XRP wird 14 – und Ripple sucht Nähe zur US-Politik

XRP wird 14 – und Ripple sucht Nähe zur US-Politik
XRP wird 14 – und Ripple sucht Nähe zur US-Politik (BitcoinBasis.de | Image GPT)

XRP wird 14 Jahre alt und feiert damit ein Stück Krypto-Geschichte. Passend zum Jubiläum richtet sich der Blick aber nicht nur zurück: Ripple, das Unternehmen hinter vielen XRP-Projekten, baut gleichzeitig seine Präsenz in Washington, D.C. aus. Das zeigt, wie eng Technologie, Community und Politik bei digitalen Assets inzwischen zusammenhängen.

XRP wird 14: Rückblick auf die Anfänge im Code

Am Dienstag, dem 2. Juni, erinnerte die XRP-Community an den Startpunkt, der heute als Geburtstag des Assets gilt. Ripple-Topmanager und langjähriger XRP-Ledger-Entwickler David Schwartz stellte dabei weniger die Gründer in den Mittelpunkt, sondern die vielen Menschen, die das Projekt über Jahre mitgetragen haben: Entwickler, Validatoren, Unternehmen und Community-Mitglieder.

Auch Ripple-CEO Brad Garlinghouse gratulierte öffentlich und betonte, dass es für ihn „auch nach 14 Jahren“ weiterhin eine besondere Sache sei, Teil der XRP-Welt zu sein.

Der „Geburtstag“ bezieht sich auf eine frühe Änderung im Code: Am 2. Juni 2012 wurde im rippled-Repository ein Patch eingespielt, der den Startwert des ersten Ledgers korrekt festlegte. Damals lief die Systemwährung im Code noch unter „XNS“, bevor sich später XRP als Kürzel durchsetzte. In diesem Commit wurde im Ergebnis die Grundlage für die feste Gesamtmenge geschaffen, die heute bekannt ist: 100 Milliarden Einheiten.

Ripple wächst in Washington, D.C. und setzt auf Nähe zur Politik

Während XRP also Geburtstag feiert, treibt Ripple seine US-Strategie voran. Das Unternehmen teilte mit, ein erweitertes Büro in Washington, D.C. eröffnet zu haben. Ziel: näher an Gesetzgebern, Regulierern und wichtigen Branchenpartnern zu sein, während die Regeln für digitale Assets in den USA weiter verhandelt werden.

Chefjurist Stuart Alderoty erklärte, Ripple wolle die Zukunft digitaler Vermögenswerte gemeinsam mit Politik und Aufsichtsbehörden gestalten, statt „an ihnen vorbei“. Die größere Präsenz in der Hauptstadt soll laut Ripple die langfristige Arbeit an klareren Regeln unterstützen, den Verbraucherschutz stärken und gleichzeitig Innovation ermöglichen.

Ripple sieht einen entscheidenden Zeitpunkt für die Branche: In den USA laufen Debatten über Marktstruktur-Regeln, Stablecoins, die Modernisierung von Zahlungssystemen und allgemein über verantwortungsvolle Blockchain-Innovation. Das neue D.C.-Büro soll dabei als Treffpunkt dienen, um Gespräche mit Behörden, Banken, Unternehmen und weiteren Akteuren der Finanzinfrastruktur zu führen.

Warum das Timing wichtig ist: Community-Historie trifft Regulierung

Dass XRP-Jubiläum und Ausbau der D.C.-Präsenz zusammenfallen, ist mehr als nur ein Zufall: Es zeigt, wie sehr sich der Kryptomarkt verändert hat. Auf der einen Seite steht die lange Historie eines Netzwerks, das sich über Jahre entwickelt hat. Auf der anderen Seite wächst der Druck, klare Spielregeln für den US-Markt zu schaffen.

Ripple positioniert sich dabei weiter als Anbieter von Blockchain-Lösungen für den Finanzbereich, etwa für internationale Zahlungen, Liquidität, Verwahrung und Treasury-Services. Das Unternehmen verweist in diesem Zusammenhang auch auf seinen Stablecoin RLUSD und auf XRP als Bestandteil der eigenen Produktwelt.

Zum Zeitpunkt der Meldung lag der XRP-Kurs bei rund 1,24 US-Dollar.

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