Chart-Experte warnt vor Panikverkäufen – aus seiner Sicht bleibt der Bullenmarkt intakt und könnte noch einen Schub Richtung 175.000 US-Dollar liefern, bevor die nächste Baisse beginnt.
Rücksetzer, aber kein Trendbruch
Der jüngste Preisrückgang von Bitcoin hat viele Anleger verunsichert – doch nicht alle Experten sehen darin den Beginn eines Bärenmarktes. Egrag Crypto, ein bekannter Chartanalyst, hält den Abschwung für eine normale Korrektur innerhalb eines größeren Musters, das seiner Einschätzung nach seit Ende 2022 Bestand hat.
#BTC – Still in a Bull Market!:
— EGRAG CRYPTO (@egragcrypto) September 24, 2025
🔍 Current Market Overview:
The orange count isn’t based on Elliott Wave theory; it simply shows our progress in this bull market.
1⃣First, #BTC pumps up (1),
2⃣then it retests the Bull Market Support Band (the yellow wave ribbon) (2),
3⃣and… pic.twitter.com/OsKW00HiAZ
Seine These: Jeder Zyklus seit Dezember 2022 habe denselben Ablauf gezeigt – starker Anstieg, Rücktest einer Supportzone, erneuter Anstieg, gefolgt von Korrekturen und höheren lokalen Hochs. In diesem Rahmen sei der aktuelle Rückgang lediglich eine Atempause im übergeordneten Bullenmarkt.
Schlüsselmarke bei 103.000 US-Dollar
Für den Analysten ist die Zone um 103.000 US-Dollar die entscheidende Linie im Sand. Solange Bitcoin nicht darunter fällt, sieht er keine Gefahr für den Bullenmarkt. Stattdessen rechnet Egrag mit einer weiteren Aufwärtswelle, die seiner Prognose nach in einer Preisspanne zwischen 150.000 und 175.000 US-Dollar kulminieren könnte.
Dieser Schub wäre seiner Ansicht nach das letzte große Aufbäumen des aktuellen Zyklus, bevor der Markt in die nächste Baisse-Phase übergeht.
Korrekturen gehören zum Spiel
Egrag betont, dass Zwischenkorrekturen unvermeidlich und gesund sind. Viele Trader ließen sich von kurzfristigen Rücksetzern aus dem Konzept bringen, ohne das größere Bild zu betrachten. Wer dagegen den Zyklus im Ganzen sehe, erkenne, dass die Bullenphase seiner Einschätzung nach noch nicht abgeschlossen ist.
Vergleich mit Gold: „Suckers Rally“ als Warnsignal
Um seine These zu untermauern, zieht Egrag einen Vergleich mit dem Goldmarkt. Viele Analysten hätten Gold einst bei rund 3.500 Dollar für ausgereizt erklärt – doch der Preis sei weiter gestiegen, getrieben durch einen Short Squeeze. Diese Bewegung habe Kleinanleger in eine klassische „Suckers Rally“ gelockt.
Derzeit sei die Goldnachfrage so hoch, dass selbst Händler mit jahrzehntelanger Erfahrung Rekordumsätze meldeten. Für Egrag ein Warnsignal: Märkte zeigen oft extremes Interesse kurz vor einer Trendwende. Er erwartet daher einen Rückgang des Goldpreises um 600 bis 1.000 Dollar, sobald geopolitische Spannungen – etwa zwischen Russland und der Ukraine – nachlassen.
Sein Fazit: Auch Bitcoin folgt zyklischen Mustern. Wer jetzt das Ende des Bullenmarktes ausruft, könnte sich täuschen.
Langfristige Strategie: Geduld und Rotation
Egrag selbst plant, in der kommenden Makro-Phase rund 30.000 US-Dollar zu investieren und später einen Teil seiner BTC-Positionen in ausgewählte Altcoins zu rotieren. Entscheidend sei, Zyklen zu respektieren und Geduld zu bewahren, anstatt sich von kurzfristigen Rücksetzern aus der Ruhe bringen zu lassen.
Egrag Cryptos Prognosen sind ambitioniert – und nicht unumstritten. Doch seine Analyse erinnert daran, dass Bitcoin nicht linear verläuft. Ob sich sein Zielbereich von bis zu 175.000 US-Dollar bewahrheitet, hängt maßgeblich davon ab, ob die Unterstützung bei 103.000 US-Dollar hält.