Bitcoin vor der Stresszone: Diese Marke darf jetzt nicht fallen

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Bitcoin vor der Stresszone: Diese Marke darf jetzt nicht fallen (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin ist inzwischen tief in den unteren Bereich seiner historischen Bewertung zurückgefallen. Noch hält sich der Kurs jedoch über einer entscheidenden Schwelle: Mit rund 65.249 Dollar notiert BTC etwa 13,3 Prozent über der durchschnittlichen Kostenbasis aktiver Coins. Genau deshalb wird die Zone bei 57.600 Dollar jetzt so wichtig. Fällt sie, würde aus der bisherigen Korrektur ein deutlich ernsteres Warnsignal.

Auch der MVRV Z-Score zeigt, wie stark sich die Überbewertung des Marktes bereits abgebaut hat. Der Wert liegt aktuell nur noch bei rund 0,40 und damit weit unter seinem langfristigen Mittel von 1,69. Von breiter Kapitulation kann bislang trotzdem keine Rede sein.

Warum der Bitcoin-Markt stärker abgekühlt ist als gedacht

Der MVRV Z-Score setzt Bitcoins aktuelle Marktbewertung ins Verhältnis zu der Bewertung, die sich aus den tatsächlichen Kaufpreisen der Coins ergibt. Je höher der Wert, desto weiter hat sich der Kurs von der durchschnittlichen Kostenbasis des Marktes entfernt.

Noch Mitte 2025 lag der Z-Score zeitweise bei etwa 2,5, während Bitcoin oberhalb von 100.000 Dollar gehandelt wurde. Seitdem ist die Bewertung deutlich zusammengeschmolzen.

BTC MVRZ Score - August 2026
Quelle Axeladlerjr

Mit aktuell rund 0,40 bewegt sich der Indikator inzwischen klar unter seinem historischen Durchschnitt von 1,69. Gleichzeitig liegt er aber weiterhin über der Nulllinie.

Das ist entscheidend. Negative Werte traten in früheren Marktphasen vor allem dann auf, wenn Bitcoin extrem günstig bewertet war und Anleger unter massivem Druck standen. Der Markt ist damit zwar deutlich schwächer geworden, befindet sich aber noch nicht in einer klassischen Tiefstress- oder Kapitulationsphase.

Ein niedriger MVRV-Wert allein bedeutet deshalb auch nicht, dass der Boden bereits erreicht ist. Bitcoin kann längere Zeit in diesem Bereich verharren oder weiter abrutschen, bevor sich eine belastbare Trendwende entwickelt.

Diese Marke entscheidet jetzt über Korrektur oder echten Stress

Noch klarer wird die Lage beim sogenannten Adjusted Realized Price. Er zeigt vereinfacht, zu welchem durchschnittlichen Preis aktive Bitcoin-Bestände zuletzt bewegt beziehungsweise erworben wurden.

Diese Kostenbasis liegt derzeit bei etwa 57.600 Dollar.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 65.249 Dollar besteht damit noch ein Puffer von ungefähr 13,3 Prozent. Solange dieser Abstand erhalten bleibt, lässt sich die aktuelle Schwäche weiterhin als tiefe, aber kontrollierte Korrektur einordnen.

Ein Bruch unter 57.600 Dollar würde die Lage jedoch deutlich verändern.

Bitcoin würde dann unter die durchschnittliche Kostenbasis der aktiven Marktteilnehmer fallen. Damit dürften immer mehr Anleger Buchverluste auf ihren Beständen sehen. Genau solche Phasen können Verkaufsdruck verstärken, weil aus einer normalen Bereinigung zunehmend psychologischer Stress entsteht.

Darunter rückt eine weitere Zone in den Fokus: Die 0,8-fache Kostenbasis liegt aktuell bei rund 46.100 Dollar. Dort würde Bitcoin etwa 20 Prozent unter der durchschnittlichen Kostenbasis aktiver Coins handeln.

Diese Marke ist kein exakter Kapitulationspunkt. Sie zeigt jedoch einen Bereich, in dem der Markt historisch deutlich stärker unter Druck stehen würde.

Für eine echte Erholung muss Bitcoin über 72.000 Dollar

Auf der Oberseite reicht eine kleine Gegenbewegung inzwischen nicht mehr aus, um die Marktstruktur klar aufzuhellen.

Die nächste entscheidende Bewertungszone liegt bei ungefähr 72.000 Dollar. Dort verläuft das 1,25-fache Niveau des Adjusted Realized Price.

Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde zeigen, dass Bitcoin wieder beginnt, sich deutlicher von der durchschnittlichen Kostenbasis des Marktes abzusetzen. Gleichzeitig müsste sich auch der MVRV Z-Score weiter erholen und wieder in Richtung seines langfristigen Mittelwerts von 1,69 steigen.

Damit stehen Anleger derzeit zwischen zwei klaren Marken.

Oberhalb von 57.600 Dollar bleibt die Chance bestehen, dass der aktuelle Rücksetzer vor allem eine harte Bereinigung nach der vorherigen Überhitzung ist. Ein Anstieg über 72.000 Dollar würde diese Erholung deutlich glaubwürdiger machen.

Fällt Bitcoin dagegen nachhaltig unter 57.600 Dollar, kippt das Bild. Dann wäre die durchschnittliche Kostenbasis verloren und der Weg in deutlich stressigere Bewertungszonen wäre offen. Genau diese Linie entscheidet jetzt darüber, ob Bitcoin nur korrigiert oder ob aus der Schwäche ein echter Abverkauf wird.

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