Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs haben nach kräftigen Kapitalabflüssen wieder ein kleines Plus verzeichnet. Doch während Bitcoin am 15. Oktober netto 5,06 Millionen US-Dollar anzog, flossen aus den Ethereum-ETFs gleichzeitig 60,22 Millionen Dollar ab. Besonders auffällig: Ausgerechnet beim weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen beiden Kryptowährungen.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, wie unterschiedlich sich die Nachfrage nach Bitcoin und Ethereum derzeit entwickelt. Während sich bei Bitcoin erste Anzeichen einer Stabilisierung zeigen, bleibt der Verkaufsdruck auf die Ethereum-Anlageprodukte bestehen. Dabei ist die Erholung bei Bitcoin noch längst nicht gesichert.
BlackRock sorgt bei Bitcoin für Entlastung, doch die Zuflüsse bleiben schwach
Nach Daten von Farside Investors verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, Nettozuflüsse von rund 5,06 Millionen Dollar. Den größten positiven Beitrag lieferte BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 16,79 Millionen Dollar.
Am 14. Oktober hatten Anleger noch rund 261,4 Millionen Dollar netto aus den Bitcoin-ETFs abgezogen. Der anschließende Wechsel ins Plus bedeutet deshalb zunächst eine Entlastung, aber noch keine Rückkehr zu einer nachhaltig starken Nachfrage.
Auch der Bitcoin-Kurs spiegelt diese Unsicherheit wider. Am Freitag, dem 16. Oktober, notierte BTC bei den zuletzt abgerufenen Kursdaten im Bereich von 82.000 US-Dollar. Zuvor hatte die Kryptowährung zeitweise die Marke von 84.000 Dollar überschritten, den höheren Kursbereich aber nicht dauerhaft verteidigen können.
Damit rückt die Zone um 80.000 Dollar als kurzfristiger Orientierungsbereich in den Mittelpunkt. Ein erneuter Rückgang darunter würde die jüngste Stabilisierung infrage stellen. Gelingt dagegen eine Rückkehr über 84.000 Dollar, könnte sich das technische Bild wieder aufhellen.
Ethereum verliert 60 Millionen Dollar: BlackRock steht im Mittelpunkt
Deutlich angespannter ist die Situation bei Ethereum. Die US-Spot-Ethereum-ETFs registrierten am 15. Oktober Nettoabflüsse von 60,22 Millionen Dollar. Besonders stark betroffen war BlackRocks iShares Ethereum Trust (ETHA), aus dem netto 44,39 Millionen Dollar abgezogen wurden.
Damit entfielen rund 74 Prozent der gesamten Nettoabflüsse auf den BlackRock-Fonds. Auch Grayscales ETHE verzeichnete Abflüsse von rund 18,3 Millionen Dollar. Lediglich Fidelitys FETH konnte mit etwa 2,4 Millionen Dollar einen positiven Beitrag leisten.
Bereits am 14. Oktober hatten die Ethereum-ETFs rund 129,5 Millionen Dollar verloren. Innerhalb von zwei Handelstagen summieren sich die Nettoabflüsse damit auf knapp 190 Millionen Dollar.
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