Das Wichtigste in Kürze
- Massiver Bitcoin-Transfer: Miner haben am 26. Oktober insgesamt 21.140 BTC im Wert von rund 1,7 Milliarden Dollar an Binance geschickt.
- Minerreserven auf Mehrjahrestief: Laut CryptoQuant halten Miner nur noch etwa 1,19 Millionen BTC. Das liegt nahe dem niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren.
- BlackRock kauft weiter: Während Miner große Bitcoin-Mengen bewegen, verzeichnet der IBIT-ETF neue Zuflüsse. Allein seit Montag flossen ihm fast 398 Millionen Dollar zu.
Während Bitcoin erneut unter die Marke von 80.000 Dollar fällt, sorgt eine gewaltige Bewegung auf der Blockchain für Aufmerksamkeit. Laut CryptoQuant haben Bitcoin-Miner innerhalb eines Tages 21.140 BTC im Gegenwert von rund 1,7 Milliarden Dollar an Binance transferiert.
Gleichzeitig baut BlackRocks Bitcoin-ETF seine Bestände weiter aus. Der Markt steht damit vor einer entscheidenden Frage: Reicht die institutionelle Nachfrage aus, um möglichen Verkaufsdruck der Miner aufzufangen?
21.140 Bitcoin an Binance: Droht jetzt eine Verkaufswelle?
Die neuen Daten stammen von CryptoQuant-Analyst Amr Taha. Demnach wurden am 26. Oktober 21.140 BTC von Miner-Adressen an Binance überwiesen. Seit Februar 2026 ist es bereits das sechste Mal, dass solche Zuflüsse die Marke von 20.000 Bitcoin überschreiten.
Miner übertragen Kryptowährungen häufig an Börsen, um Betriebskosten zu decken, Schulden zu bedienen oder Gewinne zu realisieren.
Allerdings bedeutet ein Transfer zu Binance nicht automatisch, dass die Bitcoin verkauft wurden.
Die Coins könnten auch für andere Handels- oder Liquiditätszwecke bewegt worden sein. Entscheidend wird deshalb, ob die erhöhten Börsenzuflüsse tatsächlich von steigendem Verkaufsdruck begleitet werden.
Bitcoin-Minerreserven sinken auf den tiefsten Stand seit über fünf Jahren
Zusätzliche Aufmerksamkeit verdienen die langfristigen Reserven der Miner.
Laut CryptoQuant liegen diese aktuell bei rund 1,19 Millionen BTC.
Anfang 2024 waren es noch ungefähr 1,22 Millionen Bitcoin.
Damit ist der Bestand um rund 30.000 BTC beziehungsweise etwa 2,5 Prozent zurückgegangen.
Das zeigt, dass Miner über einen längeren Zeitraum weniger Bitcoin zurückbehalten haben.
Der Rückgang muss jedoch nicht ausschließlich auf Verkäufe zurückzuführen sein. Auch Wallet-Umbuchungen und Veränderungen bei den erfassten Adressen können die Kennzahl beeinflussen.
Für den Markt bleibt die Entwicklung trotzdem relevant: Sollten Miner bei schwachen Kursen weitere Bestände liquidieren, könnte das die Erholung erschweren.
BlackRock sammelt fast 398 Millionen Dollar ein – wer setzt sich durch?
Während die Minerreserven schrumpfen, liefert der ETF-Markt ein gegensätzliches Signal.
Laut Farside Investors verzeichnete BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) vom 26. bis 28. Oktober Nettozuflüsse von insgesamt 397,8 Millionen Dollar.
Über sämtliche US-Spot-Bitcoin-ETFs hinweg flossen in diesem Zeitraum 423,6 Millionen Dollar zu.
Damit bleibt institutionelle Nachfrage vorhanden, obwohl Bitcoin erneut um die psychologisch wichtige Marke von 80.000 Dollar kämpft.
Die Beträge lassen sich allerdings nicht direkt gegeneinander aufrechnen: Die 1,7 Milliarden Dollar beschreiben BTC-Börsentransfers, die ETF-Zahlen dagegen Nettozuflüsse von Anlegerkapital.
Kurzfristig muss Bitcoin zunächst 80.000 bis 81.300 Dollar zurückerobern. Danach warten die Widerstände bei 82.600 und 85.000 Dollar.
Ein nachhaltiger Bruch der jüngsten Tiefs um 79.000 Dollar würde hingegen die Unterstützungszone um 77.600 Dollar in den Fokus rücken.
Der entscheidende Konflikt ist klar: Miner bewegen gewaltige Bitcoin-Mengen, während BlackRock weiterhin Kapital anzieht. Hält die ETF-Nachfrage an und bleiben größere Miner-Verkäufe aus, könnte Bitcoin die aktuelle Schwäche überwinden. Steigt der tatsächliche Verkaufsdruck, wird die Verteidigung von 79.000 Dollar zur nächsten Bewährungsprobe.
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