Bitcoin-FOMO? Bernstein hält 500.000 Dollar bis 2029 für möglich

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Bitcoin-FOMO? Bernstein hält 500.000 Dollar bis 2029 für möglich (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin meldet sich mit Wucht zurück. Nach dem massiven Rücksetzer vom Rekordhoch hat BTC innerhalb von nur zehn Tagen rund 28 Prozent zugelegt und wieder die Marke von 80.000 Dollar attackiert. Für Bernstein könnte das erst der Anfang sein: Die Wall-Street-Analysten sehen Bitcoin im Basisszenario bei 150.000 Dollar bis Mitte 2027.

Sollte institutionelles Kapital wegen der zunehmenden Entwertung klassischer Währungen aggressiver in Bitcoin fließen, stehen sogar 200.000 Dollar bis Mitte 2027 und 500.000 Dollar im Jahr 2029 im Raum.

Für Anleger ist vor allem der Zeitpunkt bemerkenswert. Noch vor wenigen Wochen dominierte nach dem rund 50-prozentigen Absturz vom Hoch im Oktober 2025 die Angst vor einem neuen langen Krypto-Winter. Jetzt zeichnet Bernstein ein völlig anderes Bild: Der Rücksetzer könnte weniger das Ende des Zyklus gewesen sein als eine brutale Bereinigung, bevor institutionelles Kapital erneut den Markt übernimmt.

Warum 150.000 Dollar plötzlich wieder realistisch wirken

Bernsteins Basisszenario sieht Bitcoin zunächst bei rund 125.000 Dollar zum Jahresende 2026. Bis Mitte 2027 soll anschließend ein neues Rekordhoch bei etwa 150.000 Dollar folgen. Für 2029 rechnen die Analysten mit einem möglichen Zyklushoch von rund 300.000 Dollar.

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Gemessen an einem Bitcoin-Kurs um 80.000 Dollar würde allein das Ziel von 150.000 Dollar einen Anstieg von fast 90 Prozent bedeuten. Doch entscheidender als die konkrete Zahl ist die Begründung hinter der Prognose.

Bernstein sieht Bitcoin zunehmend als Profiteur eines sogenannten „Debasement Trade“. Gemeint ist die Flucht von Kapital in knappe Vermögenswerte, wenn Anleger erwarten, dass Staaten ihre Schuldenprobleme langfristig über eine schwächere Kaufkraft ihrer Währungen entschärfen.

Die USA haben inzwischen Staatsschulden von rund 40 Billionen Dollar angehäuft. Gleichzeitig erhöhen steigende Zinsen die Kosten für die Bedienung dieser Schulden. Bernstein geht davon aus, dass Regierungen im Zweifel eher eine schleichende Geldentwertung akzeptieren werden als drastische Sparmaßnahmen. Für einen Vermögenswert mit einem fest begrenzten Angebot wie Bitcoin könnte genau das zu einem mächtigen langfristigen Treiber werden.

Und erste Spuren dieses Trends sind bereits sichtbar. BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT und der große Gold-ETF GLD sind laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas wieder unter die am stärksten gehandelten ETFs gerückt. Der „Debasement Trade“ beginnt damit, einen Teil der Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die zuvor vor allem auf KI- und Halbleiteraktien gerichtet war.

Der Bull-Case könnte Bitcoin noch viel höher treiben

Genau hier beginnt das Szenario, das für Anleger besonders interessant wird.

Sollte die Sorge vor einer Entwertung klassischer Währungen deutlich zunehmen und institutionelles Kapital deshalb schneller in Bitcoin strömen, hält Bernstein eine wesentlich steilere Entwicklung für möglich. Dann könnte BTC bereits Mitte 2027 die Marke von 200.000 Dollar erreichen.

Für 2029 liegt das aggressive Szenario sogar bei 500.000 Dollar je Bitcoin. Langfristig hält Bernstein zudem an seiner Prognose von rund einer Million Dollar bis Ende 2033 fest. Diese Ziele sind ausdrücklich Szenarien und keine Garantie. Sie zeigen aber, wie stark sich die Wahrnehmung von Bitcoin an der Wall Street verändert hat.

Bernstein Bitcoin-Prognose

So weit müsste Bitcoin für Bernsteins Kursziele noch steigen

Bernstein erwartet im Basisszenario bis zu 300.000 US-Dollar im Jahr 2029. Im bullischen Szenario stehen sogar 500.000 US-Dollar im Raum.

