Hoskinson kontert Flare-Stichelei: „Alte Marketing-Masche“

Hoskinson kontert Flare-Stichelei: „Alte Marketing-Masche“
Hoskinson kontert Flare-Stichelei: „Alte Marketing-Masche“ (Foto KI generiert)
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In der Krypto-Szene fliegen gerade wieder öffentlich die Fetzen: Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat auf Kritik aus dem Lager des Flare-Netzwerks reagiert. Auslöser war ein Vergleich der DeFi-Zahlen, bei dem Flare Cardano beim sogenannten „Total Value Locked“ (TVL) knapp überholt haben soll. Beide Projekte werben allerdings mit ähnlichen Zielen, nämlich als DeFi-Drehscheibe für große Coins wie XRP oder sogar Bitcoin zu dienen.

Hoskinson kontert: „Alte Marketing-Masche“

Charles Hoskinson schrieb auf X, dass Angriffe auf Cardano vor allem eines seien: eine bekannte Methode, um Aufmerksamkeit und Medienberichte zu bekommen. Er spottete, das sei ein „alter Trick“ und riet Flare-Gründer Hugo Philion, sein Marketing zu modernisieren, zum Beispiel mit „TikTok-Reaction-Videos“.

Der Hintergrund: Philion hatte zuvor öffentlich Zahlen aus DeFiLlama geteilt. Demnach liege Cardano bei rund 132 Millionen US-Dollar TVL, während Flare etwa 159 Millionen US-Dollar erreiche. Dazu betonte Philion, Cardano sei bereits 2017 gestartet, Flare aber erst sechs Jahre später. Trotzdem habe Flare nun die Nase vorn. Zudem behauptete er, Cardano versuche seit Flare-Start, deren Ansatz zu kopieren und scheitere dabei.

Flare verteidigt sich und stichelt weiter

In einem weiteren Beitrag erklärte Philion, er habe Cardano nicht „angegriffen“, sondern einfach nur Daten genannt. Trotzdem legte er nach und fragte, warum sich bei ADA „materiell“ so wenig verändert habe, obwohl Cardano in der Vergangenheit viel Kritik einstecken musste. Dabei setzte er noch einen Seitenhieb drauf: Hoskinson könne ja eine Vorab-Version von Flares „Strategie 2027“ bekommen, um sie vielleicht gleich umzusetzen.

Flare positioniert sich derzeit stark im XRP-Ökosystem und wird dort von Philion als großer DeFi-Anbieter dargestellt. In diesem Zusammenhang spielt auch FXRP eine Rolle. Laut CoinGecko liegt die Marktkapitalisierung von FXRP bei etwas über 220 Millionen US-Dollar, bei rund 155 Millionen Token im Umlauf.

Cardanos eigenes Ziel: DeFi-Schicht für Bitcoin

Hoskinson machte zugleich klar, dass er keine Lust auf ein langes Hin und Her habe. Inhaltlich ist aber interessant: Cardano verfolgt ebenfalls das große DeFi-Narrativ, nur mit einem anderen Fokus. Hoskinson hatte zuvor erklärt, man wolle Bitcoin auf Cardano „programmierbar“ machen, also BTC in Smart Contracts nutzbar, um zum Beispiel Renditen zu erwirtschaften.

Aus seiner Sicht könnte das besonders dann spannend werden, wenn große Player ihre Bitcoin-Bestände produktiv nutzen wollen. Er verwies dabei auf Bitcoin-Bestände von staatlichen Stellen und großen Organisationen. Die Idee dahinter: Wenn Cardano als DeFi-Schicht für Bitcoin funktioniert, könnten auch institutionelle Halter ihre BTC potenziell in Anwendungen einbringen, statt sie nur zu verwahren.

Der ADA-Kurs lag zum Zeitpunkt der Meldung bei etwa 0,27 US-Dollar und war in den vergangenen 24 Stunden um über 5 Prozent gestiegen, laut CoinMarketCap.

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