Bitcoin-Käufer drücken aufs Tempo: Doch diese Marke entscheidet jetzt über den Ausbruch

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Bitcoin-Käufer drücken aufs Tempo: Doch diese Marke entscheidet jetzt über den Ausbruch (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin zeigt derzeit eine ungewöhnlich konstruktive Kombination: Aggressive Käufer dominieren den Handel, während gleichzeitig offene Positionen am Derivatemarkt abgebaut werden. Das nimmt kurzfristig Druck aus dem Markt, reicht aber noch nicht für Entwarnung. Entscheidend ist jetzt die Zone um 66.800 Dollar. Erst ein Ausbruch darüber würde bestätigen, dass aus dem Käuferdruck tatsächlich eine neue Aufwärtsbewegung entsteht.

In den vergangenen 48 Stunden lag der 6-Stunden-Net-Taker-Volume-Oszillator in 35 von 48 Messungen im positiven Bereich. Gleichzeitig sank das Open Interest in 31 dieser 48 Messungen. Käufer greifen also aktiv zu, ohne dass parallel ein neuer Hebel-Boom am Futures-Markt entsteht.

Genau diese Kombination macht die aktuelle Lage für Bitcoin-Anleger interessant.

Warum der Käuferdruck stärker ist, als der Kurs vermuten lässt

Der Net Taker Volume Oscillator zeigt, welche Marktseite aggressiver handelt. Positive Werte bedeuten, dass Käufer häufiger bestehende Verkaufsangebote direkt aus dem Orderbuch nehmen, statt auf günstigere Kurse zu warten.

Zuletzt hat sich dieses Bild deutlich zugunsten der Käufer verschoben. Über die vergangenen 48 Stunden lag der Indikator im Durchschnitt bei +2,93 Prozent. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden waren sogar 19 von 24 Messungen positiv. Der jüngste Wert stieg auf +6,60 Prozent.

Das ist ein klarer kurzfristiger Vorteil für die Käuferseite.

Trotzdem hat Bitcoin daraus bislang keinen überzeugenden Ausbruch gemacht. Der Grund: Aggressive Käufe treiben den Kurs nur dann nachhaltig nach oben, wenn auf der Gegenseite nicht genügend Verkaufsliquidität wartet. Große Limit-Verkäufer können die Nachfrage auffangen und einen Anstieg trotz starken Kaufdrucks ausbremsen.

Genau hier liegt aktuell der Konflikt: Die Nachfrage ist da, der Durchbruch fehlt.

Sinkendes Open Interest nimmt Druck aus dem Derivatemarkt

Noch auffälliger wird das Bild beim Open Interest. Es misst die Summe der noch offenen Derivatepositionen und zeigt damit, ob neues Kapital beziehungsweise neue gehebelte Positionen in den Markt kommen.

In den vergangenen 48 Stunden fiel die 6-Stunden-Veränderung des Open Interest in 31 von 48 Messungen negativ aus. Im Durchschnitt ging der Wert um 0,30 Prozent zurück. Zuletzt lag die Veränderung bei -1,31 Prozent.

Das bedeutet: Der jüngste Käuferdruck wird offenbar nicht durch einen massiven Aufbau neuer Futures-Positionen getragen.

Für Bitcoin kann das zunächst gesund sein. Ein Kursanstieg, der nicht gleichzeitig von immer stärkerem Hebel begleitet wird, ist weniger anfällig für eine plötzliche Kaskade von Liquidationen. Gleichzeitig fehlt damit aber auch ein Teil der zusätzlichen Nachfrage, die einen dynamischen Ausbruch beschleunigen könnte.

Bitcoin gewann innerhalb von 48 Stunden rund 1,17 Prozent und notierte in den zugrunde liegenden Daten bei etwa 64.300 Dollar. Der Kurs hält sich damit stabil, obwohl offene Derivatepositionen abgebaut werden.

Das spricht bislang eher für eine Bereinigung als für einen aggressiven Stimmungswechsel nach unten.

Diese Marke entscheidet jetzt über Erholung oder neue Enttäuschung

Der entscheidende Test wartet oberhalb des aktuellen Kurses.

Die obere Begrenzung der Handelsspanne der vergangenen 30 Tage liegt bei ungefähr 66.800 Dollar. Solange Bitcoin darunter bleibt, ist der starke Käuferdruck zwar konstruktiv, aber noch kein bestätigtes Ausbruchssignal.

Gelingt der Sprung über 66.800 Dollar und bleibt der Net-Taker-Indikator gleichzeitig positiv, würde sich das Bild deutlich verbessern. Dann hätten aggressive Käufer nicht nur kurzfristig die Oberhand, sondern würden erstmals auch den Widerstand brechen, der den Kurs bislang in seiner Spanne hält.

Scheitert Bitcoin dagegen erneut an dieser Zone, wird die aktuelle Diskrepanz gefährlicher. Käufer würden weiter Kapital einsetzen, ohne den Preis entscheidend nach oben drücken zu können. Das könnte auf starke passive Verkäufer hindeuten und später neuen Verkaufsdruck auslösen.

Für Anleger zählt deshalb jetzt nicht allein der positive Kaufdruck. Entscheidend ist, ob Bitcoin ihn endlich in einen Ausbruch über 66.800 Dollar übersetzen kann. Solange diese Marke nicht fällt, bleibt die Erholung vielversprechend, aber unbestätigt.

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