Kryptowährungen kommen zunehmend im klassischen Bankgeschäft an. Eine Umfrage des Genoverbands zeigt, dass zahlreiche Volksbanken Bitcoin und andere Kryptowährungen bereits anbieten oder ein entsprechendes Angebot planen.
196 Institute befragt
6 % bereits mit Kryptohandel
26 % planen den Start binnen fünf Monaten
59 % erwarten ein Angebot innerhalb von zwei Jahren
Bereits 6 Prozent der Volksbanken bieten Kryptohandel an
An der Umfrage beteiligten sich 196 Volksbanken und Raiffeisenbanken. Sie lief vom 31. Juli bis 21. August 2026. Sechs Prozent der befragten Institute bieten bereits Kryptohandel an. Weitere 26 Prozent wollen innerhalb der nächsten fünf Monate eine entsprechende Lösung einführen.
59 Prozent könnten innerhalb von zwei Jahren Krypto anbieten
Insgesamt gehen 59 Prozent der befragten Institute davon aus, ihren Kunden innerhalb der kommenden zwei Jahre Kryptohandel anzubieten. Die Zahl gilt jedoch nicht für alle Volksbanken. Das Verbandsgebiet des Genoverbands umfasst alle Bundesländer außer Bayern und Baden-Württemberg.
So funktioniert Bitcoin bei der Volksbank
Grundlage ist die Plattform „meinKrypto“ der DZ Bank. Die Wallet wird direkt in die VR Banking App integriert. Zum Start stehen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano zur Verfügung.
Ob das Angebot eingeführt wird, entscheidet jede Volksbank oder Raiffeisenbank selbst. Die Institute benötigen dafür eine MiCAR-Notifizierung. Mehr zum europäischen Rechtsrahmen zeigt unser Überblick zu MiCA-regulierten Krypto-Anbietern. „meinKrypto“ richtet sich an Selbstentscheider und ist nicht Teil der klassischen Anlageberatung.
Warum Volksbanken jetzt auf Kryptowährungen setzen
Ein wichtiger Grund ist der Wettbewerb um jüngere und digitalaffine Kunden. Anbieter wie N26, Trade Republic und Revolut ermöglichen Kryptohandel bereits. 54 Prozent der befragten Bankvorstände erwarten eine starke oder sehr starke Verschärfung des Wettbewerbs um Einlagen.
Auch Sparkassen starten mit Bitcoin
Auch die Sparkassen-Finanzgruppe baut ihr Krypto-Angebot aus. Laut Handelsblatt soll das über die DekaBank entwickelte Angebot ab Oktober Kryptohandel über die Sparkassen-App ermöglichen.
Bitcoin wird Teil des klassischen Bankings
Auch andere Banken bauen ihre Krypto-Infrastruktur aus. Die Deutsche Bank plant noch 2026 eine regulierte Bitcoin- und Krypto-Verwahrung für Unternehmen und institutionelle Kunden. Für Privatkunden rückt Bitcoin damit näher an das gewohnte Online-Banking.
Quellen
Handelsblatt / dpa: Volksbanken öffnen sich für Krypto, 19.09.2026
DZ Bank: MiCAR-Zulassung und Start von „meinKrypto“, 12.01.2026
Deutsche Bank: Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte, 16.09.2026