Bitcoin vor der Entscheidung: Marke hält Käufer im Spiel

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Bitcoin vor der Entscheidung: Marke hält Käufer im Spiel (Foto KI generiert)
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Bitcoin zeigt laut einer aktuellen On-Chain-Analyse erneut ein Muster, das bereits an früheren lokalen Tiefpunkten zu beobachten war: Der Kaufdruck übersteigt den Verkaufsdruck, während der Kurs nahe der Kostenbasis der jüngsten Käufer notiert. Damit rückt eine Zone in den Fokus, die über Akkumulation oder einen neuen Abverkauf entscheiden könnte.

Die zentrale Marke liegt bei rund 61.600 US-Dollar. Solange Bitcoin darüber bleibt, hält sich die kurzfristige Nachfragestruktur. Fällt der Kurs darunter, würden selbst die jüngsten Käufer in die Verlustzone geraten. Das könnte den Verkaufsdruck deutlich verschärfen.

Käufer übernehmen an den Tiefs wieder die Kontrolle

Das sogenannte „STH Realized Pressure Model“ misst den realisierten Kauf- und Verkaufsdruck kurzfristiger Bitcoin-Halter im Verhältnis zum aktuellen Kurs. Auffällig ist, dass Käufer gerade an lokalen Tiefpunkten besonders aktiv werden.

Im Februar, als Bitcoin auf rund 69.000 US-Dollar fiel, lag der Kaufdruck im Durchschnitt bei etwa 61 Prozent. Der Verkaufsdruck erreichte dagegen nur rund 22 Prozent. Anschließend setzte eine Erholung ein.

Im Mai zeigte sich das gegenteilige Bild. Als der Kurs in Richtung 78.000 US-Dollar stieg, fiel der Kaufdruck auf etwa 11 Prozent, während der Verkaufsdruck auf rund 43 Prozent zunahm. Kurzfristige Anleger nutzten die höheren Kurse offenbar verstärkt für Gewinnmitnahmen.

In der betrachteten Marktphase rund um 62.000 bis 63.000 US-Dollar verschob sich das Verhältnis wieder zugunsten der Käufer. Der Kaufdruck lag zeitweise zwischen 37 und 46 Prozent, während der Verkaufsdruck auf ungefähr 16 Prozent zurückging. Auch der jüngste Messwert zeigte Käufer mit etwa 30 Prozent weiterhin vor den Verkäufern mit rund 22 Prozent.

Der Analyst wertet dieses Verhältnis als Hinweis auf eine Akkumulationsphase. Der Verkaufsdruck nimmt ab, während stärkere Käufer Coins von Anlegern übernehmen, die ihre Positionen mit Verlust oder unter hohem Druck abgeben.

Warum 61.600 Dollar jetzt zur kritischen Linie werden

Zusätzliche Unterstützung liefert die Kostenbasis verschiedener Gruppen kurzfristiger Anleger. Sie zeigt, zu welchem Durchschnittspreis Anleger ihre Bitcoin gekauft haben, abhängig davon, wie lange die Coins bereits gehalten werden.

Die Spanne reicht in der Analyse von rund 61.600 US-Dollar für Käufer der vergangenen ein bis vier Wochen bis etwa 74.900 US-Dollar für Halter, deren Coins seit drei bis sechs Monaten bewegt wurden.

Bei einem analysierten Bitcoin-Kurs von rund 63.900 US-Dollar lag der Markt nur etwa vier Prozent über der Kostenbasis der jüngsten Käufer. Diese Gruppe befand sich damit noch knapp im Gewinn und bildete die nächste erkennbare Unterstützung.

Deutlich angespannter war die Lage bei älteren kurzfristigen Haltern. Anleger aus den Gruppen von einem bis drei Monaten sowie drei bis sechs Monaten hatten ihre Coins im Durchschnitt bei etwa 74.600 bis 74.900 US-Dollar gekauft. Ihre Positionen lagen damit ungefähr 14 bis 15 Prozent im Minus.

Genau darin liegt der aktuelle Konflikt: Die jüngsten Käufer stabilisieren den Kurs, während ältere kurzfristige Anleger auf Verlusten sitzen und bei einer Erholung als potenzielle Verkäufer auftreten könnten.

Über 71.000 Dollar würde der Druck deutlich nachlassen

Die durchschnittliche Kostenbasis aller kurzfristigen Halter lag in der Analyse bei rund 71.000 US-Dollar. Diese Marke gilt als entscheidender Bestätigungspunkt für eine nachhaltigere Erholung.

Steigt Bitcoin über diesen Bereich, würden deutlich mehr kurzfristige Anleger ihre Verluste ausgleichen. Der Verkaufsdruck durch Anleger, die lediglich auf einen Ausstieg zum Einstandspreis warten, könnte dadurch spürbar sinken.

Bis dahin bleibt das Bild konstruktiv, aber unvollständig. Der geringe Verkaufsdruck und die Dominanz der Käufer sprechen für eine Akkumulationszone. Gleichzeitig fehlt noch der Ausbruch über die durchschnittliche Kostenbasis der kurzfristigen Halter.

Die entscheidende Handelsspanne liegt damit zwischen 61.600 und 71.000 US-Dollar. Oberhalb von 71.000 US-Dollar würde sich die Marktstruktur deutlich verbessern. Unterhalb von 61.600 US-Dollar droht dagegen ein gefährlicher Stimmungswechsel, weil dann auch die letzten kurzfristigen Käufer mit Gewinn unter Wasser geraten würden.

Noch halten die Käufer die Struktur zusammen. Doch jetzt zählt genau die Marke bei 61.600 US-Dollar: Bleibt sie stabil, lebt die Chance auf eine Erholung. Bricht sie, könnten die Verkäufer schnell wieder die Kontrolle übernehmen.

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