Bitcoin-ETFs: Vierter Tag mit Zuflüssen, doch plötzlich bricht die Nachfrage um 87 Prozent ein

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Bitcoin-ETFs: Vierter Tag mit Zuflüssen, doch plötzlich bricht die Nachfrage um 87 Prozent ein (Foto KI generiert)
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Die amerikanischen Bitcoin-ETFs sammeln weiterhin Geld ein, doch die Dynamik lässt dramatisch nach. Am Donnerstag, dem 29. Oktober, flossen lediglich 17,2 Millionen US-Dollar in die börsengehandelten Bitcoin-Fonds. Damit setzt sich zwar eine viertägige Serie positiver Kapitalströme fort, allerdings sind die Zuflüsse gegenüber dem Vortag um rund 87 Prozent eingebrochen. Besonders brisant: Die Zahlen stammen aus der Zeit unmittelbar vor dem milliardenschweren Binance-Hack. Wie belastbar ist die institutionelle Nachfrage jetzt noch?

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin-ETFs bleiben im Plus: Laut Farside Investors verzeichneten die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs am 29. Oktober Nettozuflüsse von 17,2 Millionen Dollar. Es war der vierte positive Handelstag in Folge.
  • BlackRock und Fidelity kaufen weiter: BlackRocks IBIT sammelte 12,8 Millionen Dollar ein, Fidelitys FBTC weitere 10,5 Millionen Dollar. Andere Fonds verzeichneten dagegen bereits Abflüsse.
  • Nachfrage verliert deutlich an Schwung: Am Vortag waren noch 137,3 Millionen Dollar zugeflossen. Die Auswirkungen des Binance-Hacks dürften sich erst in den nachfolgenden ETF-Daten zeigen.

Bitcoin-ETF-Zuflüsse: Diese Fonds kauften am 29. Oktober

Die neuesten Zahlen von Farside Investors zeigen, dass die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin weiterhin vorhanden ist, sich jedoch deutlich abschwächt.

BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) führte die Zuflüsse mit 12,8 Millionen Dollar an. Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) folgte mit 10,5 Millionen Dollar.

Auch Bitwise konnte mit 8,8 Millionen Dollar neue Mittel einsammeln. Morgan Stanleys MSBT verzeichnete weitere 4,2 Millionen Dollar.

Auf der Gegenseite verlor Grayscales Bitcoin Mini Trust 15,3 Millionen Dollar. Aus WisdomTrees BTCW flossen zusätzlich 3,8 Millionen Dollar ab.

Insgesamt ergibt sich damit ein Nettozufluss von 17,2 Millionen Dollar.

Auffällig ist die Veränderung gegenüber Mittwoch. Damals sammelten die Bitcoin-ETFs noch 137,3 Millionen Dollar ein, wobei allein BlackRock 136 Millionen Dollar beisteuerte.

Vier Tage in Folge im Plus: Bitcoin-ETFs holen Verluste auf

Trotz des schwachen Donnerstags bleibt die jüngste Entwicklung positiv.

Seit Montag flossen insgesamt 440,8 Millionen Dollar in amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs. Damit konnten die Fonds einen erheblichen Teil der vorherigen Verluste zurückgewinnen.

Noch am 22. und 23. Oktober hatten Anleger innerhalb von zwei Handelstagen rund 773,5 Millionen Dollar abgezogen.

Bitcoinbasis berichtete bereits ausführlich über die massiven ETF-Abflüsse von 773 Millionen Dollar und den damaligen Rückzug institutioneller Anleger.

Die jüngsten Zuflüsse gleichen inzwischen rund 57 Prozent dieser Abflüsse wieder aus.

Allerdings zeigt der deutliche Rückgang der täglichen Kapitalzuflüsse, dass von einer stabilen Nachfrageerholung noch nicht gesprochen werden kann.

BlackRock bleibt wichtigster Käufer: Doch reicht das für Bitcoin?

BlackRock spielt bei der Entwicklung weiterhin eine entscheidende Rolle.

Zwischen dem 26. und 29. Oktober sammelte der IBIT insgesamt 410,6 Millionen Dollar ein. Damit entfielen rund 93 Prozent der gesamten ETF-Nettozuflüsse in diesem Zeitraum auf BlackRock.

Bereits gestern zeigte eine Bitcoinbasis-Analyse zu den milliardenschweren Bitcoin-Transfers von Minern und den anhaltenden BlackRock-Zuflüssen, wie unterschiedlich sich institutionelle Nachfrage und Bewegungen auf Kryptobörsen entwickeln können.

Auch Fidelity und Bitwise kehrten am Donnerstag auf die Käuferseite zurück. Das spricht für eine etwas breitere Nachfrage, wenngleich die Gesamtzuflüsse vergleichsweise gering blieben.

ETF-Zuflüsse können die Nachfrage am Bitcoin-Markt unterstützen. Sie garantieren jedoch keine steigenden Kurse, da gleichzeitig Verkäufe über Kryptobörsen und andere Handelsplätze stattfinden können.

Binance-Hack: Werden die Bitcoin-ETFs jetzt wieder Kapital verlieren?

Besonders wichtig ist der Zeitpunkt der aktuellen ETF-Daten. Die reguläre US-Börsensitzung endete am Donnerstag um 20:00 Uhr UTC. Die ersten bekannten verdächtigen Abflüsse beim milliardenschweren Binance-Hack wurden kurz danach registriert.

Damit spiegeln die ETF-Zahlen vom 29. Oktober noch nicht die vollständige Marktreaktion auf den Sicherheitsvorfall wider. Ob institutionelle Anleger deshalb Kapital abziehen oder die Kursschwäche für neue Käufe nutzen, werden erst die folgenden Handelstage zeigen.

Die jüngste Bitcoinbasis-Analyse zur Rückkehr der Bitcoin-ETF-Zuflüsse verdeutlicht zudem, wie schnell die Kapitalströme zwischen positiven und negativen Handelstagen wechseln können.

>> Mehr zum Binance-Hack findet ihr hier: Binance-Hack: Nordkoreas Lazarus-Gruppe soll hinter Rekordangriff stecken <<

Bitcoin-Prognose: Die nächsten ETF-Zahlen werden entscheidend

Für Bitcoin ergibt sich ein widersprüchliches Bild. Einerseits haben die Spot-ETFs vier Tage hintereinander Kapital angezogen. Andererseits ist die tägliche Nachfrage zuletzt erheblich zurückgegangen.

Die entscheidende Frage lautet nun, ob die ETF-Anleger auch nach dem Binance-Hack investiert bleiben.

Fazit: Die 17,2 Millionen Dollar vom Donnerstag sind ein positives Signal, aber noch kein überzeugender Beweis für eine nachhaltige Trendwende. Erst wenn die Zuflüsse wieder deutlich ansteigen und sich auf mehrere Fonds verteilen, könnte der ETF-Markt Bitcoin stärkeren Rückenwind liefern.

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