Bitcoin unter Strategy Kostenbasis: Wird MSTR zum Warnsignal

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Bitcoin unter Strategy Kostenbasis: Wird MSTR zum Warnsignal (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Die Aktie von Strategy, früher MicroStrategy, ist laut Analyst Axel Adler Jr. inzwischen rund 78 Prozent von ihrem Hoch gefallen. Noch brisanter: Der durchschnittliche Bitcoin-Einstiegspreis des Unternehmens liegt nun über dem aktuellen BTC-Kurs. Für Adler ist das kein normales Schwächesignal mehr, sondern ein möglicher Regimewechsel bei einem der wichtigsten institutionellen Bitcoin-Käufer.

Strategy hält laut den im Analystenbericht genannten Daten 847.363 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.651 Dollar. Damit liegt die zentrale Marke für den Markt klar auf dem Tisch: Solange Bitcoin unter dieser Zone bleibt, steht nicht nur die MSTR-Aktie unter Druck. Auch der bisherige Kaufmechanismus des Unternehmens verliert an Kraft.

Warum der MSTR-Absturz gefährlicher ist als ein normaler Rücksetzer

Strategy galt jahrelang als eine Art gehebelte Bitcoin-Wette. Wenn BTC stieg, legte MSTR meist stärker zu. Wenn Bitcoin fiel, wurde der Abverkauf bei der Aktie oft noch brutaler. Genau dieses Muster sieht Adler nun wieder.

Bitcoin liegt laut seiner Auswertung rund 51 Prozent unter dem Zyklushoch, während MSTR bereits 78 Prozent verloren hat. Der Abstand ist entscheidend: Die Aktie fällt nicht nur mit Bitcoin, sie verstärkt die Schwäche. Für Anleger bedeutet das: MSTR zeigt derzeit, wie stark der Markt Risiko aus Bitcoin-nahen Werten herausnimmt.

Noch ist der aktuelle Einbruch nicht ganz so extrem wie im Bärenmarkt 2022. Damals fiel MSTR zeitweise um rund 89 Prozent. Adler sieht deshalb noch Raum für eine weitere Kapitulationsphase, falls sich der Druck fortsetzt. Besonders kritisch wäre aus seiner Sicht ein Rückgang in den Bereich von 85 bis 90 Prozent Drawdown.

Diese 75.000-Dollar-Zone entscheidet jetzt über den Druck auf Strategy

Der wichtigste Punkt in Adlers Analyse ist nicht nur der Kursverlust der Aktie. Entscheidend ist, dass Strategys Bitcoin-Bestand rechnerisch wieder unter Wasser steht. Das verändert die Rolle des Unternehmens im Markt.

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Solange die Aktie mit einem hohen Aufschlag auf die eigenen Bitcoin-Bestände gehandelt wurde, konnte Strategy relativ leicht Kapital über Aktienverkäufe aufnehmen und damit weitere BTC kaufen. Genau dieser Mechanismus war über Jahre ein wichtiger Nachfragetreiber. Fällt der Aufschlag jedoch weg, wird diese Strategie deutlich schwieriger.

Adler beschreibt deshalb einen Wechsel von aggressivem Kaufen hin zu Verteidigung. Laut seiner Auswertung wurden die wöchentlichen Bitcoin-Käufe bereits deutlich reduziert. Von zuletzt 335,5 Millionen Dollar aus Aktienverkäufen sei nur ein kleiner Teil in Bitcoin geflossen, während der größere Teil in eine Dollar-Reserve ging. Diese Reserve lag demnach bei 1,4 Milliarden Dollar.

Das ist ein klares Signal: Strategy baut Puffer auf, statt Kapital fast vollständig in Bitcoin umzuwandeln.

Der echte Warnpunkt wäre nicht weniger Kaufdruck, sondern Bitcoin-Verkäufe

Noch sieht Adler keine unmittelbare Liquidationsgefahr. Ein wichtiger Grund: Die Schuldenstruktur von Strategy bestehe inzwischen größtenteils aus Wandelanleihen, wodurch kein klassisches Margin-Call-Risiko wie bei einer gehebelten Krypto-Position entsteht.

Trotzdem bleibt die Lage heikel. Der Analyst kommt zu dem Ergebnis, dass die größte Gefahr zunächst im Verlust eines wichtigen Käufers liegt. Wenn Strategy weniger Bitcoin kauft, fehlt dem Markt ein Teil der strukturellen Nachfrage. Das allein kann in schwachen Marktphasen zusätzlichen Druck erzeugen.

Der entscheidende Eskalationspunkt wäre jedoch ein anderer: Sollte Strategy nicht mehr nur Aktien verkaufen oder Dollarreserven nutzen, sondern regelmäßig Bitcoin abgeben, um Dividenden oder Schulden zu bedienen, würde aus internem Unternehmensstress plötzlich echter Verkaufsdruck am BTC-Spotmarkt.

Genau deshalb zählt jetzt die Zone um 75.000 Dollar. Hält Bitcoin darunter fest, bleibt Strategys Treasury unter Wasser und der Druck auf das Kapitalmodell steigt. Eine Rückeroberung dieser Marke würde dagegen den Stress entschärfen und den Markt wieder stabilisieren.

Für Adler ist die Lage damit klar: Noch droht keine Kettenreaktion, aber der frühere Bitcoin-Kaufmotor Strategy läuft nicht mehr im Angriffsmodus. Solange BTC unter der Kostenbasis von rund 75.000 Dollar bleibt, bleibt MSTR ein Warnsignal für den gesamten Markt.


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