Bitcoin-Referenzkurs Stand: 27. August 2026
78.800 $
Historischer Zyklus + institutionelle Nachfrage
Ende 2026 125.000 $
Bitcoin müsste noch +58,6 % steigen

Bernstein erwartet im Basisszenario rund 125.000 US-Dollar bis Ende 2026.

1 Mio. $
Bernsteins langfristiges Bitcoin-Ziel Bis Ende 2033 halten die Analysten weiterhin rund eine Million US-Dollar je Bitcoin für möglich.
+1.169,0 %
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Grafik & Einordnung: Bitcoinbasis.de
Prognosen: Bernstein · 26.08.2026
Prozentwerte basieren auf einem Bitcoin-Referenzkurs von 78.800 US-Dollar am 27.08.2026. Kursziele und Prognosen sind keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen und stellen keine Anlageberatung dar.

Dazu kommt ein Faktor, der bei einer neuen Nachfragewelle schnell entscheidend werden könnte: Ein großer Teil des Bitcoin-Angebots bewegt sich kaum noch. Bernstein zufolge wurden rund 59 Prozent aller BTC innerhalb der vergangenen zwölf Monate nicht transferiert.

Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Coins niemals verkauft werden. Es zeigt jedoch, wie groß der Anteil langfristig orientierter Halter ist. Trifft plötzlich stark steigende Nachfrage von ETFs, Unternehmen und anderen institutionellen Käufern auf ein begrenztes verfügbares Angebot, kann der Preis entsprechend empfindlich reagieren.

Bernstein glaubt außerdem, dass genau diese neue institutionelle Nachfrage dazu beigetragen hat, den vergangenen Einbruch abzufedern. Während Bitcoin in früheren großen Zyklen teilweise zwischen 75 und 90 Prozent verlor, lag der jüngste Drawdown bei etwa 50 Prozent. Spot-ETFs und Bitcoin-Käufe von Unternehmen könnten die Marktstruktur damit bereits dauerhaft verändert haben.

Wer auf den perfekten Einstieg wartet, könnte plötzlich hinterherlaufen

Ein scheinbarer Widerspruch bleibt: Bernstein senkte gleichzeitig das Kursziel für die Strategy-Aktie von 450 auf 350 Dollar. Das ist jedoch keineswegs automatisch ein negatives Signal für Bitcoin.

Die Analysten begründen die Kürzung unter anderem mit der stärkeren Verwässerung der Strategy-Aktie und einem angepassten Bitcoin-Zyklusmodell. Das „Outperform“-Rating bleibt bestehen. Strategy hält inzwischen 840.447 BTC und damit rund vier Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Sollte Bitcoin weiter steigen und sich auch die Finanzierungssituation verbessern, könnte das Unternehmen laut Bernstein seine Bitcoin-Käufe erneut beschleunigen.

Genau darin liegt die bullische Konstellation: Bitcoin hat gerade einen extremen Rücksetzer hinter sich, gleichzeitig kehren Käufer zurück, institutionelle Zugangswege sind größer als in früheren Zyklen und die Diskussion über Geldentwertung gewinnt an Dynamik.

Natürlich kann Bitcoin nach einer so schnellen Erholung jederzeit erneut scharf korrigieren. Die Kursziele von Bernstein sind Modelle, keine Gewissheiten. Doch für Anleger verschiebt sich damit die entscheidende Frage: War der Absturz der Beginn eines neuen Bärenmarktes oder gerade die Phase, in der schwache Hände ausgestiegen sind, bevor der nächste institutionelle Nachfragezyklus beginnt?

Sollte Bernstein mit dem Debasement-Szenario richtigliegen, könnten 150.000 Dollar nicht das große Finale sein, sondern lediglich die erste wichtige Etappe. Und wenn Bitcoin tatsächlich beginnt, knappes Angebot und steigende institutionelle Nachfrage gleichzeitig auszuspielen, könnte es für Anleger, die weiterhin ausschließlich auf deutlich tiefere Kurse warten, schneller unangenehm werden als gedacht.

Jetzt zählt vor allem, ob Bitcoin die aktuelle Erholung festigen kann. Gelingt das, dürfte der Kampf um das alte Rekordhoch beginnen – und spätestens darüber wird aus der Erholung wieder echte FOMO.

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