Während kleinere Bitcoin-Anleger zunehmend Coins auf Handelsplattformen übertragen, zeigen große Investoren ein völlig anderes Verhalten. Neue CryptoQuant-Daten offenbaren eine wachsende Kluft zwischen privaten und großen Marktteilnehmern.
Besonders interessant: Gleichzeitig sind die über das Tron-Netzwerk erfassten USDT-Reserven auf Binance um fast eine Milliarde Dollar gestiegen. Entsteht hier die Grundlage für die nächste Bitcoin-Erholung?
Das Wichtigste in Kürze
- Kleinanleger unter Druck: Die Bitcoin-Zuflüsse kleinerer Marktteilnehmer zu Binance sind innerhalb von zwei Monaten um 54 Prozent gestiegen.
- Wale halten sich zurück: Die Zuflüsse großer Anleger nahmen im gleichen Zeitraum lediglich um 9,5 Prozent zu.
- Großinvestoren akkumulieren: Die 60-Tage-Bestandsveränderung der Gruppe mit 1.000 bis 10.000 BTC verbesserte sich um 67.830 Bitcoin.
- 970 Millionen Dollar zusätzliche Liquidität: Die über Tron erfassten USDT-Reserven auf Binance stiegen innerhalb von elf Tagen um 123 Prozent.
- Bitcoin erholt sich: BTC handelt am Montag wieder im Bereich von 82.000 bis 83.000 Dollar. Entscheidend bleibt die Unterstützung bei 80.000 Dollar.
Bitcoin-Wale verkaufen weniger: Diese Zahlen zeigen den Unterschied
Laut CryptoQuant stiegen die rollierenden 30-Tage-Bitcoin-Zuflüsse kleinerer Anleger zu Binance zwischen dem 18. August und 17. Oktober von sieben auf 10,78 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 54 Prozent.
Bei größeren Anlegern fiel die Zunahme deutlich geringer aus. Ihre Zuflüsse erhöhten sich lediglich von 4,2 auf 4,6 Milliarden Dollar.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass kleinere Marktteilnehmer aktuell stärker dazu neigen, Bitcoin auf Handelsplattformen zu bewegen.
Der entscheidende Unterschied: Eine Börseneinzahlung ist noch kein bestätigter Verkauf. Sie erhöht lediglich die Möglichkeit, kurzfristig zu handeln.
Große Investoren zeigen dagegen relativ weniger potenziellen Verkaufsdruck.
67.830 BTC: Warum die Wal-Akkumulation Hoffnung macht
Noch interessanter sind die Veränderungen bei den Bitcoin-Beständen. Die rollierende 60-Tage-Kennzahl für Wallets mit 1.000 bis 10.000 BTC verbesserte sich zwischen dem 27. September und 19. Oktober von minus 62.600 auf plus 5.230 BTC.
Das entspricht einer Verbesserung um 67.830 Bitcoin. Diese Zahl beschreibt allerdings nicht die Käufe innerhalb dieser drei Wochen, sondern die Veränderung einer fortlaufenden 60-Tage-Auswertung.
Auch Anleger mit 100 bis 1.000 BTC befinden sich weiterhin im positiven Akkumulationsbereich, wenngleich ihre Dynamik nachgelassen hat.
Damit zeichnet sich ein konstruktives Bild ab: Während kleinere Anleger mehr Bitcoin auf Börsen transferieren, halten sich größere Investoren vergleichsweise zurück.
Fast eine Milliarde Dollar neue Kaufkraft: Beginnt jetzt die Bitcoin-Erholung?
Ein weiteres Signal liefert die Stablecoin-Liquidität. Die über Tron erfassten USDT-Reserven auf Binance stiegen zwischen dem 7. und 18. Oktober von 790 Millionen auf 1,76 Milliarden Dollar.
Das entspricht zusätzlichen 970 Millionen Dollar beziehungsweise einem Plus von 123 Prozent. Stablecoins können als verfügbare Kaufkraft für Kryptowährungen dienen. Allerdings ist nicht garantiert, dass diese Mittel tatsächlich in Bitcoin fließen.
Für eine nachhaltige Erholung müsste die zusätzliche Liquidität deshalb in steigende Spot-Nachfrage übergehen.
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