitcoin kurzfristig fällt, sondern dass BTC in genau dem Umfeld nicht geliefert hat, in dem es als makroökonomische Absicherung hätte glänzen sollen.
Auf die Frage, ob Bitcoin damit „doch keine echte Absicherung“ sei, stimmte Cuban zu, zumindest aus seiner Perspektive: Es sei nicht die Absicherung, die er erwartet habe. Diese Enttäuschung sei ein zentraler Grund für seinen Verkauf.
Ethereum weniger enttäuschend, Meme-Coins nennt er „Müll“
Interessant: Cuban machte klar, dass sich sein Frust vor allem auf Bitcoin bezieht. Ethereum habe ihn weniger enttäuscht, auch wenn er in dem Ausschnitt keine Details nennt. Das klingt nicht nach einem kompletten Abschied von Krypto, eher nach einer Neubewertung einzelner Coins.
Deutlich härter ging er mit anderen Bereichen des Marktes ins Gericht. Viele Token-Projekte und Meme-Coins bezeichnete er pauschal als „garbage“, also als Müll. Damit trennt Cuban klar zwischen etablierten Netzwerken und hochspekulativen Hype-Coins.
Laut dem Bericht lag der Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Aussagen bei rund 77.257 US-Dollar. Cubans Kommentar trifft damit eine der bekanntesten Bitcoin-Erzählungen überhaupt: BTC als Schutz vor Inflation, Geldpolitik und Währungsrisiken. Ob diese Rolle langfristig doch noch aufgeht oder ob Anleger ihre Erwartungen anpassen müssen, dürfte nach diesem Statement wieder stärker diskutiert werden.