XRP fällt in seltene Stresszone: Kommt erst der letzte Rücksetzer?

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XRP fällt in seltene Stresszone: Kommt erst der letzte Rücksetzer? (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

XRP steht erneut an einem kritischen Punkt. Der Kurs kämpft mit wichtigen Unterstützungen, während viele kurzfristige Trader bereits tief im Minus liegen. Besonders brisant: Solange XRP die Zone um 1,65 Dollar nicht zurückerobert, bleibt das Risiko eines weiteren Abverkaufs in Richtung 1,10 Dollar oder sogar 0,87 Dollar auf dem Tisch.

Der breitere Kryptomarkt bleibt volatil, doch bei XRP wirkt der Druck besonders deutlich. Die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate hat viele Anleger zermürbt. Statt eines klaren Ausbruchs gab es immer wieder neue Rücksetzer, gescheiterte Erholungen und Verkäufe nahe lokaler Tiefpunkte. Genau diese Mischung macht die aktuelle Lage gefährlich, aber auch potenziell interessant.

Warum der XRP-Rücksetzer jetzt so gefährlich wirkt

Daten von Santiment zeigen, wie stark der Schmerz im XRP-Markt inzwischen geworden ist. Der durchschnittliche XRP-Trader, der in den vergangenen 30 Tagen aktiv war, liegt laut den On-Chain-Daten rund 47 Prozent im Minus. Das ist mehr als nur eine normale Korrektur. Es zeigt, dass viele Marktteilnehmer in einer Phase gekauft haben, in der die Rally bereits deutlich überhitzt war.

Hinzu kommt: Viele Trader verkaufen offenbar ausgerechnet in der Schwäche. Das verstärkt die Volatilität, weil Panikverkäufe häufig weitere Stop-Loss-Wellen auslösen. Für Anleger ist das ein klassisches Warnsignal. Wenn zu viele kurzfristige Käufer gleichzeitig aussteigen, kann ein Markt zwar in eine finale Bereinigung rutschen, aber genau daraus entstehen manchmal auch die stärksten Gegenbewegungen.

Besonders auffällig ist der MVRV-Wert auf 30-Tage-Basis. Dieser Indikator misst grob, ob Marktteilnehmer im Gewinn oder Verlust liegen. Bei XRP ist er laut Santiment auf ein Niveau gefallen, das zuletzt im Dezember 2020 erreicht wurde. Damals befand sich der Markt ebenfalls in einer Phase extremer Verunsicherung.

Diese Unterbewertung kann zur Falle oder zur Chance werden

Ein stark negativer MVRV-Wert bedeutet nicht automatisch, dass XRP sofort steigt. Er zeigt aber, dass viele kurzfristige Anleger bereits kapituliert haben. Genau das ist wichtig: Wenn der Großteil des Panikverkaufs schon gelaufen ist, braucht es oft keinen riesigen Auslöser mehr, um eine technische Erholung zu starten.

Trotzdem bleibt die Lage angespannt. XRP hat seit dem starken Lauf Ende 2024 und Anfang 2025 deutlich an Schwung verloren. Viele Käufer, die nahe lokaler Hochs eingestiegen sind, sitzen inzwischen tief unter Wasser. Das belastet jede Erholung, weil viele Anleger bei steigenden Kursen zunächst nur aus ihren Positionen herauswollen.

Gleichzeitig ist der Optimismus nicht vollständig verschwunden. Die Hoffnung auf regulatorische Fortschritte, mögliche ETF-Fantasie und Ripples langfristige Rolle im Zahlungsverkehr halten einen Teil der Investoren im Markt. Doch Hoffnung allein reicht nicht. Der Kurs muss jetzt zeigen, dass er wieder Käufer anzieht und nicht nur von kurzfristigen Gegenbewegungen lebt.

1,65 Dollar bleibt die Linie, an der XRP liefern muss

Technisch bleibt die Marke von 1,65 Dollar der entscheidende Bereich. XRP hat über Monate versucht, diese Zone nachhaltig zurückzuerobern, ist aber immer wieder daran gescheitert. Je länger dieser Ausbruch ausbleibt, desto größer wird die Gefahr, dass der Markt noch einmal tiefere Unterstützungen testet.

Analystin CasiTrades sieht deshalb die Möglichkeit eines letzten Rücksetzers, bevor XRP überhaupt einen ernsthaften Erholungsversuch starten kann. Die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen bei 1,10 Dollar und 0,87 Dollar. Werden diese Bereiche angelaufen, entscheidet sich dort, ob XRP nur eine schmerzhafte Bereinigung erlebt oder ob daraus ein größerer Stimmungsbruch wird.

Für Anleger ist die Botschaft klar: Erst eine Rückeroberung von 1,65 Dollar würde den Druck spürbar reduzieren. Solange XRP darunter bleibt, dominiert das Risiko eines weiteren Abverkaufs. Hält der Markt jedoch die tieferen Unterstützungen und dreht anschließend dynamisch nach oben, könnte genau diese extreme Verlustphase zur Basis für eine kräftige Erholung werden. Jetzt zählt nicht die Hoffnung, sondern diese eine Linie.

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