Bitcoin steht nach einem deutlichen Rücksetzer wieder stark unter Druck. Der Krypto-Analyst Tony, der den Abverkauf vom lokalen Hoch bei rund 82.000 US-Dollar zuvor angekündigt hatte, glaubt, dass die Abwärtsphase noch nicht vorbei ist. Seiner Einschätzung nach könnten in den kommenden Monaten sogar neue Jahrestiefs folgen.
Warum Bitcoin laut Tony von 82.000 Dollar abgedreht ist
In einem Beitrag auf X erklärt Tony, der Einbruch sei kein Zufall gewesen. Entscheidend sei vor allem ein technischer Faktor: der 200er gleitende Durchschnitt (200 MA). Dieser Bereich habe sich in früheren Bärenmärkten immer wieder als harte Widerstandszone erwiesen. zusätzlich verweist er auf wichtige Fibonacci-Marken, konkret die 0,5- und 0,618-Level, in deren Nähe Bitcoin zuvor gehandelt habe.
Sein Ausblick bleibt klar bärisch: Tony hält es für wahrscheinlich, dass Bitcoin im Sommer ein neues Tief ausbildet. Als mögliches Kursziel nennt er in seiner Chart-Projektion zunächst rund 50.000 US-Dollar bis Juli. Darüber hinaus deutet sein Szenario an, dass sogar Kurse unter 40.000 US-Dollar nicht ausgeschlossen wären, bevor dieser Zyklus einen Boden findet.
Als Alternative beschreibt Tony zudem ein „Trap“-Szenario: Bitcoin könnte noch einmal über 85.000 US-Dollar ausbrechen, um Privatanleger anzulocken, und anschließend erneut stark abverkauft werden. Egal welches Szenario eintritt, seine Kernaussage bleibt: Der Markt befinde sich weiterhin in einem Bärenzyklus und könnte dieses Jahr noch tiefere Kurse sehen.
Technische Signale: Kanalbruch und Ichimoku-Wolke als Warnzeichen
In einem weiteren X-Post verweist Tony auf die aktuelle Chartstruktur. Bitcoin habe den aufsteigenden Kanal nach unten verlassen und notiere zudem unter der Ichimoku-Wolke. Das gilt unter Tradern häufig als Signal, dass der Abwärtstrend intakt ist.
Kurzfristig rechnet er zwar mit einer Erholung: Ein Bounce aus dem Bereich um 67.000 US-Dollar in Richtung 74.000 US-Dollar sei möglich. Danach erwartet er jedoch erneut fallende Kurse und neue Tiefs unter 60.000 US-Dollar. Seiner Einschätzung nach sei die „Bärenfalle“ inzwischen vorbei, der Haupttrend zeige weiterhin nach unten. Kleine Zwischenrallys seien denkbar, eine schnelle Rückkehr in einen echten Bullenmarkt hält er aber für unwahrscheinlich.
Wo ein kurzfristiger Bounce möglich ist und warum 60.000 Dollar weiter im Fokus stehen
Auch der Analyst Colin sieht eine Zone, in der Bitcoin zunächst Stabilität finden könnte. Er nennt den Bereich zwischen 65.000 und 66.000 US-Dollar als potenziellen Support für eine kurzfristige Gegenbewegung. Diese Erholung könnte laut ihm Wochen dauern oder sich sogar über ein bis zwei Monate ziehen.
Trotzdem bleibt Colin vorsichtig: Ein erneuter Test der 60.000-Dollar-Marke sei weiterhin sehr wahrscheinlich. Und auch neue Jahrestiefs schließt er nicht aus. Als Argument führt er frühere Zyklen an: In vergangenen Bärenmärkten habe Bitcoin oft Verluste von mehr als 70% vom Hoch aus gesehen. In diesem Zyklus sei ein solcher Rückgang vom Oktober-Hoch bei 126.000 US-Dollar bisher noch nicht erreicht.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei rund 66.300 US-Dollar und damit mehr als 6% im Minus innerhalb von 24 Stunden, basierend auf Daten von CoinMarketCap.