XRP bis 300 Dollar? Analyst warnt vor Liquiditäts-Engpässen

XRP bis 300 Dollar? Analyst warnt vor Liquiditäts-Engpässen
XRP bis 300 Dollar? Analyst warnt vor Liquiditäts-Engpässen (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ein Marktbeobachter sorgt in der XRP-Community erneut für Diskussionen: Der Analyst CharuSan hat seine „Roadmap“ aktualisiert, wie XRP seiner Einschätzung nach eines Tages auf 300 US-Dollar steigen könnte. Seine zentrale These: Wenn Banken XRP über Ripples On-Demand Liquidity (ODL) großflächig für internationale Zahlungen nutzen, könnte der Preis deutlich höher liegen müssen als heute, damit das System in der Praxis reibungslos funktioniert.

Warum CharuSan bei XRP von 300 US-Dollar spricht

In einem Beitrag auf X argumentiert CharuSan, dass sich der „Banken-Preis“ bei Transfers nicht einfach aus der umlaufenden Menge (Circulating Supply) ableiten lasse. Entscheidend sei vielmehr, wie viel XRP in einem bestimmten Moment tatsächlich verfügbar ist, wenn große Zahlungsbeträge über ODL abgewickelt werden. Seine Idee dahinter: In Stresssituationen zählt Liquidität im Markt, nicht nur die Zahl, die als zirkulierendes Angebot angezeigt wird.

Zur Veranschaulichung nennt er ein Beispiel: Will eine Bank 200 Milliarden US-Dollar übertragen und XRP stünde bei 20 US-Dollar, würden dafür rechnerisch 10 Milliarden XRP benötigt. Solche Einzeltransfers in Milliardenhöhe könnten seiner Ansicht nach schnell zu Engpässen führen, vor allem wenn nicht nur einzelne Institute, sondern ein weltweites Netz aus Banken parallel agiert. Daraus leitet er ab, dass der Preis steigen müsste, damit große Summen mit weniger „Token-Menge“ bewegt werden können.

„Token-Velocity“ hilft nicht, wenn die Liquiditätstiefe fehlt

Ein weiterer Punkt in CharuSans Argumentation: Schnelle Abwicklung allein löst das Liquiditätsproblem nicht. Zwar werden ODL-Transfers in Sekunden abgeschlossen, doch bei sehr hohem, gleichzeitigen Transaktionsvolumen könne trotzdem Kapital kurzfristig gebunden sein. Wenn viele Zahlungen zur selben Zeit laufen und das Volumen die verfügbare Liquidität übersteigt, werde Slippage wahrscheinlicher, also spürbare Preisabweichungen beim Ausführen der Trades.

Er erklärt das mit einem einfachen Bild: XRP sei wie ein extrem schnelles Auto. Aber wenn 300 Autos gleichzeitig durch einen Tunnel müssen, in den nur 20 hineinpassen, entsteht ein Stau. Der Tunnel muss also breiter sein. Übertragen auf XRP bedeutet das für ihn: Damit globale Transaktionen gleichzeitig laufen können, brauche es ausreichend „Tiefe“ im Markt. Eine höhere Bewertung könnte dabei helfen, weil dann für dieselben Summen weniger XRP bewegt werden müssen.

CLARITY Act als möglicher Auslöser und aktueller Kurs

CharuSan verknüpft das Szenario zudem mit dem erwarteten Nutzen-Schub durch den sogenannten CLARITY Act. Er hatte bereits zuvor angedeutet, dass Banken kurz nach einer entsprechenden regulatorischen Klarheit stärker einsteigen könnten. Als Argument führt er an, dass Ripple bereits mit großen Infrastruktur-Anbietern zusammenarbeite, darunter Volante, ACI Worldwide und FINASTRA. Auch verweist er auf mögliche institutionelle Nutzer im weiteren Umfeld des globalen Zahlungsverkehrs.

Wichtig: Das ist eine Marktmeinung und keine Garantie. Ob XRP tatsächlich in diese Regionen steigen kann, hängt am Ende von realer Nutzung, Regulierung, Liquidität an Börsen und der allgemeinen Marktstimmung ab. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag XRP laut CoinMarketCap bei rund 1,38 US-Dollar und damit im Tagesvergleich im Minus.

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