Der langjährige Finanzberater Ric Edelman hält einen Bitcoin-Preis von 500.000 US-Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts für realistisch – und bezeichnet diese Prognose sogar als „konservativ“. In einem Interview vom 15. Februar erklärte der Gründer von Edelman Financial (nach eigenen Angaben rund 330 Milliarden US-Dollar verwaltetes Vermögen), dass seine Schätzung auf einer einfachen Allokationsrechnung basiert – nicht auf spekulativer Euphorie.
„Ich glaube, dass Bitcoin bis zum Ende des Jahrzehnts 500.000 Dollar erreichen kann“, sagte Edelman.
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Mehr InformationenAndere Prognosen würden sogar 1 bis 5 Millionen Dollar pro Coin erwarten. Sein Ziel sei im Vergleich dazu moderat.
Warum 500.000 Dollar laut Edelman „konservativ“ sind
Edelman kritisiert weniger optimistische Kursziele als vielmehr deren fehlende Transparenz. Viele Prognosen seien „intransparent“, weil sie nicht offenlegen, welche Annahmen dahinterstehen. Sein eigener Ansatz sei dagegen klar nachvollziehbar – auch wenn der Weg dorthin „nicht geradlinig“ verlaufen werde.
Entscheidend ist für ihn nicht ein einzelner Katalysator, sondern eine strukturelle Veränderung in der globalen Vermögensallokation.
Er argumentiert, dass Bitcoin weltweit noch längst nicht im Durchschnittsportfolio angekommen sei. Eine breitere Adoption könne jedoch über mehrere Kanäle erfolgen:
- Staatsreserven
- Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds)
- Pensionskassen und Stiftungen
- Hedgefonds
- Versicherungen
- Banken und Brokerhäuser
Die einfache Rechenlogik hinter dem Kursziel
Edelman blickt zunächst auf das Gesamtvolumen globaler Anlageklassen. Er schätzt den kombinierten Wert von Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Bargeld auf rund 750 Billionen US-Dollar.
Der entscheidende Schritt seiner Argumentation:
Wenn Investoren langfristig lediglich 1 % ihres diversifizierten Portfolios in Bitcoin halten würden, entspräche das etwa 7,5 Billionen US-Dollar an Kapitalzuflüssen.
Addiert man diese Summe zur aktuellen Marktkapitalisierung von Bitcoin, ergibt sich laut Edelman rechnerisch ein Preisniveau von etwa 500.000 US-Dollar pro Coin.
„Es ist einfache Arithmetik“, so Edelman. Die Annahme sei bewusst vorsichtig gewählt – zumal er beobachte, dass manche Investoren bereits 5 % oder mehr ihres Portfolios in Bitcoin allokieren.
Adaption als langfristiger Treiber
Für Edelman ist entscheidend, dass sich Bitcoin allmählich vom Nischen-Asset zum strukturellen Portfolio-Bestandteil entwickelt. Der Prozess verlaufe nicht linear und werde von Volatilität begleitet, doch der Trend zeige in Richtung institutioneller Integration.
Er sieht bereits Anzeichen dafür, dass die Allokationen nicht nur zunehmen, sondern teilweise höher ausfallen als die von ihm angenommenen 1 %.
Ethereum und die Rolle der Stablecoins
Neben Bitcoin betonte Edelman auch die Bedeutung des breiteren Krypto-Ökosystems – insbesondere Ethereum.
Er findet es widersprüchlich, wenn Investoren einerseits Stablecoins als Zukunftstechnologie betrachten, andererseits aber Ethereum skeptisch sehen. Da ein Großteil der Stablecoin-Aktivität auf Ethereum stattfindet, sei das Netzwerk strukturell gut positioniert.
Auf Nachfrage nannte er für Ethereum ein Kursziel zwischen 4.000 und 10.000 US-Dollar, wobei er eine Verdopplung des aktuellen Niveaus als „leicht vorstellbar“ bezeichnete.
Prognosen sind immer mit Vorsicht zu genießen
Ric Edelmans 500.000-Dollar-Prognose basiert nicht auf spekulativer Übertreibung, sondern auf einer makroökonomischen Portfolioannahme: Wenn Bitcoin nur einen kleinen, strukturellen Platz in globalen Vermögensallokationen erhält, ergibt sich rechnerisch ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Sein Szenario setzt jedoch voraus, dass die institutionelle Adaption weiter zunimmt und Bitcoin langfristig als strategische Beimischung in diversifizierten Portfolios akzeptiert wird. Ob diese 1%-These Realität wird, bleibt die zentrale Frage – doch für Edelman ist sie kein Extrem-, sondern ein Basisszenario.
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