XRP: Analyst warnt vor Chart-Falle – 5,53 Billiarden im Blick

XRP: Analyst warnt vor Chart-Falle – 5,53 Billiarden im Blick
XRP: Analyst warnt vor Chart-Falle – 5,53 Billiarden im Blick (Foto KI generiert)
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Der Marktanalyst Luke Suther warnt davor, den XRP Kurs nur mit Charttechnik erklären zu wollen. In einem Beitrag auf X argumentiert er, dass reine Preisbewegungen im Chart nicht zeigen, welche Rolle XRP in großen Liquiditäts, und Abwicklungssystemen spielen könnte. Wer den langfristigen Wert verstehen will, müsse daher anders an die Bewertung herangehen.

Warum Suther Chartanalysen für XRP für zu kurz gedacht hält

Statt auf Muster im Kursverlauf zu schauen, legt Suther den Fokus auf die praktische Nutzung von XRP. Seiner Ansicht nach ergibt sich der Wert nicht aus Linien im Chart, sondern daraus, ob XRP als Settlement Layer in institutionellen Netzwerken funktionieren kann, also als Ebene für schnelle Abwicklung und Verrechnung von Zahlungen.

Er beschreibt XRP als Teil einer globalen Finanzinfrastruktur, in der riesige Summen bewegt werden. Um das einzuordnen, nennt er mehrere Segmente des Finanzsystems und deren Größenordnung. Dazu zählen unter anderem:

Japanische Banken mit rund 25 Billionen US Dollar, die DTCC mit etwa 3 Billiarden US Dollar an abgewickeltem Volumen, SWIFT mit ungefähr 1,5 Billiarden US Dollar, sowie große Zahlungsnetzwerke wie Visa mit bis zu 16 Billionen US Dollar und Mastercard mit etwa 9 Billionen US Dollar. Außerdem führt er weitere Bereiche an, etwa die Top 10 US Banken, tokenisierte Assets, American Express und Hidden Road, das inzwischen als Ripple Prime auftritt.

In Summe beziffert Suther diese Bereiche auf rund 5,53 Billiarden US Dollar an potenziellen Transaktionsflüssen, die durch Settlement Systeme laufen. Seine Kernaussage: Genau dort könne ein Teil der künftigen Relevanz von XRP liegen.

Preis, Liquidität und institutionelle Abwicklung

Laut Suther machen viele Anleger denselben Denkfehler: Sie versuchen, diese gewaltigen Finanzflüsse direkt mit der Marktkapitalisierung von XRP gleichzusetzen. Das führe in die Irre, weil XRP nicht dafür gebaut sei, solche Summen zu speichern, sondern sie zu bewegen.

Entscheidend sei daher eine andere Frage: Welcher XRP Preis ist nötig, damit große Beträge schnell und ohne Reibungsverluste übertragen werden können? Ist der Preis zu niedrig, bleibt die Liquidität dünn, Slippage steigt und große Transaktionen werden ineffizient. Aus dieser Logik heraus sei ein höherer Preis nicht nur Spekulation, sondern könnte, so Suther, eine funktionale Voraussetzung sein, damit ein globales Settlement System mit XRP überhaupt reibungslos arbeiten kann.

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