US-Inflation steigt auf 3,8% – Bitcoin bleibt stabil

US-Inflation steigt auf 3,8% – Bitcoin bleibt stabil
US-Inflation steigt auf 3,8% – Bitcoin bleibt stabil (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Die neuesten Inflationsdaten aus den USA sorgen wieder für Spannung an den Märkten. Viele Anleger fragen sich: Was bedeutet das für Bitcoin? Obwohl steigende Preise normalerweise Druck auf riskante Anlagen ausüben, zeigt sich die größte Kryptowährung aktuell überraschend stabil.

Inflation steigt, doch Bitcoin bleibt überraschend ruhig

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums ist der Verbraucherpreisindex (CPI) im April auf 3,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Damit liegt die Inflation so hoch wie seit Mai 2023 nicht mehr. Für viele Marktteilnehmer ist das ein klares Signal: Die US-Notenbank könnte die Zinsen länger hoch halten als erhofft.

Hohe Zinsen gelten meist als Gegenwind für Bitcoin und andere Risikoanlagen. Der Grund ist einfach: Wenn sichere Anlagen wie Staatsanleihen wieder mehr Rendite bringen, wechseln manche Investoren lieber dorthin. Trotzdem fiel Bitcoin nach dem Bericht nur kurz um etwa 1 bis 1,5 Prozent auf rund 80.500 US-Dollar und stabilisierte sich anschließend im Bereich um 81.000 US-Dollar. Auch auf 24-Stunden-Sicht blieb die Veränderung nahezu unverändert.

Energiepreise, höhere Anleiherenditen und Abflüsse aus Bitcoin-ETFs

Als Treiber der Inflation nennen Beobachter vor allem einen spürbaren Anstieg der Energiepreise. Diese Entwicklung wird mit der angespannten geopolitischen Lage rund um den Konflikt zwischen den USA und Iran in Verbindung gebracht. Die monatliche Teuerung lag bei 0,6 Prozent und entsprach damit den Erwartungen vieler Ökonomen, die Jahresrate übertraf jedoch die Prognosen, die bei etwa 3,7 Prozent lagen.

Parallel dazu zogen die Renditen für US-Staatsanleihen an: Die Rendite der 10-jährigen Treasuries stieg auf 4,459 Prozent. Das ist relevant, weil höhere Renditen oft Kapital aus volatilen Märkten abziehen.

Ein weiteres Signal kam von den US-Spot-Bitcoin-ETFs: Am 12. Mai wurden laut den im Markt kursierenden Zahlen zusammen mehr als 233 Millionen US-Dollar an einem Tag abgezogen. Das deutet darauf hin, dass ein Teil der Investoren vorerst vorsichtiger wird und Risiko reduziert.

Gleichzeitig bleibt auffällig, dass Bitcoin trotz dieser Belastungsfaktoren nicht deutlich einbrach. Auch die Dominanz von Bitcoin am Kryptomarkt wirkte stabil. Für manche ist das ein Hinweis, dass BTC weiterhin als möglicher Schutz vor Geldentwertung betrachtet wird, selbst wenn das nicht in jeder Phase zuverlässig funktioniert.

Robert Kiyosaki sieht Bitcoin als Schutz vor Kaufkraftverlust

Der bekannte Buchautor Robert Kiyosaki (Rich Dad Poor Dad) meldete sich in dieser Woche ebenfalls zu Wort. Er warnt, dass ein anhaltender Konflikt und steigende Ölpreise die Inflation weiter antreiben könnten. In so einem Umfeld, so seine Argumentation, verliere klassisches Bargeld an Wert, weil die Kaufkraft sinkt.

Zusätzlich verweist Kiyosaki auf die hohe US-Staatsverschuldung von rund 34 Billionen US-Dollar. Seiner Meinung nach erhöht das den politischen Druck, mehr Geld in Umlauf zu bringen, was die Inflation weiter befeuern könne. Als Konsequenz rät er dazu, sich breiter abzusichern, unter anderem mit Sachwerten wie Gold und Silber sowie mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum.

Unterm Strich zeigt die aktuelle Lage: Steigende Inflation und hohe Zinsen sind normalerweise kein ideales Umfeld für Bitcoin. Dennoch wirkt der Kurs derzeit robust. Ob das so bleibt, dürfte davon abhängen, wie sich Inflation, Zinsen und die geopolitische Situation in den kommenden Wochen entwickeln.

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