Bitcoin sendet ein neues Warnsignal ausgerechnet aus den USA. Der Coinbase Premium Index ist laut einer aktuellen CryptoQuant-Analyse auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gefallen.
Während Bitcoin um 81.000 Dollar kämpft, deutet die Entwicklung darauf hin, dass amerikanische Marktteilnehmer deutlich weniger Kaufbereitschaft zeigen. Damit könnte eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Erholung fehlen.
Das Wichtigste in Kürze
- Neues Warnsignal: Der Coinbase Premium Index ist laut CryptoQuant auf etwa −0,1416 gefallen, den niedrigsten Stand seit über drei Monaten.
- US-Nachfrage schwächelt: Bitcoin wird auf Coinbase günstiger gehandelt als auf Binance. Das deutet auf einen vergleichsweise schwachen US-Markt hin.
- Bitcoin bei rund 81.000 Dollar: Die jüngste Kursschwäche fällt mit einer deutlichen Verschlechterung des Indikators zusammen.
- Gefahr für die Erholung: Bleibt die Coinbase-Prämie negativ, könnte die fehlende Spot-Nachfrage weitere Kursanstiege erschweren.
- Entscheidendes Signal: Eine nachhaltige Rückkehr des Index in den positiven Bereich würde auf eine Verbesserung der relativen US-Nachfrage hindeuten.
Bitcoin: Coinbase-Indikator stürzt auf Dreimonatstief
Der Coinbase Premium Index misst den prozentualen Preisunterschied zwischen Bitcoin auf Coinbase und Binance.
Ein positiver Wert bedeutet, dass BTC auf Coinbase teurer gehandelt wird. Das gilt häufig als Hinweis auf eine stärkere Nachfrage über den amerikanischen Handelsplatz. Ein negativer Wert signalisiert dagegen einen Preisabschlag. Genau dieser Abschlag hat sich zuletzt erheblich ausgeweitet.
Laut CryptoQuant fiel der Indikator auf ungefähr −0,1416. Das ist der niedrigste Wert innerhalb der vergangenen drei Monate. Besonders problematisch ist der Zeitpunkt: Die Verschlechterung fällt mit dem jüngsten Bitcoin-Rückgang zusammen.
Allerdings beweist der Index keine massiven Verkäufe institutioneller Anleger. Auch unterschiedliche Liquidität und Handelsbedingungen können die Preisdifferenz beeinflussen.
Warum die schwache US-Nachfrage jetzt gefährlich wird
Die neuen Daten passen zu einer breiteren Entwicklung am Kryptomarkt. Eine weitere CryptoQuant-Auswertung zeigt, dass die geschätzte Bitcoin-Spot-Nachfrage zuletzt negativ blieb. Gleichzeitig nahm das Open Interest am Terminmarkt ab.
Damit fehlen derzeit zwei mögliche Treiber einer kräftigen Erholung: frische Spot-Käufe und eine zunehmende Bereitschaft, neue Positionen aufzubauen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Bitcoin unmittelbar stärker fallen muss.
Doch ohne zusätzliche Käufer könnten selbst kleinere Verkaufswellen den Kurs erneut unter Druck setzen.
Bitcoin bei 80.000 Dollar: Was jetzt über eine Erholung entscheidet
Kurzfristig bleibt die Unterstützung um 80.000 Dollar entscheidend. Hält sie und erholt sich gleichzeitig der Coinbase Premium Index, wäre das ein konstruktives Zeichen.
Eine Rückkehr des Index über null könnte darauf hindeuten, dass Käufer auf Coinbase wieder bereit sind, höhere Preise zu bezahlen. Fällt Bitcoin dagegen nachhaltig unter 80.000 Dollar, während die Prämie stark negativ bleibt, steigt das Risiko weiterer Verluste.
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