333 Mio. für Strategy doch kein Bitcoin-Kauf mehr

333 Mio. für Strategy doch kein Bitcoin-Kauf mehr
333 Mio. für Strategy doch kein Bitcoin-Kauf mehr (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Strategy, das früher unter dem Namen MicroStrategy bekannt war, hat in der vergangenen Woche rund 333,7 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von MSTR-Aktien eingesammelt. Doch anders als viele Anleger wohl erwartet hätten, floss kein einziger Dollar davon in neue Bitcoin-Käufe. Stattdessen nutzte das Unternehmen das Geld, um seine Vorzugsaktie STRC zu stützen und die eigenen Dollarreserven weiter auszubauen.

Kein neues Bitcoin, stattdessen Dividenden, Rückkäufe und mehr Cash

Aus einer am 17. August veröffentlichten SEC-Meldung geht hervor, dass Strategy zwischen dem 10. und 16. August insgesamt 3,45 Millionen MSTR-Aktien verkauft hat.

Die Erlöse wurden laut Unternehmen klar verteilt: 52,4 Millionen US-Dollar gingen in Dividendenzahlungen für die variable Vorzugsaktie STRC, 132,2 Millionen US-Dollar wurden für den Rückkauf von STRC-Anteilen eingesetzt und weitere 149,1 Millionen US-Dollar flossen in den Aufbau der US-Dollar-Reserve.

Damit stieg der Barbestand von Strategy auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Beim Bitcoin-Bestand änderte sich dagegen nichts. Das Unternehmen hält weiterhin 840.447 BTC, die laut eigenen Angaben für insgesamt 63,36 Milliarden US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 75.385 US-Dollar je Bitcoin erworben wurden.

Die aktuelle Entscheidung ist Teil eines Kurswechsels. Strategy hat seine Bitcoin-Bestände seit dem 21. Juni nicht mehr ausgebaut. Im Gegenteil: In den vergangenen zwei Monaten wurden sogar fast 7.000 Bitcoin verkauft, während parallel Milliarden an Liquidität aufgebaut und rund 347 Millionen US-Dollar in STRC-Rückkäufe gesteckt wurden.

Warum Strategy jetzt STRC stützt statt aggressiv Bitcoin zu kaufen

Viele Anleger fragen sich, warum das Unternehmen durch die Ausgabe neuer Stammaktien Kapital aufnimmt, dieses Geld aber nicht direkt in Bitcoin investiert, sondern zur Stabilisierung seiner Vorzugsaktien verwendet.

CEO Phong Le wies diese Kritik zurück. Seiner Darstellung nach bleibt das übergeordnete Ziel unverändert: den Bitcoin-Wert pro Aktie langfristig zu steigern. Um das zu erreichen, müsse Strategy jedoch zunächst sicherstellen, dass STRC als Finanzierungsinstrument funktioniert. Genau darin sieht das Management inzwischen einen zentralen Hebel für künftige Bitcoin-Käufe.

Auch eine Dividende für MSTR-Aktionäre lehnt das Unternehmen derzeit ab. Le betonte, dass Kapital aktuell besser in die Stärkung der Bilanz und in den Ausbau des digitalen Kreditgeschäfts investiert sei. Dieses Geschäft soll später zusätzliche Mittel für weitere Bitcoin-Käufe liefern.

Executive Chairman Michael Saylor beschrieb die Lage als Investitionsphase. Kurzfristig wirke sich das womöglich nicht positiv auf den Aktienkurs aus. Langfristig wolle Strategy jedoch eine Kreditplattform aufbauen, die deutlich mehr Kapital anziehen könne. Dieses Modell funktioniert laut Saylor vor allem dann, wenn Bitcoin schneller steigt als die Finanzierungskosten des Unternehmens. Diese Hürde bezifferte er auf etwa 10 bis 10,5 Prozent.

Weil STRC zuletzt unter Druck geraten ist, musste Strategy mehr Ressourcen einsetzen, um dieses Finanzierungsmodell abzusichern. Das Management sieht die hohe Dollarreserve deshalb als wichtiges Sicherheitsnetz. Nach eigenen Angaben reicht der aktuelle Cash-Bestand aus, um Vorzugsdividenden und Zinszahlungen für rund 2,8 Jahre abzudecken.

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