Bitcoin zeigt erste Anzeichen einer Bodenbildung, doch die entscheidende Bestätigung fehlt. Während BTC am Dienstag um 82.000 Dollar handelt, kaufen große Anleger wieder verstärkt beziehungsweise bauen ihre Bestände aus. Gleichzeitig bleiben US-Investoren zurückhaltend und es gelangen mehr Bitcoin auf Handelsplattformen. Genau dieser Widerspruch könnte darüber entscheiden, ob die Erholung hält.
Das Wichtigste in Kürze
- Wale kehren zurück: Die 60-Tage-Akkumulationskennzahl der Anleger mit 1.000 bis 10.000 BTC steigt von minus 62.600 auf plus 5.230 Bitcoin.
- Kaufkraft vorhanden: Die über Tron erfassten USDT-Reserven bei Binance wachsen von 790 Millionen auf 1,76 Milliarden Dollar.
- Nachfrage bleibt das Problem: Negativer Coinbase Premium, 8.428 BTC Netto-Börsenzuflüsse und ein STH-SOPR unter 1 sprechen gegen eine bestätigte Trendwende.
Bitcoin-Wale akkumulieren: Warum das allein nicht reicht
Eine neue CryptoQuant-Analyse zeigt eine deutliche Veränderung bei Wallets mit 1.000 bis 10.000 BTC. Ihre rollierende 60-Tage-Akkumulationskennzahl verbesserte sich von minus 62.600 auf plus 5.230 Bitcoin. Das ist eine Verschiebung um 67.830 BTC, allerdings kein Nachweis, dass diese Menge innerhalb weniger Tage gekauft wurde.

Hinzu kommt zusätzliche potenzielle Kaufkraft: Die über Tron gemessenen USDT-Reserven auf Binance stiegen um rund 970 Millionen Dollar. Das Problem: Verfügbare Stablecoins bedeuten noch keine tatsächlichen Bitcoin-Käufe.
Die beigefügte CryptoQuant-Grafik zeigt sogar eine wesentlich tiefere Schwäche. Die geschätzte Bitcoin-Nachfrage liegt seit Mai überwiegend im negativen Bereich. Die langfristigere Kennzahl ist inzwischen stark negativ, während kurze Erholungen der 30-Tage-Nachfrage bisher nicht ausreichten, um den Abwärtstrend zu drehen.
Bitcoin hat möglicherweise weniger Verkäufer, aber noch nicht genügend neue Käufer.
Drei On-Chain-Signale warnen vor einer verfrühten Rally
Besonders aufschlussreich ist der Coinbase Premium Index. Mit minus 0,1416 Prozent liegt Bitcoin auf Coinbase günstiger als auf der Vergleichsbörse. Das deutet auf schwächere relative Nachfrage am amerikanischen Handelsplatz hin.
Zugleich registriert CryptoQuant innerhalb einer Woche Nettozuflüsse von 8.428 BTC auf Börsen. Diese Coins könnten verkauft werden, müssen es aber nicht. Das dritte Warnsignal kommt von kurzfristigen Anlegern: Ihr STH-SOPR liegt bei 0,9982.
Der Indikator misst, ob zuletzt bewegte Coins dieser Anlegergruppe durchschnittlich mit Gewinn oder Verlust ausgegeben werden. Unter 1 dominieren rechnerisch Verluste.
Steigt der Wert nachhaltig über 1, wäre das ein Hinweis auf eine verbesserte Marktstruktur. Entscheidend ist dabei, dass der Kurs anschließend nicht sofort wieder unter Verkaufsdruck gerät.
Bitcoin bei 82.000 Dollar: Was eine echte Trendwende bestätigen würde
Für eine nachhaltige Erholung müsste Bitcoin zunächst die Zone um 80.000 Dollar verteidigen und anschließend 85.000 Dollar zurückerobern.
Noch wichtiger wären positive Nachfrageindikatoren: ein steigender Coinbase Premium, nachlassende Börsenzuflüsse und ein stabiler STH-SOPR über 1.
Erst dann würde die Wal-Akkumulation durch breitere Marktaktivität unterstützt. Bleibt diese Bestätigung aus, könnte die aktuelle Stabilisierung lediglich eine Pause innerhalb der Korrektur sein. Fällt Bitcoin unter 80.00
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