Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Bitcoin-Zugang: Vermögensverwalter VanEck hat einen ETF gestartet, der Aktien, Anleihen, Gold und Bitcoin in einem einzigen Anlageprodukt vereint.
- Zwei Prozent Bitcoin geplant: Der Wealth Builder ETF (WBMO) strebt eine BTC-Gewichtung von zwei Prozent an. Möglich ist eine Spanne zwischen einem und fünf Prozent.
- Institutioneller Meilenstein: VanEck verwaltet insgesamt rund 244 Milliarden Dollar. Der neue Fonds könnte Bitcoin auch für traditionell orientierte Anleger zugänglicher machen.
Bitcoin hält weiter Einzug in die klassische Vermögensverwaltung. Der US-Vermögensverwalter VanEck hat einen neuen ETF gestartet, der neben Aktien, Anleihen und Gold auch Bitcoin berücksichtigt. Während BTC am Mittwoch um 81.000 Dollar kämpft, eröffnet sich damit ein weiterer Zugang zu Anlegern, die bislang vor allem auf traditionelle Wertpapiere setzen.
Das Besondere: Anleger müssen sich nicht mehr zwingend für einen eigenständigen Bitcoin-ETF entscheiden, um BTC in ihrem Portfolio zu berücksichtigen.
Aktien, Gold und Bitcoin in einem ETF: Das steckt hinter VanEcks Strategie
Der neue VanEck Wealth Builder ETF (WBMO) wurde am 27. Oktober offiziell vorgestellt und ist an der New Yorker Börse handelbar.
Anders als klassische Bitcoin-Spot-ETFs verfolgt der Fonds eine breit angelegte Anlagestrategie.
Er investiert über verschiedene ETFs in internationale Aktien, Anleihen, Gold, Rohstoffe und Infrastruktur. Hinzu kommt eine gezielte Bitcoin-Komponente.
Die angestrebte BTC-Gewichtung liegt bei zwei Prozent des Portfolios. Je nach Marktlage darf VanEck diesen Anteil innerhalb einer Spanne von einem bis fünf Prozent anpassen.
Bei einer beispielhaften Investition von 10.000 Dollar entsprächen zwei Prozent einem Bitcoin-Engagement von rund 200 Dollar.
Wichtig: WBMO hält Bitcoin nicht direkt. Die Beteiligung erfolgt über ein Spot-Bitcoin-ETP.
Anleger erhalten somit eine indirekte Beteiligung an der Kursentwicklung, ohne selbst Bitcoin verwahren zu müssen.
Warum VanEcks Entscheidung für Bitcoin stark ist
VanEck verwaltete Ende September insgesamt 244,1 Milliarden Dollar. Diese Summe gehört allerdings zum gesamten Unternehmen und ist nicht mit dem Fondsvermögen des neuen ETF gleichzusetzen.
Daraus lässt sich also kein unmittelbar bevorstehender Bitcoin-Kauf in Milliardenhöhe ableiten. Die langfristige Bedeutung liegt vielmehr im Produktkonzept. Bitcoin wird nicht als eigenständige Spekulation angeboten, sondern als kleiner Bestandteil eines diversifizierten Anlageportfolios.
Damit nähert sich die Kryptowährung einer Rolle an, die klassische Vermögensverwalter bisher vor allem Aktien, Anleihen oder Gold zugeschrieben haben. Sollte das Konzept erfolgreich sein, könnten weitere Anbieter ähnliche Produkte auflegen.
Die jährlichen Fondskosten liegen aktuell bei netto 0,26 Prozent, nach einer Gebührenreduzierung gegenüber der regulären Kostenquote von 0,33 Prozent.
Bitcoin bei 81.000 Dollar: Entsteht eine neue Nachfragequelle?
Der ETF-Start erfolgt in einer Phase, in der Bitcoin versucht, die jüngsten Kursverluste aufzuholen.
Nach dem Rücksetzer unter 80.000 Dollar hat sich BTC wieder auf rund 81.000 Dollar erholt.
Kurzfristig bleiben 82.000 Dollar und anschließend die Region zwischen 83.700 und 85.000 Dollar wichtige Widerstände.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte die Erholung verstärken. Unterhalb von 79.000 bis 80.000 Dollar würde dagegen wieder die Gefahr eines tieferen Rücksetzers steigen.
Die bullische Botschaft ist dennoch klar: Bitcoin wird zunehmend als regulärer Bestandteil langfristiger Vermögensstrategien betrachtet. Gelingt es VanEck, klassische Anleger für dieses Konzept zu gewinnen, könnte daraus eine zusätzliche Nachfragequelle entstehen. Für eine kurzfristige Bitcoin-Rally müssen allerdings zunächst die Widerstände oberhalb von 82.000 Dollar fallen.
Jetzt einsteigen?
Bitcoin kaufen | Bitcoin mit PayPal kaufen | Bitcoin Sparplan einrichten