Während viele Bitcoin-Anleger zuletzt einen weiteren Absturz unter 80.000 Dollar befürchteten, kehrt die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs zurück. Am Dienstag flossen netto 176 Millionen Dollar in die US-Spot-Fonds. Besonders auffällig: BlackRock baut seinen Vorsprung erneut aus, während sich der Bitcoin-Kurs am Mittwochmorgen auf rund 81.000 Dollar erholt.
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Bitcoin-Zuflüsse: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 27. Oktober Nettozuflüsse von 176 Millionen Dollar.
- BlackRock führt die Erholung an: Allein in den IBIT flossen 151,5 Millionen Dollar. Fidelity steuerte weitere 24,5 Millionen Dollar bei.
- Bitcoin erholt sich: BTC steigt wieder in Richtung 81.000 Dollar. Entscheidend ist jetzt, ob die institutionelle Nachfrage nach der Fed-Entscheidung anhält.
Damit verzeichnen die Fonds bereits den zweiten Handelstag in Folge positive Kapitalströme.
BlackRock und Fidelity bringen 176 Millionen Dollar in Bitcoin-ETFs
Die aktuellen Daten von Farside Investors zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Wochenbeginn.
Am Montag hatten die Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von 110,3 Millionen Dollar verbucht. Am Dienstag stieg dieser Wert auf 176 Millionen Dollar.
Damit summieren sich die Zuflüsse innerhalb von zwei Handelstagen auf 286,3 Millionen Dollar. Die Nachfrage konzentrierte sich erneut auf zwei große Anbieter:
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verbuchte 151,5 Millionen Dollar. Damit entfielen rund 86 Prozent der gesamten Tageszuflüsse auf diesen Fonds.
Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) folgte mit 24,5 Millionen Dollar.
Die übrigen erfassten Bitcoin-ETFs meldeten keine Nettoveränderung. Für Anleger ist das ein konstruktives Signal: Nach der jüngsten Kursschwäche steigt die Nachfrage nach regulierten Bitcoin-Anlageprodukten wieder.
Nach 773 Millionen Dollar Abflüssen: Dreht jetzt die Stimmung?
Noch am 22. und 23. Oktober hatten die Bitcoin-ETFs zusammen 773,5 Millionen Dollar verloren. Damals stand insbesondere BlackRocks IBIT unter starkem Abflussdruck.
Jetzt hat sich das Bild gedreht. Allerdings gleichen die jüngsten Zuflüsse die vorherigen Verluste noch nicht vollständig aus. Über die vier betreffenden Handelstage verbleibt ein Nettoabfluss von rund 487 Millionen Dollar.
Von einer nachhaltigen Trendwende bei der ETF-Nachfrage kann deshalb noch nicht gesprochen werden. Trotzdem passt die Entwicklung zu den zuletzt bullischen Einschätzungen mehrerer Bitcoin-Analysten.
So hatten wir bereits auf Bitcoinbasis.de über Dr. Profits Prognose einer möglichen Erholung auf 94.000 Dollar berichtet. Die neuen ETF-Zuflüsse liefern dafür ein zusätzliches Nachfrageargument, bestätigen das Kursziel aber noch nicht.
Bitcoin wieder bei 80.800 Dollar: Jetzt entscheidet auch die Fed
Bitcoin handelt am Mittwochmorgen bei rund 80.800 Dollar. Damit hat sich der Kurs von seinem jüngsten Tief um 79.400 Dollar erholt.
Kurzfristig müssen die Bullen zunächst die Widerstandszone zwischen 81.200 und 82.000 Dollar überwinden.
Gelingt anschließend die Rückeroberung von 83.700 bis 85.000 Dollar, könnte die Erholung an Dynamik gewinnen. Oberhalb davon wären 87.400 und später 90.000 Dollar mögliche Ziele.
Auf der Unterseite bleibt die Region um 79.000 bis 80.000 Dollar entscheidend.
Zusätzliche Unsicherheit bringt die für heute angesetzte Zinsentscheidung der US-Notenbank. Sie könnte die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten verändern.
Die Rückkehr der ETF-Zuflüsse ist ein erstes bullisches Zeichen. Entscheidend wird jetzt, ob weitere Handelstage mit positiver Nachfrage folgen und Bitcoin die Marke von 82.000 Dollar nachhaltig zurückerobert. Erst dann würde aus der aktuellen Stabilisierung eine überzeugendere Erholung.
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