Franklin Templeton will Aktien-Dividenden in Bitcoin investieren – zwei neue ETFs stehen vor dem Start

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Franklin Templeton will Aktien-Dividenden in Bitcoin investieren – zwei neue ETFs stehen vor dem Start (Foto KI generiert)
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Bitcoin könnte bald einen zusätzlichen Zugang zum traditionellen Aktienmarkt erhalten. Der US-Vermögensverwalter Franklin Templeton bereitet zwei ungewöhnliche ETFs vor: Anleger investieren überwiegend in amerikanische Unternehmen, während deren Dividenden automatisch für Bitcoin-Engagement genutzt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Bitcoin-ETFs geplant: Franklin Templeton bereitet zwei Fonds vor, die amerikanische Aktien mit Bitcoin-Engagement kombinieren.
  • Dividenden fließen in Bitcoin: Statt Aktien-Dividenden klassisch wieder anzulegen, sollen diese systematisch zum Aufbau der Bitcoin-Position genutzt werden.
  • Fünf Prozent Bitcoin als Ausgangspunkt: Beide Fonds starten laut Indexkonzept mit einer BTC-Gewichtung von fünf Prozent. Die offiziellen Unterlagen nennen den 27. Oktober als Wirksamkeitsdatum.

Das Besondere: Auch Menschen, die bislang ausschließlich Aktien-ETFs bevorzugen, könnten künftig mit einem einzigen Produkt an der Bitcoin-Kursentwicklung teilhaben.

Aktien kaufen, Bitcoin aufbauen: So funktionieren die neuen ETFs

Die beiden Produkte heißen Franklin US Equity Bitcoin DRIP Index ETF (FBEQ) und Franklin US Innovation Bitcoin DRIP Index ETF (FIBT).

FBEQ orientiert sich an großen US-Unternehmen und nutzt einen Index mit 500 Aktien als Ausgangspunkt.

FIBT konzentriert sich dagegen auf große, innovationsorientierte Unternehmen, die an der Nasdaq notiert sind.

Die Konzepte erinnern damit an klassische S&P-500- beziehungsweise Nasdaq-100-Strategien, bilden diese bekannten Indizes aber nicht unmittelbar ab.

Beide Fonds verfolgen ein ungewöhnliches Prinzip: Aktien-Dividenden sollen nicht zurück in die jeweiligen Unternehmen fließen, sondern systematisch die Bitcoin-Gewichtung erhöhen.

Damit entsteht eine Verbindung zwischen traditionellen Unternehmensgewinnen und dem Kryptomarkt.

Fünf Prozent Bitcoin: Warum das Modell besonders interessant ist

Laut den bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegten Unterlagen beginnt die jeweilige Indexstrategie mit 95 Prozent Aktien und fünf Prozent Bitcoin-Engagement.

Die BTC-Gewichtung kann durch Dividenden und Kursbewegungen anschließend steigen.

Bei der vierteljährlichen Anpassung wird sie allerdings wieder auf 4,5 Prozent reduziert, falls sie zuvor über fünf Prozent gestiegen ist.

Eine dauerhafte, unbegrenzte Bitcoin-Akkumulation ist deshalb nicht vorgesehen.

Die Fonds müssen Bitcoin zudem nicht ausschließlich direkt kaufen. Die Unterlagen erlauben unter anderem Bitcoin-ETPs sowie Derivate.

Trotzdem könnte das Konzept neue Anlegergruppen erreichen, die bislang keinen eigenständigen Bitcoin-ETF besitzen.

ETF-Experte Nate Geraci bezeichnet die Struktur als gelungenen Ansatz, um Privatanlegern einen einfacheren Zugang zu Bitcoin zu ermöglichen.

Neue Nachfragequelle für Bitcoin? Was jetzt entscheidend wird

Die Einführung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin um die Marke von 80.500 Dollar kämpft und die Kapitalströme klassischer Spot-ETFs zuletzt deutlich schwankten.

Ein erfolgreicher Start der neuen Produkte könnte die institutionelle Verbreitung von Bitcoin weiter vorantreiben.

Wie groß die tatsächliche Nachfrage ausfällt, hängt jedoch vom investierten Fondsvermögen, den Dividendenerträgen und der gewählten Form des Bitcoin-Engagements ab.

Ein Handelsstart ist noch nicht bestätigt. Die Fondsunterlagen nennen den 27. Oktober 2026 als regulatorisches Wirksamkeitsdatum.

Die eigentliche Chance liegt in der Verbindung zweier Anlagewelten: Sollten sich die Fonds bei traditionellen Aktienanlegern durchsetzen, könnte Bitcoin eine zusätzliche, regelbasierte Nachfragequelle erhalten. Entscheidend wird nun, wann FBEQ und FIBT tatsächlich starten und wie viel Kapital sie einsammeln.

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