XRP-ETFs ziehen Geld an trotz Kursminus – warum das auffällt

XRP-ETFs ziehen Geld an trotz Kursminus – warum das auffällt
XRP-ETFs ziehen Geld an trotz Kursminus – warum das auffällt (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Während viele Krypto-Anleger im Mai eher auf die Bremse treten, passiert bei XRP etwas Auffälliges: Die neuen Spot-ETFs ziehen weiter Geld an, obwohl der XRP-Kurs zuletzt spürbar nachgegeben hat. Das wirkt wie ein seltener Lichtblick in einem Markt, der bei Bitcoin und Ethereum aktuell eher von Abflüssen geprägt ist.

XRP-ETFs: Zuflüsse trotz fallendem Kurs

Laut Daten von SoSoValue haben die XRP-ETFs im laufenden Monat bislang keine Abflüsse verzeichnet. Stattdessen steht ein Nettozufluss von rund 116,74 Millionen US-Dollar zu Buche. Seit dem Start im Vorjahr summieren sich die gesamten Nettozuflüsse damit auf etwa 1,41 Milliarden US-Dollar.

Inzwischen verwalten diese ETFs laut den Zahlen Nettovermögen von rund 1,13 Milliarden US-Dollar. Das entspricht ungefähr 1,36 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von XRP.

Bemerkenswert ist das Timing: XRP ist zuletzt zusammen mit dem Gesamtmarkt gefallen und rutschte in der vergangenen Woche zeitweise auf etwa 1,31 US-Dollar ab. Trotzdem blieb der Geldfluss in die ETFs positiv. Das wird häufig als Hinweis gewertet, dass institutionelle Investoren weiter akkumulieren, selbst wenn die Stimmung am Markt kippt.

Bitcoin- und Ethereum-ETFs verlieren Geld: XRP sticht heraus

Im direkten Vergleich sieht XRP derzeit ungewöhnlich stark aus. SoSoValue zeigt für Bitcoin-ETFs im Mai Nettoabflüsse von rund 1 Milliarde US-Dollar. Gleichzeitig läuft dort eine Serie von mehreren Tagen mit täglichen Abflüssen. Bei Ethereum-ETFs liegt das Minus im selben Zeitraum bei fast 300 Millionen US-Dollar, ebenfalls begleitet von einer längeren Abfluss-Serie.

Parallel dazu wird die Stimmung rund um XRP wieder skeptischer. Santiment berichtet, dass positive Kommentare im Verhältnis zu negativen zuletzt deutlich abgenommen haben, bis hin zu fast ausgeglichenen Werten. Historisch wurde so eine Phase bei XRP häufig als Kontraindikator gesehen: Wenn die Mehrheit vorsichtig wird, kann das in manchen Fällen den Boden für eine Gegenbewegung bilden. Eine Garantie ist das aber nicht.

Warum Institutionelle laut Analysten auf XRP setzen

Der Krypto-Kommentator „X Finance Bull“ schreibt auf X, dass größere Investoren beim Kauf über ETFs weniger auf kurzfristige Wochenbewegungen achten. Stattdessen würden sie sich frühzeitig vor möglichen Auslösern positionieren. Genannt werden unter anderem politische und regulatorische Themen wie der CLARITY Act in den USA, außerdem Entwicklungen rund um Tokenisierung und institutionelle Infrastruktur.

Die Kernaussage: Während Kapital aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs abfließt, wirken die XRP-Zuflüsse wie ein Statement, welche Assets einige Marktteilnehmer auch in schwächeren Phasen halten oder ausbauen wollen. Dazu passt die alte Börsenlogik, dass „smartes Geld“ eher dann kauft, wenn Kurse fallen und Risiko gefühlt höher ist.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der XRP-Kurs bei etwa 1,33 US-Dollar, leicht im Minus auf 24-Stunden-Sicht, basierend auf CoinMarketCap-Daten.

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